Durch die Zeit

28.11.21

  • Dass ich den Einzelhandel nicht unterstütze, kann man mir nicht vorwerfen. Dieses Jahr bisher alleine im Buchladen meines Vertrauens etwas über 1.500 Euro ausgegeben.

Kein Recht auf eigene Fakten!

Dialogbereitschaft ist zwar prinzipiell zu befürworten und eine gute Sache. Allerdings nur, wenn sie auf beiden Seiten vorhanden ist. Alles andere benennt man besser als das, was es ist, nämlich eine zweckbefreite und absehbar ergebnislose Kombination zweier Monologe, und spart sich Mühe, Ärger und Zeit, mit Menschen zu diskutieren, die das Recht auf eine eigene Meinung mit dem Recht auf eigene Fakten verwechseln. Es ist blauäugig zu glauben, man müsse den Dialog offenhalten. Die Regierung muss einfach entscheiden – und zwar auf der Basis der aktuell verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Gerichtspsychiaterin Heidi Kastner in SZ vom 20.11.21

Weltidee: Statt Impfpflicht

  • Wenn Spanien nun noch geimpfte Ausländer ins Land lässt, und Österreich auch, und die Vereinigten Staaten und noch so ein paar Länder, in denen die Deutschen gerne reisen …

21.11.21

  • Donnerstag ein echt gutes Gespräch mit C.
  • Freitag dann drei Stunden ein überraschend tiefes und bodenlos ehrliches Gespräch mit I., was jeder Therapiesitzung Ehre gemacht hätte.
  • Gestern einfach einen gelungenen Abend mit A. und Z.
  • Echte Kommunikation ist einfach was Feines!

Weder effektiv noch effizient

  • Kurz nach 15 Uhr gehe ich ins Sekretariat um es zu beten, mein Telefon zu übernehmen, dass ich vor 15:30 schon gehen kann.
  • Um 15:45 bin ich aus dem Sekretariat wieder zurück.
  • Ich stelle dennoch das Telefon um, um zumindest das Gefühl zu haben, früher gegangen zu sein.

15.11.21

  • Festes Vorhaben für heute: Den Tag gelassen nehmen.
  • Hat gut und gerne drei Stunden funktioniert.
  • Dann meinte eine Kollegin den Hengst machen zu müssen.
  • Ich schlaf‘ jetzt mal eine Nacht darüber – aber ich habe größte Lust, ihr Verhalten mal an höchster Stelle anzubringen.

Verpeilt

  • Sonntag hätte ich einen Termin gehabt – stand aber nicht in meinem Kalender.
  • Heute hätte ich einen Termin gehabt – der steht aber für morgen im Kalender.
  • Ich warte seit über 10 Tagen auf eine Lieferung – heute raffe ich, dass gar nicht geliefert werden kann, da das Produkt nicht vorrätig ist.
  • Ich habe heute eine Lieferung bekommen – und kann mich nur schemenhaft daran erinnern, es überhaupt bestellt zu haben.
  • Und meinen Namen tanzen kann ich gerade auch nicht – aber das konnte ich eh nie.

7.11.21

  • Das Wochenende hatte ich echt nötig
  • Samstag in der Stadt plötzlich Schwindel und Sehstörungen
  • Danach alles abgesagt.
  • Heute erholsame Schlafe von Seltenheitswert.
  • Abends animierende Gäste.
  • Morgen dennoch mal Anruf bei der Hausärtzin, ob sie Mitte der Woche nen Termin frei hat.
  • Ich glaub, ein, zwei Tage Ruhe würden mir wirklich gut tun.

4.11.21

  • Die Hölle im Job will irgendwie kein Ende finden. Die fand aber dann der Körper und schickte mir so eine Migräne, dass ich nach Hause musste.
  • Jetzt nur noch latente Kopfschmerzen und da ich versprochen hatte zu helfen …
  • … war ich noch auf einem Vortrag über „Einsamkeit“.
  • Der Referent, ehemaliger Dokmatik-Professor aus Rom, war / ist sehr lyrikaffin und zitierte neben Rilke und Domin auch einen meiner Lieblinge: Thomas Brasch
  • Das Gedicht wirkt auf den ersten Moment vielleicht düster oder negativ … aber bei näherem Hinsehen / Hinlesen / Hindenken hat es auch etwas Entlastendes an sich.

Schliess die Tür und begreife,
daß niemandem etwas fehlt,
wenn du fehlst, begreife,
daß du der einzige bist der ohne Pause
über dich nachdenkt,
daß du die Tür schließen kannst
ohne viel Aufhebens und ohne Angst,
es könne dich einer beobachten.
Dich beobachtet keiner.
Du fehlst keinem.
Wenn du das begriffen hast,
kannst du die Tür schließen hinter dir.

Welttag des Mannes

  • Brüder: PARTY!!!

30.10.21

  • Ein Freundin bittet mich, ihr bei ihrem Restumzug zu helfen: „eine Stunde“ – klar wurden es dann drei.
  • Irgendeinen Termin muss ich nächste Woch absagen – mir ist das echt zuviel.
  • Vielleicht kann ich in eine Praxisgemeinschaft ‚einsteigen‘ und hätte dann Zugriff auf einen Raum für die (kommenden) Mediationen.

29.10.21

  • Das war eine echt anstrengende Ausbildungswoche.
  • Aber ich habe nicht nur verschiedene Methoden gelernt, sondern wir haben sie ja auch immer gleich aneinander ausprobiert.
  • Und da wir uns als Gruppe ja schon kennen, kamen dann bei fast allen auch gleich mal die heißen Eisen aufs Tapet.
  • Das tat manchmal richtig weh (und es flossen einige Tränen) aber dann eben auch befreiendes.
  • Morgen noch einen kuren Termin, dann viel Füße hoch legen, viel schreiben, viel lesen, viel „Downton Abbey“ gucken.
  • Und sonst: N i x!

27.10.21

  • Die erste Hälfte der ersten von zwei Wochen der Coachausbildung vorbei.
  • Irre anstrengend, weil die Methoden an echten Themen ‚ausprobiert‘ werden.
  • Irre klasse, was mit teils wirklich einfachen Methoden möglich ist.
  • Und ich genieße es sehr, dass wir auch lachen.

3-Welten-Tag, gestern

  • ln steriler Umgebung abnahme von Prüfungen. Immerhin hatten die meisten etwas auf den Kasten und es war nicht nur so eine Qual.
  • Gleich zur Generalprobe eines Freundes. Zwei Stunden Fotos in magischer Umgebung gemacht (knapp 600 Stück – bei dem miesen Licht weiß man ja nie).
  • Weiter zu Verein 1 erst auf die öde Mitgliedversammlung, dann Einweihung des neuen Dienstsitzes mit viel Wein.

19.10.21

  • Mir fehlt ein Tag. Ich hätte mein gesamtes Vermögen darauf gewettet, dass morgen Dienstag ist.
  • Das Pizza-Essen verschiebt sich um eine Woche.
  • Alles neu macht der Oktober (I): Ich stehe jetzt um 5:45 auf
  • Alles neu macht der Oktober (II): Will ab morgen wieder einigermaßen regelmäßig Tagebuch schreiben, denn ich bin mit dem Scheiß-Thema noch lange nicht durch.

17.10.21

  • Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann, dass morgen das Wochenende beginnt.
  • Anstregendes Wochenende bei der dement werdenden Mutter, die, so will es wohl die Krankheit, nicht einsehen will, dass vieles nicht mehr so funktioniert wie zuvor.
  • Andererseits lange nicht so dramatisch, wie die Geschwister berichteten.
  • Als Mitbringsel für meinen Mann gab es einen italienschen schwarzen Wintertrüffel – also 10 Euro vor 100 Gramm, das lässt sich ja noch finanzieren.
  • Der neue Franzen ist echt gut, aber ich freue mich so unendlich auf die 1.193 Seiten der „Forsyte Saga“ von John Galsworthy. Ich bin vor ein paar Monaten darauf gestoßen und habe wöchentlich nachgeschaut, ob nun erschienen oder nicht. Jetzt endlich.
  • Vielleicht bin ich diese Woche einfach mal auch einen Tag krank, die letzten acht waren echt Hölle genug.

14.10.21

  • Ein Tag Urlaub.
  • Ausgeschlafen. Endlich mal!
  • Ab 15 Uhr dann aber Prüfungen. Die kann ich, neben der langen, langen Fahrzeit, die ich haben werde, als Überstunden abrechnen.
  • Ab morgen Nachmittag dann „Heimat“-Besuch. Nun ja.

12.10.21

  • Erster ’normaler‘ Arbeitstag seit über sieben Wochen.
  • Finde nachts mal wieder keinen Schlaf und bin komplett übermüdet.
  • Morgen noch schnell einen 13-Stunden-Tag, dann habe ich einen Tag frei!
  • Und den lass ich mir nicht nehmen – ok, ich muss nachmittags Prüfungen abnehmen … aber was solls.

1:58

  • Solange noch nie mit meinen Geschwistern an einem Tag telefoniert. Das ist eher die Dauer, die wir in einem bzw. zwei Jahren bewätltigen.
  • Heiteres Gespräch mit meiner Mutter. Fast zehn Minuten! Definitiv Rekord. Sie vermittelt Normalität. Sie weiß aber nicht, dass ich seit zehn Jahren in Verein 1 ‚trainiere‘ zwischen den Zeilen zu hören.
  • Kurz zusammengefasst: Meine Mutter ist dement – und dickköpfig. Eine eher schwierige Mischung, wie mir scheinen will.
  • Gestern und heute bei P. in B., neue Wohnung streichen, in der er mit seiner Aktuellen einziehen wird. Die war beruflich verhindert. Ich hab’s so genossen mit ihm Wände weiß zu machen, ohne zu reden, derweil Musik zu hören, alles in Ruhe ohne Stress. Freundschaft zeigt sich dann, wenn beide eifnach die Klappe halten können und beiden geht es derweil saugut.

8.10.21

  • Verein 1 ist umgezogen. Zum Dienst sind es jetzt keine 15 Minuten mehr – zu Fuß. Früher waren es 25 Minuten mit Straßenbahn. Eine deutliche Verbesserung für mich – mal abgesehen davon, dass der neu Dienstsitz irgendwie schöner und angenehmer ist (selbst in diesem chaotischen Zustand wie jetzt).
  • Eineinhalb Stunden gebraucht, die neuen In-Ear-Hörer mit dem Handy zu koppeln. Technik, die begeistert. Der Klang ist nahezu übernatürlich.
  • Mein Vater wäre heute 94 geworden.
  • Nächste Woche will ich mir ein, zwei Tage frei nehmen – die kommende Zeit wird, familiär gesehen, definitiv anstrengend.

6.10.21

  • Mit dem Bruder 35 Minuten telefoniert, mit der Schwester etwas länger. Damit ist den Insidern klar, dass etwas vorgefallen sein muss. Meiner alten Mutter geht es gerade nicht gut. Die Restfamilie kommt also in den Krisenmodus, der einzige, in dem sie einigermaßen funktioniert.
  • Gestern fünf Stunden nach Flensburg, heute die gleiche Zeit zurück für ein Präsenstreffen. Über weite Strecken war dieses Treffen ein Lob auf Videokonferenzen.
  • Wenn ich morgen in den Job komme, dann kann ich nur hoffen, dass die Kollegin aus dem Krankenstand wieder zurück ist und nicht verlängert hat. Denn dann könnte ich mir nächste Woche einen Tag frei nehmen.

2.10.21

  • Die Praktikantin ist nicht in der Lage mit der Kaffeemaschine Kaffee zu kochen. Sie kennt nur Vollautomaten.
  • Spontan mir eine Dauerkarte für die nächste documenta gekauft. Morgens um kurz nach 7. Und irgendwie freut mich das.
  • Neuer Mediationsauftrag? Er liegt jedenfalls in der Luft.
  • Mysteriöse Handgelenksschmerzen, die mich nachts wecken.
  • Gestern bei S. und L. Meine Lust, nächsten Sommer auf deren FKK-Platz nach Frankreich zu fahren, ist enorm groß.
  • Morgen mache ich N I X !

Wahlgeschenke

  • Versucht die BTW zu beeinflussen.
  • Bei bestem Wetter eine große Kiste mir gar nicht mal so schlechten Bücher zum Verschenken an den Gehweg gestellt.
  • Die Kiste ist halbleer.
  • Das BTW-Ergebnis für mich halbgar.

GEHT WÄHLEN!

Also nur die, die NICHT AFD, CDU, FDP und sonstige aus der Zeit gefallenen Parteien wählen wollen – denn die anderen können morgen gerne chillen.

24.9.21

  • Nach über fünf Stunden Verhandlung am Donnerstag, informiert die Vorsitzende die Beteiligten nach 237b StPO davon, dass das Gericht hohe Zweifel nicht nur an der subjektiven Schuld des Angeklagten, sondern auch an der objektiven Schuld hat. Das freut die Verteidigung, die Staatsanwaltschaft ist auch „nicht weit entfernt“, behält sich aber noch bis zum nächsten Verhandlungstag Optionen offen.
  • Wirklich ausgelaugt von der Verhandlung laufe ich auf der Arbeit dem Präsidenten in die Arme. Er: „Gut dass ich Sie sehe, Sie haben ja sicherlich gerade …“
  • Heute hat der Horror etwas Pause gemacht, dafür schmerzt das rechte Handglenk auch nachts.
  • Nächste Woche wird wohl die Praktikantin in erster Linie die Maus schubsen müssen.
  • Der freie Abenddienst ermöglicht mir den Nachtdienst um 3 abzubrechen.

22.9.21

  • Als hätte ich derzeit nix zu tun. Jetzt will das Gericht auch noch drei Tage von mir, die ich eigentlich so gar nicht habe.

21.9.21

  • Nach längerer Zeit war mal wieder „unser Flüchtling“ da. Brauchte ein Lebenslauf. Bekam er. Verloren uns dann in die Unterschiede von Arabisch und Hocharabisch.
  • Viertel vor fünf war ich heute wach, bis zum Aufstehen gelesen, dann noch schnell eineinhalb Überstunden geschrubbt.
  • Jetzt klau‘ ich mir von diesem Tag noch einen Stunde ganz allein für mich!

19.9.21 – Nachträge

Freitag

  • Horrorarbeitstag. In der nächsten Woche wird es definitiv nicht besser, dann vertrete ich wieder gleich zwei Kolleginnen.
  • Abends 5-Gang-Menü im besten Restaurant der Stadt mit Freunden

Samstag

  • Arbeitseinsatz für den Job. Gibt zwei Überstunden.
  • Endlich mal angefangen Februar 33 zu lesen. Wem 1913 gefallen hat, dem wird das auch ‚gefallen‘.
  • Und zu Marx, Wagner, Nietzsche bin ich danna auch noch gekommen. Hab zwar noch keine Ahnung, wo er hin will, aber ich folge ihm mal gerne.
  • Abends zu Freunden auf einen Geburtstag. Echt komisch, zu zehnt zusammen zu sein. Und dann wurde sich sogar zum Teil noch umarmt.
  • Definitiv zu lang und defitniv zu viel Wein

Heute

  • Dicker Kopf, sehr dick.
  • Spaziergang mit CI und CII aus der Therapiegruppe. Wir können das eigntlich auch ganz gut ohne den Therapeuten.
  • Jetzt gibt es dann Hackbraten und ich zieh mir das nächste Triell auch noch rein.

18.9.21

  • Nachträge erfolgen morgen – vielleicht.

16.9.21

Der Essayist Eike Geisel hat das deutsche Selbstverständnis einmal umschrieben mit der Bemerkung, die Deutschen hätten sich noch nie als Bürger dieser Welt, sondern immer als Verdammte dieser Erde gesehen. Die Wiedervereinigung habe daran nichts geändert, nur die Opferzahl habe sich nochmals um 17 Millionen erhöht.

So ist es auch normal, dass alle vier Jahre bereits Monate vor dem Urnengang verlässlich ein grosses Jammern darüber anhebt, dass die Partei der eigenen Wahl dieses Mal auf keinen Fall mehr wählbar sei. Und spätestens ein halbes Jahr nach der Bundestagswahl geht das Seufzen erneut los. Weil das Kreuz, das man auf dem Wahlzettel gemacht hat, bereits wieder schwer auf den Schultern lastet: Diese Regierung ist definitiv nicht die richtige!

Alles normal im Land der Dichter und Denker.

Claudia Schwartz: Was wird aus den Deutschen, wenn Mutti weg ist?, NZZ, 16.9.21
Töchter der Zeit

Literatur von Frauen 1770–1930

Tale Lady's Kitchen

und Ibrahim wusste auch nicht was Mangold ist

KuBra Consult

Acta, non verba

Randen und Marillen

Glücksgefühle am Küchentisch

FEL!X KITCHEN

Asiatische Zutaten und europäische Kochtechnik? Nicht ausschliesslich! Westliche Klassiker neu definiert? Aber klar doch! Kurz: was ich hier in Thailand so für mich und für Gäste koche. Und dazu noch eine ganze Menge Hintergrundinformation.

easy cooking for everyone

Kochen, Präsentieren und Genießen für Jedermann. Einfache Rezepte, bewußte Ernährung und voller Geschmack stehen im Vordergrund. Jeder kann und soll Essen genießen.

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