Durch die Zeit

Mein Herz!

Die Fahrkaten kommen bald. Immerhin schon mal einen Blick dank moderner Kommunikationsmittel werfen können. Was mich stutzen lässt ist, dass sowohl Hin- wie Rückreise am gleichen Tag stattfinden soll. Aber mir wurde versichert: „Alles gut!“.

Nun, dann glaub‘ ich einfach mal dran.

Doppelt

Heute wieder beim Optiker – Samstag kam die Nachricht, dass das Gestell nicht mehr lieferbar ist. Etwas warten bis man sich um mein Problem kümmert: neues Gestell kaufen lautet die Lösung. Ob ich nach fünf Jahren meine Augen übeprüfen lassen will? Ja gerne. Wieder etwas warten. Das Ergebnis, beide Augen haben sich ein kleinwenig verändert – unterm Strich bleibt die Dioptrienzahl aber gleich. Wieder etwas warten, dann darf ich mir schon mal neue Gestelle aussuchen. Da es eine halbe Lesebrille werden soll, ist die Auswahl eh nicht groß. Ich greife mir drei, die nicht zu teuer sind, da kommt die Opitkerin und will mich beraten.  Ich erkläre ihr die causa – sie schaut auf meine Auswahl und meint: „Aber das ist doch Ihr Modell – nur mit einer leicht anderen Farbe“. Wieder etwas warten, bis sie verschiedene Angaben aus dem Tablet entlocken konnte (benutzerfreundlich scheint das System wahrlich nicht zu sein), dann die nette Auskunft: „Ist eh ein Auslaufmodell, da kann ich Ihnen jetzt schnell ihre alten Gläser rein machen und sie bekommen die Fassung geschenkt.“ Gesagt getan. Bestelle mir aber dennoch noch eine neue Lesebrille mit den neuen Stärken – denn ohne bin ich doch weit aus mehr aufgeschmissen, als dass ich es wahr haben will.

Wenn einer eine Reise tut

So richtig planen wir unsere Urlaube ja eigentlich nicht. OK, wie und wann wir wo hin- und zurückkommen, das klar. Und meist gibt es auch ein grobes Programm für die Wochen. Wenn mit dem Rad und dem Zelt unterwegs waren, dann haben wir auch schon mal nach Campingplätzen geschaut, um nicht irgendwo in der Pampa zu landen. Üblicherweise sind diese Planungen aber nach zwei, drei Tagen obsolet und wir arbeiten uns von Tag zu Tag weiter.

Das wird wohl auch dieses Jahr so sein – aber ich bin bedeutend besser vorbereitet. Ich bin gerade nochmals „Das Sandkorn“ von Christoph Poschenrieder durch, habe mir alle genannten Orte rausgeschrieben, auf der Karte gesucht, Ausrufezeichen ins Buch gemalt, im Reiseführer verglichen … und ich merke, wie ich mich freue!

Als ich das Buch vor vier Jahren las, war mir klar: Da muss ich hin. Hat jetzt zwar etwas gedauert, aber was lange währt … Wir werden zwar nicht die Strecke der beiden Protagonisten genau abfahren (dazu ist die auch etwas zu chaotisch), aber mein Plan ist, die entsprechenden Seiten an all den Orten zu lesen, die wir schaffen. Gerade mir noch einen Ausstellungskatalog gekauft, der die Bilder von jenen Forschungsreisen 1914 / 1915 zeigt, die die realen Vorbilder der Romanjungs damals gemacht haben. Wenn Zeit und Gelegenheit ist, dann versuche ich das ein oder andere nachzuknipsen.

Tja, jetzt fehlen eigentlich nur noch die Fahrkarten … (*grins* – sorry, das musste jetzt sein.)

# 500

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Ausnahme

OK. A. kommt. Dann gucken wir eben auch. Aber ansonsten geht uns die WM gerade so richtig am Arsch vorbei – eh alles korrupt, eh alles nur Ablenkung (was der Oberschwachmat Seehofer natürlich ausnutzt).

Bloomsday

Aus gegebenen Anlass mal ein paar Zeilen. Und ich werde nicht müde aufzurufen: LEST den ULYSSES! Wer es in diesem Jahr schafft, der / die darf sich auf eine Essenseinladung freuen!

Also wer ist denn bloß dieser lange Lulatsch in dem Macintosh da drüben? Ich gäb was drum, wenn ich nur wüßt. Das heißt, es schert mich imgrunde ja einen Dreck. Immer taucht doch plötzlich jemand auf, an den man nicht im Traum gedacht hätte. Eigentlich könnte man ohne weiteres auch sein ganzes Leben alleine leben. Jawohl, könnte man durchaus. Müßte dann bloß jemand auftreiben, der einen unter den Rasen bringt, wenn man gestorben ist, obwohl man sich natürlich auch vorher ein eigenes Grab buddeln könnte. Tun wir sowieso alle. Bloß der Mensch begräbt. Nee, Ameisen ebenfalls. Das erste, was jedem einfällt. Die Toten begraben. Robinson Crusoe etwa, gilt doch als lebensechte Figur. Tja, und dann hat ihn ja auch Freitag begraben. Jeder Freitag begräbt einen Donnerstag, wenn mans recht überlegt.

Ach du armer Robinson Crusoe,
Wie kamst du da bloß zu so?

Armer Dignam! Sein letztes Lager auf Erden in einer Kiste. Wenn man denkt, daß das allen so geht, kommts einem doch glatt wie Holzverschwendung vor. Wird ja alles zernagt. Könnten stattdessen ne hübsche Bahre mit gleitendem Boden erfinden, eine Art Falltür mit Rutschbahn, und auf die Art dann einfach durch und runter damit. Jaja, aber dann würde gleich wieder jeder seine eigene Rutsche haben wollen. Da sind sie nun mal pingelig. Laßt mich in Heimaterde ruhn. Ein Kleckschen Lehm aus dem Heiligen Land. Nur Mutter und totgeborenesKind werden zusammen in einem Sarg beerdigt. Seh den Sinn schon ein. Ganz klar. Schutz für den Kleinen so lange wie möglich, selbst in der Erde noch. Des Irländers Haus ist sein Sarg. Einbalsamieren in Katakomben, Mumien, derselbe Gedanke. Mr. Bloom stand weit hinten, den Hut in der Hand, und zählte die baren Häupter. Zwölf. Ich bin die dreizehn. Nein. Der Kerl da im Macintosh ists. Todeszahl. Wo zum Teufel ist der plötzlich hergekommen? In der Kapelle war er noch nicht, das kann ich beschwören. Blödsinniger Aberglaube, das mit der dreizehn.

James Joyce: Ulysses

Strophen

Einsam tret ich auf den Weg, den leeren,
Der durch Nebel leise schimmernd bricht;
Seh die Leere still mit Gott verkehren
Und wie jeder Stern mit Sternen spricht.

Feierliches Wunder: hingeruhte
Erde in der Himmel Herrlichkeit…
Ach, warum ist mir so schwer zumute?
Was erwart ich denn? Was tut mir leid?

Nichts hab ich vom Leben zu verlangen
Und Vergangenes bereu ich nicht:
Freiheit soll und Friede mich umfangen
Im Vergessen, das der Schlaf verspricht.

Aber nicht der kalte Schlaf im Grabe.
Schlafen möcht ich so jahrhundertlang,
Dass ich alle Kräfte in mir habe
Und in ruhiger Brust des Atems Gang.

Dass mir Tag und Nacht die süße, kühne
Stimme sänge, die aus Liebe steigt,
Und ich wüsste, wie die immergrüne
Eiche flüstert, düster hergeneigt.

Michail Lermontow (1814-1841)

Was für ein Wahnsinn!

Ich kann einfach nur kotzen, wenn so ein Superschwachmat wie Markus Söder von „Asyltourismus“ spricht.

Was die CSU da gerade veranstaltet ist ein Spiel mit dem Feuer. Und wenn dieses Feuer ins brennen kommt, dann war es das mit einem aufgeschlossenem, liberalen Europa, dann geht es zurück in die konservative Steinzeit!

Soviel dazu

Vorstandssitzung in Verein 1. Normalerweise dauerte die bisher eineinhalb Stunden. Mit dem neuen Vorsitzenden hat das nie gereicht. Seiner Meinung wegen der vielen Themen auf der Agenda. Wie gesagt: seiner Meinung nach. Aus Nettigkeit haben wir beschlossen, uns auch für zwei Stunden zu treffen. Ist ja nur alle zwei Monate. Hat ihn gefreut. Heute hat er versprochen diese zwei Stunden auf keinen Fall zu brauchen. Es wurden vier.

Fast

Beim Optiker. Der, der immer so viel Werbung im Fernsehn macht. Bei dem die Kunden auf der Straße ihn auch immer nur loben aber nie sagen, dass man immer ewig warten muss. Heute mal nicht. Der linke Brillenbügel fällt dauernd ab. OK, sie bestellen mir einen neuen. Bist der da ist, soll ich die Brille halt nicht aufsetzen. Was? Äh gut, dann bestellen wir halt gleich ein ganz neues Gestell und reparieren mal die Bügel notdürftig bis nächste Woche. Danke!

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