Durch die Zeit

#510

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Ähh – nur damit hier niemand auf einem falschen Gedanken oder Eindruck kommt. M., der unter dem Schlauchstoff sich befand, hatte zum Zeitpunkt der Aufnahme definitiv keine Errektion. OK, er ist an sich gut ausgestattet, aber bei allen anderen Modells, die ich da rein gesteckt habe, kam der Schwanz immer extrem gut. Ich vermute, dass hat etwas mit der Flächigkeit zu tun und dem ‚Verwischen‘ der Proportionen. Besser kann ich es nicht erklären.

Nicht nur nicht Hefe

So ein kleinwenig geht mir der Zustand jetzt dann doch auf den Wecker. Heute auf der – vergeblichen – Suche nach Hefe in der Stadt, hatte ich irgendwie Lust auf einen Döner oder Hamburger oder sowas in der Art. Irgendwas schnell auf die Hand und gut ist. War natürlich nix. Klar, ich kann auch ohne leben und wenn wir keine Hefe  mehr bekommen, müssen wir halt das Brot kaufen – es gibt definitv schlimmeres – aber es sind ja immer die Kleinigkeiten, die einen dann auf die Dauer gewaltig nerven. Dazu kommt jetzt noch der inhaltliche Shutdown in der Arbeit – zwei Mails heute, dass ist nicht einmal abend füllend. Aus lauter ‚Verzweiflung‘ habe ich mir auf dem neuem Tablet schon ein Zugsimulator runtergeladen. (Wenn jemand einen guten kennt …)

Vielmehr #

Ich glaub, ich poste in nächster Zeit überwiegend Fotos. Zu erzählen gibt es ja gerade arg, arg wenig.

# 509

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WMDEDGT 4/20

7:15 klingelt der Wecker – 7:50 in Ermangelung eines Autos doch notmäßig im Bus – 8:10 nachdem ich mir einen Kaffee gemacht habe, höre ich zu bis 12:00 – heimwärts zu Fuß durch die Sonne – 12:45 mein Mann ist so nett und macht uns ein paar Spaghetti mit Öl und Käse – 13:30 liege ich wieder im Bett und nacke im Glück – 14:45 doch wieder auf, ich okkupiere den Sonnenplatz an der eine Balkontür und entblättere mich Stück für Sück – 15:45 – werfe ich einen Blick in die spiegelnde Tür, vollkommen klar, warum C. mich zur ‚älteren Generation‘ zählt und ich dachte, ich würde eine Altersschönheit werden – 16:00 kurz in die Küche, abends soll es Rouladen geben – 16:30 hinter dem Rechner, dies und das und 1,5 Folgen „Elite“ – 18:00 wieder Küche, als J. klingelt habe ich immerhin schon mal ein T-Shirt an – 18:40 Rouladen mit Soße mit Kohlröschen mit Kartoffel-Sellerie-Stampf, danach ist ein Grappa notwendig – bis 20:00 lebhafte Gespräche, dann Nachrichten und die Ernüchterung, dass so schlimm es in Deutschland es auch immer sein mag, wir keine Ahnung haben, was Großbritannien, den USA oder Spanien abgeht – 20:15 ruft überraschend P. an obwohl er weiß, dass … doch er weiß es, ich verpasse nur die Titelmeldoie

eins – zwei – drei

  • Als der Wecker um 7:15 klingelt ist mein erster Gedanke: „Selber daran Schuld, wenn Du Deinen Wecker am Sonntag nicht abstellen kannst!“
  • Als der Wecker um 7:15 klingelt ist mein zweiter Gedanke: „Scheiße, Du musst aufstehen, Du hast gleich Dienst!“
  • Am Nachmittag, ich sitze nackt in der Balkontür in der Sonne, ruft C. an. Er wolle nur wissen, wie es uns geht, ob wir  noch gesund seien, ob wir etwas bräuchten. Einerseits freue ich ich über seinen Anruf, andererseits verrät er, dass ich zumindest für ihn zur ‚älteren Generation‘ gehöre. Ist ja auch nicht ganz von der Hand zu weisen, aber wer mag es gerne realisieren?

Es lässt sich aushalten gerade

  • So lässt es sich auch mit Corona leben: Spargel, Kartoffeln, zwei Sorten Schinken und die weltbeste Sauce Hollandaise meines Mannes.
  • Davor mit A. ein Distanzspaziergang durch die Sonne. Ihre Krankheit ist präsent aber (noch) nicht bestimmend. Ärgere mich, dass ich nicht schon früher auf die Idee gekommen bin, mit ihr ein paar Kilometer zu gehen.
  • A. will jetzt „Drück-Dich“- und „Kuss“-Gutscheine machen, damit sie die Anzahl nicht vergisst. Aber die Knutschorgie ist eh irgendwie geplant, da brauch es das nicht.
  • Und die Aussicht auf Sonne morgen und übermorgen, wo ich Home Office habe.
  • Und E. bringt mir noch ein 12-bändiges Lexikon von 1870 vorbei – der absolute Klassiker, auf den Arno Schmidt nichts hat kommen lassen.
  • Die Online-Bibliothek beschränkt massiv Vormerkungen und Ausleihdauer – scheinbar werden sie gerade vor Anfragen nur so überrollt. Schön das.

# 508

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Inflationär

Über ein paar Umwege wurde mir heute mitgeteilt, dass ich mich, im Namen unseres Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier, „Held“ nennen dürfe, weil ich, wie die gut 7.000 anderen meiner ehrenamtlichen KollegInnen „zum Erhalt der Solidarität in der Gesellschaft einen wichtigen Beitrag leisten“ würde.

Ich nannte das früher (!) „christliche Nächstenliebe“, vielen nennen es „soziales Engagement“, manche nutzen noch den Begriff „Ehrenamt“.

Heute gestehe ich mir zu, dass mich Neugierde treibt, dass es mich interessiert, was tief in anderen Seelen vorgeht und dass ich die Erfahrung gemacht habe, das zuhören hilft.

Helden sind andere!

 

Diotima

Ich kann das Wort, Z u f a l l welches ich geschrieben nicht wieder aus den Kopf bringen, es gefällt mir nicht, klingt so klein, und kalt und doch finde ich kein anderes. Könnte man nicht auch sagen, die geheime verkettung der Dinge bilden für uns etwas daß wir Z u f a l l nennen, was doch aber n o t h w e n d i g ist.

Susette Gontard (=Diotima) an Friedrich Hölderlin, 12. März 1799

Anton Weyrother

weyrother.net

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AISTHESIS

Texte zur Ästhetik, Philosophie und Kunstkritik sowie vermischte Bemerkungen

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