Durch die Zeit

23.7.21

  • Minuntenlang meine Lesebrille gesucht – dabei hatte ich sie schon längst auf.
  • Irgendwann kaufe ich mir einen Revolver oder Pistole und schieße auf die hirnverbrannten Dummdoofautofahrer:innen, die meinen, Radfahrer:innen unbedingt die Vorfahrt nehmen zu müssen.
  • Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie laut ich brüllen kann und welche dreckigen Schimpfworte mir für diese Dummbratzen einfallen.
  • Spontan Einladung zum Liebelingsitaliener erhalten. Da wurde weder lange gefackelt noch lange überlegt.

22.7.21 – Der Mühe Lohn

  • Unerwartet und daher überraschend heute einen kleinen Dank für meine letzt- und diesjährige öffentliche Proust-Lektüre bekommen.

„!:/:“! = 21.7.21

  • Nerviger Tag.
  • Die Computer wollen nicht so, wie ich.
  • Die Tastatur erst recht nicht!
  • Statt Grillen nur ein Spaziergang mit C I und C II.
  • Langes Telefonat mit P. – er ist einer der Nutznießer meiner Ausbildungen.

20.7.21

  • Die vierte Staffel von Elite.
  • Bin mir noch unsicher, was das wohl werden wird.
  • Zur Auswahl steht Teeny-Drama oder Softporno.
  • Auf alle Fälle: Es leben die Sterotypen dreimal „Hoch!“

19.7.21

  • Dieser eine Prüfling kam zwei Stunden zu spät – und war die Ruhe selbst.
  • Dieser eine Prüfling war echt ein hübsches Menschenkind.
  • Dieser eine Prüfling warf dann schon die Frage auf, wie sexuelle Leidenschaft bei ihm denn wohl aussehen würde – wenn er überhaupt so weit je kommt, bei dieser Ruhe.

18.7.21

  • Grillabend 1: Phantastische Grillkohle – miese Würstchen
  • Grillabend 2: Miese Grillkohle – phantastische Würstchen
  • Heute einfach mal ausgeschlafen – aber so richtig, ohne schlechtes Gewissen und dann noch einen 90-minütigen Mittagsschlaf nachgeschoben.
  • Als Ausgleich zwei Maschinen gewaschen und einen Stapel von mindestens drei Metern Wäsche zusammengelegt.
  • Ich übe fleißig für den Urlaub.
  • Bloß: Was werde ich zum Lesen mitnehmen???

16.7.21

  • Der Tag fing schon nicht richtig gut an.
  • Mich dazwischen dann mal frei gekämpft.
  • Aber als ich gerade den Kurve hätte bekommen könnte …
  • … kam der nächste Mist dazwischen.
  • Aber jetzt bin ich zu Hause, gönnen mir einen Wein und kann, da ich alleine bin, das Fernsehprogramm ohne Diskussion bestimmen.

15.7.21

  • Das Gute an Corona ist die Oper! So viel Platz, so wenig Gedränge, so eine gute Sicht. Meinetwegen kann das so bleiben.
  • Vor zehn Jahren hätte niemand geglaubt, dass das Theater hier Barock kann. Aber es kann es in der Zwischenzeit.
  • Und wenn sie jetzt die Counter-Rollen noch mit Countern besetzten und nicht mit Sopranistinnen …

14.7.21

  • Wie die Jungfrau zum KInd. Nächster Mediationsauftrag. Einer der besonderen Art. Ich wäre jedenfalls damit zur Polizei gegangen.
  • Morgen wieder dieses Nasen-Test-Gepoppele – aber ich will nach fast wohl Jahren (also zwei) mal wieder in die Oper.
  • Warum knalle ich mir so oft die Abende voll? Nächster echter freier Abend scheint der Sonntag zu sein, wenn da nicht die „Mädels“ kommen.

13.7.21

  • Meine Prüfungszeit ist nun Arbeitszeit. Soll mir recht sein. Mir sind im Augenblick Überstunden wichtiger als ein mieser Stundenlohn.
  • In Afrika läuft ein aus Amerika gesteuerte Kampagne, die zum Ziel hat Männer, Jungs und Babys massenhaft zu beschneiden. Angeblich soll das AIDS eindämmen. Zu hören unter dem Titel: Kampf um die Vorhaut.
  • Ich finde, Tomaten-Mozarella-Basilikum ist kein ausreichendes Abendessen.

Nachtrag zum 10.7.2

Lieber Marcel,

ich knutsch Dich jetzt einfach mal, auch wenn ich wohl (nicht mehr) Dein Typ bin und ich auch vermuten muss, dass Du jetzt auch nicht gerade der gewesen wärst, mit dem ich gern Körpersäfte getauscht hätte. Aber man kann ja auch jemanden knutschen, weil man ihn einfach mag, auch wenn der anderen ne Menge Marotten hat und im Umgang sicher nicht immer einfach war.

Aber ich glaube, ich war nach „Lange Zeit Zeit bin ich früh schlafen gegangen“ rettungslos in Dich verliebt, auch wenn ich nie „früh schlafen gegangen bin“. Es war dieser einfache, lakonische Ton, der mich an diesem Satz faszinierte, ähnlich wie „Ich bin nicht Stiller“ von Max Frisch in dessen Roman „Stiller“. Und nach diesem einfachen Satz, der eher belangloser Natur ist, drehst du dann auf, wie – zumindest in dieser Art – kein Autor jemals (und woh auch nie mehr wieder).

Du lebtest in einer echt anderen Welt zu einer anderen Zeit unter anderen Bedingungen – aber Deine Seelenergründung wird, solange es die Menschheit gibt, gültig bleiben.

Wie auch immer – ich knutsch Dich!

11.7.21

  • Ich stamme schon aus einer sehr, sehr, sehr komischen Familie.
  • Aber so, wie ich das an diesem WE gemacht habe, war es – zumindest für mich – richtig.
  • T. hat sich um lila Unterwäsche für mich bemüht – formschön ist wohl was anderes, aber die Farbe steht mir definitiv.
  • Knapp vier Stunden im vollbesetzten (!) Zug. In Zeiten von Corona irgendwie trotz niedriger Inzidenz komisch.

8.7.21

  • Nach acht Stunden Job – nix los – noch eine vier-Stunden-Schicht im Verein. Jetzt weiß ich, was ich heute getan habe.
  • Es scheint Familientradition zu sein, dass ohne Vorwürfe – direkt oder indirekt – kein Telefongespräch funktioniert.
  • Meine Lust am WE da hinzufahren gerade so kurz vor 0.
  • Ouzo?
  • Ouzo!

6.7.21

  • Hochzeitsessen in einem Nicht-Sterne-Lokal, was aber seinen Stern, unserer Meinung nach, zurückbekommen sollte.
Gruss aus der Küche 1
Gruss aus der Küche 1 – darunter Erdbeere! Gruss aus der Küche 3 vergessen zu fotografieren. Davor Brote und Pilzbutter.
Apero: Hamachi, Dashi, Limette
Spargel, Tempura Ponzu – der absolute Knaller!
Hummer mit Puffreis, Estragon (grün), Karotte (gelb) – gerade die Karotte in ihrer Schärfe echt der Hit!
Granité: Aloevera und Kohlrabi (!!!) – ich bin fast vom Glauben abgefallen, wie geil das denn!
Salzwiesenlamm, Five Spice, Artischocke – gut, aber im Vergleich der schwächste Gang, obwohl die Artischocke …
Rhabarber, weise Schokolade, Rosmarin – Rhabarber geht gar nicht, aber so echt nicht, oder doch?

5.7.21

  • Heute vor vier Jahren haben sich mein Mann und ich verpartnert.
  • Heute vor drei Jahren haben wir den Verpatnerungstag einfach vergessen.
  • Heute vor zwei Jahren waren wir immerhin essen.
  • Heute vor einem Jahr haben wir uns, als es uns eingefallen ist, geküsst.
  • Heute sind wir wieder auf dem Standesamt und upgraden.
  • Heute in einem Jahr dann also: 5. Verpartnerungstag und 1. Hochzeitstag.

4.7.21

  • Steuer gemacht.
  • Mit den Nerven runter.

3.7.21

Was ich hätte eigentlich werden sollen:

  • Croupier
  • Barkeeper (bzw. Servicekraft gehobene (!) Küche
  • Jurist (wohl Strafrecht)

30.6.21

  • Bin schon etwas erstaunt, wie klar Thomas Mann sich seine „Introvertiertheit“ eingestanden hat.
  • Bin schon erstaunt, dass Thomas Mann sich in den Tagebücher keine Mühe macht, wenigsten den Anschein zu erwecken, dass er alle seine Kinder mag (von lieben mal völlig abgesehen).
  • Bin schon erstaunt, wie sehr Thomas Mann sich in den Mittelpunkt gestellt hat und dann halt mal in Urlaub fährt. Ohne seine Frau, die sei eben „nicht abkömmlich“, obwohl ihr es auch gut getan hätte.
  • Bin schon etwas erstaunt, mit welcher Selbstherrlichkeit Thomas Mann seinen Hausartz aufsucht, damit dieser etwas gegen eine mögliche Schwangerschaft von Manns Frau unternimmt und sich dann erbost gibt, dass der Arzt mit den Schultern zuckt und zum Abwarten rät.

29.6.21

  • Gestern mich mal vom Schreibtisch losgeeist, weil es mir vor dem Computer einfach zu viel geworden ist (erst „Arbeit“, dann Supervision). Stilecht ein Eis auf der Straße gegessen.
  • Wenn das Wetter mitspielt, nacke ich morgen mal wieder an der Schweinebucht. Wir haben nur vier Prüflinge und die Co-Prüferin enormen Zeitdruck.
  • Wir boykottieren ja die EM – aber ich gebe zu, ich hänge mit einem Ohr auf dem Balkon, um mitzubekommen, ob ein Tor fällt. Bisher anscheinend nicht.
  • Die etwas wenigere Termine tun mir sichtlich gut.

Siebenschläfer

  • Gestern auf einer Gartengrillparty von der Mediationsausbildungsgruppe. Komisch soviele Leute mit so wenig Abstand.
  • Den 13-jährige Sohn der Gastgeberin, ähnlich schlank und weich wie ich damals, lange beobachtet und mich immer und immer wieder gefragt, ob man in dem Alter wirklich Lust auf sexuelle Fesselspiele hat. Vorallem aber, wie jemand auf die Idee kommt, einem Kinde sowas einzureden.
  • Die Varnhagen gibt es nach dem Kroan, den Mann habe ich gleich angefangen. Symhatisch ist er mir wirklich nicht – dennoch interessant.

25.6.21

  • Wir
  • waren
  • endlich (!)
  • mal
  • wieder
  • essen!

24.6.21

  • Gestern mal wieder mit Rolli-A. zusammen. Diesemal aber in ihrer (!) neuen Bude mit neuem (!) Freund. Manchen hat die Pandemie echt gut getan.
  • Meine Ameisen haben zum ersten Mal Blattläuse bekommen. Mir will es so scheinen, sie habe noch (?) nicht so die richtige Ahnung, was sie mit ihnen anstellen sollen.
  • Nach dem Koran jetzt lieber Rahel Varnhagen, Manns Tagebücher (also erster Band und als Taschenbuch) oder doch die gesammelten Dramen und Komödien von Shakespeare? (Bitte abstimmen.)

22.6.21

  • Der Neue im Literaturkreis hat von der Seite aus gesehen verblüffende Ähnlichkeiten mit dem amtierenden amerikanischen Präsidenten.
  • Angebot meines besten Freundes, doch mal eine Woche in einer abgeschiedenen Gegend nur nackt zu sein. So schön die Vorstellung auch ist – zur Realisierung wird das nie kommen.
  • Je mehr ich mache, desto weniger komme ich mit anderne in Kontakt.
  • Morgen nehme ich mir wohl einfach mal ein paar überstundenfrei.

Tag des Schlafes

  • Ich hatte ja geahnt, dass meine Ameisen etwas vorhaben: Sie sind – wohl heute Nacht oder heute morgen ganz, ganz früh – aus ihrem Röhrchen ausgezogen und haben sich jetzt im eigentlichen Nestbereich ihre Bleibe gesucht.
  • Weil die Sonne schien, bin ich in kurzen Hosen zu einem Date in Verein 1, pandemiebedingt im Freien. Heute ziehe ich mir definitv nichts mehr aus.
  • Nachher gibt es noch große weißse Bohnen in Tomantensoße – von diesem elendigen Salat wird man ja echt nicht satt.

20.6.21

  • Normalität 1: Gestern bei Bekannten zum Abendessen auf der Terasse eingeladen worden. Nur die Begrüßung war etwas verhalten.
  • Normalität 2: Vorgestern das jährliche Ausbildungsgruppentreffen im Garten. Mit Umarmung. Mit Einstiegsrunde (zwei Stunden).
  • Normalität 3. Es ist Sommer, es ist warm, und ich brauche nur dann Klamotten tragen, wenn Gäste da sind.

17.6.21

  • War das heute nicht mal ein Feiertag?
  • Gibt es eigentlich schon den Trend des „nude-cookings“? (Wenn nein, dann bin ICH der Begründer. (Ergebnis siehe unten.))
  • Sind Mauersegler wirklich die schnellsten Vögel in Deutschland?
  • Muss ich mich wirklich noch rasieren?

Bloomsday

  • Mein Mann gibt einen „Writer’s Tears“ aus Irland aus.
  • In Verein 1 müssen die Hospitant:innen ran. Immer wieder finde ich es spannend, wie Menschen der selben Ausbildungsgruppe fast komplett unterschiedlich sich der Aufgabe widmen.
  • Mein Mann gibt einen „Writer’s Tears“ aus Irland aus.
  • In Verein 1 müssen die Hospitant:innen ran. Es tut gut zu sehen, was ich mir in den vergangenen zehn Jahren an Erfahrung angeignet habe.
  • Mein Mann gibt einen „Writer’s Tears“ aus Irland aus.

15.6.21

  • Im Job mache ich auch Flyer und Faltblätter und so für die einzelnen Abteilungen, Gruppen, etc. Ist schon spannend zu sehen, mit welcher Akribie dann die Korrekturen ablaufen. Langsam meine ich ableiten zu können: Die, die nicht unter zehn Korrekturen daherkommen, sind die, die eh nix machen. Je mehr Korrekturen, desto mehr Schall und Rauch.
  • Da es zum Urlaub noch so lange dauert (sechs Wochen), erste zarthafte Überlegungen, vielleicht einen klitzekleinen Kurzurlaub davor zu schalten?
  • Eine Welt mit rosa Unterhosen wäre eine bessere!

Tag des Gartens

  • Nochmals eine etwas längere Wanderung. ‚Nur‘ 18 km, aber dafür mit Berg.
  • Sogar zwei Unterbrechnungen gemacht, die man als „Pause“ bezeichnen könnte.
  • Für E. die mir unbekannte, aber von ihm schon lang gesuchte „Plaue Plume“ gefunden.

10.6.21

  • Ein Haarschnitt dauert bei mir im schnellsten Fall sieben Minuten.
  • Der Haarschnitt heute schlug mit über 35 Minuten zu Buche. Aber dafür hat der junge Mann auch jedes Haar einzeln begrüßt, einzeln vermessen, danach einzel geschnitten bevor es sich einzeln verabschiedet hat.
  • Gut Ding will Weile haben.

Töchter der Zeit

Literatur von Frauen 1770–1930

Tale Lady's Kitchen

und Ibrahim wusste auch nicht was Mangold ist

KuBra Consult

Acta, non verba

Randen und Marillen

Glücksgefühle am Küchentisch

FEL!X KITCHEN

Asiatische Zutaten und europäische Kochtechnik? Nicht ausschliesslich! Westliche Klassiker neu definiert? Aber klar doch! Kurz: was ich hier in Thailand so für mich und für Gäste koche. Und dazu noch eine ganze Menge Hintergrundinformation.

easy cooking for everyone

Kochen, Präsentieren und Genießen für Jedermann. Einfache Rezepte, bewußte Ernährung und voller Geschmack stehen im Vordergrund. Jeder kann und soll Essen genießen.

Küchenereignisse

Von hart Gesottenem und weich Gekochtem

cahama

BESSER : SELBSTGEMACHT !!

GUT-ESSER

Ehrliches Essen, Kochen, Geniessen

MasslosKochen

Hier finden Genießer alles, was das kulinarische Herz höherschlagen lässt: Rezepte, kulinarische Ausflugsziele und Lokaltipps.

German Abendbrot

Das Leben ist zu kurz für schlechtes Essen

Tutto paletti

Perfekt auf die entspannte Art

What makes me stumble

io scrivo quel che voglio quando voglio

Carax&VanNuys

Wir. Gastronomiegeschichten. Gesellschaftsbeobachtung. Gehirnfasching.

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Leben berührt - Gedichte und Geschichten