Durch die Zeit

Durch die Nacht

Und du wachst, bist einer der Wächter, findest den nächsten durch Schwenken des brennenden Holzes aus dem Reisighaufen neben dir. Warum wachst du? Einer muß wachen, heißt es. Einer muß da sein.

Franz Kafka: Nachts

Maus, Katze, Hund

Irgendwie so jedenfalls. Ich konnte mir das gerade nicht auch noch merken, ich war ausreichend und vollauf damit beschäftigt nicht von der Matte zu kippen, wenn man seine Arsch in den Himmel strecken und dabei aber irgendwie halb stehend noch locker ein- und ausatmen soll. Das soll dann bald (!?!) eine sehr entspannende Übung sein, meinte die Yoga-Lehrerin (eindeutig aus Österreich!). Ich bin so naiv und will es ihr mal glauben.

Ich sehe dem Muskelkater morgen mal gelassen entgegen und bin’s mir zufrieden, dass ich mich doch nicht getäuscht habe und Yoga doch was für mich ist.

Tut mal gut

  • Das erste Lob bekomm ich von meiner neuen Kollegin M. Bei einem Beratungsgespräch hatte ich mich etwas eingemischt, ein Thema aufgegriffen und eine Hilfestellung gegeben. Danach meint sie, sie wäre sehr überrascht gewesen, wie tief ich schon in der Materie sei und wie gut ich das alles eingebracht hätte. Daher würde wir nun noch ein paar wenige Beratungen selber machen – dann könne ich das alleine.
  • Frau M., mit der ich noch nie ein Wort gewechselt habe, von Abteilung weiß-ich-nicht mit der Funktion keine-Ahnung, spricht mich an und will wissen, wir es mir in der neuen Stelle geht. Ich bedanke mich. Sie setzt zu einer längeren Erklärung an mit „Qualität setzt sich eben durch“ und „die Guten müssen oft so lange darben“ und „Sie haben den Hausschnitt ja eh komplett ‚versaut'“.

Ich freue mich, dass ich mich darüber einfach freuen und beides annehmen kann.

GT (7)

Die Einführungsrunde nimmt fast die gesamte Zeit ein. Aber bei vielen ist auch richtig was in Bewegung gekommen. Alleine bei L.! Sie sitzt zum ersten Mal auf einem Stuhl wie alle anderen auch und nicht mit hochgezogenen Beinen auf einem der beiden Sessel. Sie hat normale Kleidung an und nicht nur so Wohlfühlschlappersachen und – Trommelwirbel – sie eröffnet die Runde! Und dass dann nicht in diesem Jammerton sondern mit eine eher festen Stimme und den Wunsch was zu ändern.

Die Aufstellung letzte Woche hat nicht nur bei J. etwas ausgelöst. Als ich ihm meine Rückmeldung gebe, fühlt sich, wie sich später herausstellt, S. stark angegriffen, die meint, J. und A. vor mir schützten zu müssen. S. beteuert, dass ich aber gar nichts gemacht hätte, meine Rückmeldung hätte sie getriggert. In der Schlussrunde will sie noch was von mir wissen – ich bin etwas überrascht, dass mein Beitrag heute so Wellen schlägt – und bin etwas erstaunt, dass einer meiner offenen Punkte anscheinend doch so offen liegt.

Wie und warum und wieso das alles zusammenhängt weiß ich ebensowenig, wie was „das“ mit mir macht. Aber wenn ich die Reaktionen des PsychDocs richtig deute, dann ist er mit der entstandenen Dynamik gerade richtig zufrieden.

Und ja, auch wenn heute nichts ‚bearbeitet‘ wurde – es war ne richtig gute Runde.

45 – Schweigende Begegnung zweier Berggipfel (182-185)

Die Gäste sind weg – Diotima und Arnheim bleiben alleine zurück – sie empfindet die Situation als recht intim – er ist von ihr beeindruckt – über den Begriff und Gebrauch von ‚Seele‘ – weder Diotima noch Arnheim hatten geliebt

Für dieses Etwas muß hier mal wieder einmal das Wort Seele gebraucht werden. (183)

Ein kleiner, feiner Text über das Mysterium des Erkennens zweier Liebender.

Etwas kurz

Den Tag habe ich irgendwie nur halb mitbekommen. Einfach etwas übermüdet. Aber das ist man halt gerne mal, wenn die Nacht um 3:30 Uhr schon ein Ende gefunden hat, wobei man erst um 23:30 ins Bett gekommen ist. Aber die Alpträume haben es gerade echt in sich. Danach bin ich zwar nicht wirklich wach – aber ein erholsamer Schlaf ist definitv was anderes. Ich schiebe das mal auf die Therapie. Da musste ich ja unterschreiben, dass es zu solchen ‚Nebenwirkungen‘ kommen kann. Aber so richtig verstehe ich es dann doch nicht, denn die Themen bisher gingen mir ja nicht wirklich nah. Nun ja …

# 541

sdr

Diener zweier Herren

Nun, das stimmt nicht ganz, die Überschrift. Nur der eine Abteilungsleiter ist ein Herr (AL2), die andere eine Frau (AL3). Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass die Organisation gerade etwas mit meinen zwei Verträgen überfordert ist.

AL3 pocht – mit gutem Recht, die Stelle ist gefördert – auf eine absolut korrekte Zeiterfassung. Aber die Personalabteilung kann mich im Zeiterfassungssystem nicht zwei Mal anlegen. Jetzt die Überlegung, wenigsten einen „Projektstatus“ im System für mich anzulegen. Dass kann aber nur die Herstellerfirma – und die ist telefonisch nicht zu erreichen. Also schreibe ich einen Stundenzettel wie vor 50 Jahren.

Ebenfalls gibt das Sytem es nicht her, dass beide ALs meine Urlaubsanträge abzeichnen. AL3 ist damit einverstanden nur die Dienstreisen zu genehmigen (was auch unter ihr anfallen wird), während AL2 die Urlaube abzeichnet. Der weiß aber nocht nichts von seinem Glück. Wie das mit den Gleittagen dann geregelt wird, ist noch offen.

Richtig spannend wird es aber, wie ich mit meinem Resturlaub und den Überstunden vom letzten Monate verfahren kann. Die will AL3 auf dem Projekt nicht auch nur mit einer einzigen Minute sehen, will mir aber nicht versagen, mal eine Woche in den Urlaub zu fahren. Ich solle dann vor- oder nacharbeiten. Wie das dann sinnvoll zu bewerkstelligen ist …


Alles für die Kunst!

So, jetzt gehen wir mal gucken, wie wir nackt im Theater so wirken.

Unklar

Gestern fühlte ich mich nicht nur krank, sondern war es heute. Und heute weiß ich nicht, wie ich diesen Zustand einordnen soll.

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