Durch die Zeit

11 – Heilige Gespräche. Beginn (746-752)

Unterhalten sich viel über Moral – über Bös- / Gutsein – Agathe möchte wissen, was Ulrich da so liest

Ich bin nicht fromm; ich sehe mir den heiligen Weg mit der Frage an, ob man wohl auch mit einem Kraftwagen auf ihm fahren könnte. (751)

Über die Moral und wie man über die Moral kommt. Frage nach Grenzen der Moral und wie dynamisch Moral ist. Moral als etwas allgemeines oder situatives? Die Geschwister beginnen ich füreinander immer mehr zu interessieren, nehmen Körperkontakt auf.

Schön, dass es Weihnachtsgeld gibt

Nicht so schön, dass die beiden neuen Brillen jetzt echt nicht billig waren. Aber jetzt sehe ich wenigstens wieder richtig und die Hauptbrille verdunkelt sich sogar ‚automatisch‘ je nach Helligkeit. Meine Augen werdens danken.

GT (32)

Die erste Hälfte verbringen wir – mal wieder – mit der Frage, wie wir mehr Wumms reinbekommen. Die verabredete Änderung ist marginal.

Die zweite Hälfte entfaltet mal wieder diese irre Überaschungen, die eine Gruppentherapie, wenn alle arbeiten, bietet. Diesmal ist es C., die die Stunde rockt und sich ganz neu zeigt, während J. sehenden Auges einer Katastrophe zusteuert.

Mir scheint, das heute jeder nicht wenig mitgenommen hat.

Auszeit

Seit letztem Mittwoch ja bis heute krank geschrieben gewesen. Mit zwei Zielen: Einerseits eben dann zu schlafen, wenn ich es kann und andererseits dem Gedankenwust Herr zu werden. Für diese Tage habe ich komplett alle Termine, bis auf zwei, abgesagt, mir klare Ruhezeiten verordnet und vorgenommen, nix zu tun außer sofort aufzuschreiben, wenn mir zum Thema wieder was in den Kopf schießt.

Zwar habe ich nicht den Schlaf bekommen wie erhofft – aber immerhin bin aus dem Defizit draußen und geschrieben habe ich auch so gut wie gar nichts, aber das Gedankenkarussell hat angehalten.

Also: Hat richtig gut getan und ich halte mich weiter unter Beobachtung.

10 – Weiterer Verlauf des Ausflugs auf die Schwedenschanze – Die Moral des nächsten Schrittes (733-745)

Über Verbrecher und ihre Anlagen – Ulrich lag mal mit einer Schussverletzung in einem Spital – „In allem Minus ein Plus“ – über die Notwendigkeit – kehren in ein armes Bauernhaus ein, um sich zu wärmen – Agathe macht Ulrich Vorwürfe, sie nicht ausreichend zu beachten – über die Moral der Zeit – Agathe äußert den Wunsch, ihren Mann umzubringen

Nur ein Geisteskranker könnte es ich einbilden. Oder ein achtzehnjähriger Ästhet. 735

Andere Autoren hätten aus diesem Kapitel zwei, drei Romane gemacht. Und das wird langsam für Musil zum Problem, denn er hat so viele Gedankenstränge aufgemacht und spielt sich variationsreich immer wieder durch, so dass er langsam scheinbar den Überblick verliert und dann versucht, in einem Kapitel alles mal wieder auf einen Stand zu bringen. Moderne Lektoren hätten mehrfach „Motivation?“ an den Rand geschrieben, denn hier wird von einem Thema zum nächsten gesprungen. So langsam fühlt es sich immer mehr als ein Bergewerk an, aus dem man immer mal wieder einen Diamanten birgt, aber eben auch vieles, was gerade nicht gebraucht wird.

9 – Agathe, wenn sie nicht mit Ulrich sprechen kann (725-732)

Agathe fasste auf dem Bahnhof dem Beschluss, nicht mehr zu ihrem Mann zurück zu kehren – war in der Kindheit lange krank gewesen – angeblich verhext von einer Bettlerin – war ein folgsames Kind – glaubte aber nicht an da, was man ihr sagte – hat nichts für die Emanzipation übrig – macht mit Ulrich einen Ausflug – lässt sich nichts vormachen – ist belesen, aber Theorien abgeneigt – Erinnerung, wie ihr Mann Hagauer bei der Beerdigung war und wie sie ihn schnell wieder losbekommen hat

Ein Bach, der Fabriken treibt, verliert sein Gefälle. (729)

Eine etwas ausführlicherer Vorstellung Agathens. Eine selbstbewusste, selbstdenkende Frau mit eigenem Verstand (um nicht Dickkopf zu sagen), die sich nicht gerne unterordnen lässt, es aber als ihre Rolle ansieht. Dürfte für die ein oder andere Überraschung gut sein.

GT (30)

(Therapeutische) Prozesse sind echt spannend – wenn man eine Ahnung hat, warum oder weswegen oder wofür sie stattfinden.

Am Ende der Einstiegsrunde (das der Beginn der Schlussrunde war) erzählte C II von sich – was mit mir und meinen Themen so gar nix zu tun hat. Meine Reaktion: Ich wurde einfach nur tief traurig und hätte heulen können.

Meine Aufgabe also rauszubekommen, was der Tricker war. Zeit habe ich ja – hab‘ mich für ne Woche krank schreiben lassen, um a) dann schlafen zu können, wenn ich schlafen kann und b) einfach mal alles aufzuschreiben, was seit Wochen im Kopf tobt.

Echte Krise gerade. Aber wenn man den Ursprung des Wortes kennt, dann heißt es ja „Krisis“ – und das beschreibt den „Wendepunkt“ bei einem Verlauf der Krankheit. Daher: Ich nehme mir gerade notwendige Zeit.

Ganz schön verpeilt

Heute morgen Tee gekocht, aber kein Tee reingemacht.

Später Kaffee gekocht aber nicht mehr gewußt, ob ich genug Löffel Kaffeemehl reingemacht habe. War aber auch egal, denn dann einfach vergessen, den Kaffee auch zu trinken.

Aber solange ich noch mein Bett finde … alles gut.

8 – Familie zu zweien (715-725)

Ulrich sinniert über Nähe zweier Menschen – Ulrich und Agathe treffen sich im Salon – Beschreibung Salon – beide kennen niemanden in der Stadt – Ulrich arbeitet wieder etwas an der Mathematik – Agathe ist übrigens 27 – über Schicksal – Schicksal uns Statistik – Agathe will leben

In späteren, besser unterrichteten Zeiten wird das Wort Schicksal wahrscheinlich einen statistischen Inhalt gewinnen. (720)

Mal wieder so ein schwierige Kapitel, im dem Ulrich und Agathe ihren Gedanken nachhängen und so durch die Gegend irrlichtern. Beide sind auf sich bezogen, weil sie niemanden kennen. Sie fühlen sich zwar nahe, gehen sich aber aus Respekt aus dem Weg.

Früher war der 11.11. bei mir auch anders

So’n Tag halt. Nach kurzer Nacht mit nem Horrortraum plätscherte der Tag so an mir vorbei. Abends dann halbkurz mit E. gechattet, der mich aus der Lethargie etwas rausbekommen hat. Spätestens mit seiner schönen Geschichte. Wenn er sie nicht innerhalb der nächsten drei Monate bloggt, mach‘ ich’s.

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