Durch die Zeit

Monat: Februar, 2014

Händel, die zweite

Am Montag Franco Fagioli in der Titelrolle von Ricardo Primo, heute Yuriy Mynenko als Jonathan in Saul. Ich will ihm wirklich nicht zu nahe treten, aber die Klasse von Fagioli hat er noch (!) nicht. Dennoch ohne jede Frage ein schöner Abend mit starken Frauenstimmen. Auch hier hat der liebe Händel durch seinen Liberitisten zu einem Stoff gegriffen, der am Ende natürlich gut ausgehen muss. Aber ich kann es echt nicht leugnen, stellenweise war es wirklich emotional beeindruckend. Jetzt wird es wohl dauern, bis ich mal wieder einen guten Händel zu Gehör bekomme.

2014-01-31 18.21.03

Keine Tassen mehr

Die haben doch den vollen Schuss, die Amerikaner! Es gibt wohl kaum ein zweites so komplett verblödetes Volk wie die Amerikaner! In Arizona, so stand es heute in der SZ, ist nur knapp ein Gesetz gescheitert, was Verkäufer berechtigt hätte aus Glaubens- und Gewissensgründen Schwulen und Lesben ihre Waren nicht (!) zu verkaufen. Folgt als nächstes der Gauweiler’sche Vorschlag, alle Schwule und Lesben zu internieren? Was für eine ‚aufgeklärte‘ Nation ist  das denn? Noch ein Grund, Amerika nie zu bereisen und weiterhin ihre Idotie bekannt zu machen.

Dennoch

D. machte mich gestern darauf aufmerksam, dass mit meiner Berechnung einfach etwas nicht stimmen kann. 80 Zigaretten aus einem Päckchen Tabak das ginge eigentlich nicht. Hat er eigentlich recht. So um die 50 kann man daraus basteln. Jetzt stimmen auch die anderen Berechnungen wieder und ein leises aufatmen, dass es doch etwas länger dauert, 1.000 Zigaretten nicht geraucht zu haben. Dennoch: viel bleibt viel.

Lieber M.

M. hat heute Geburtstag. Gute zehn Jahre habe ich ihn nicht mehr gesehen. Ich gehe auch davon aus, dass er gar nicht mehr lebt. Vor ein paar Wochen im Internet recherchiert, schätzungsweise habe ich die Telefonnummer seiner Eltern oder Geschwister, zumindest von Verwandten von ihm. Aber ich traue mich nach wie vor nicht mal anzurufen und nachzufragen. Denn wenn ich höre würde, er wäre tot, dann würde etwas in mir zusammenbrechen. Würde ich hören, dass er irgendwo noch lebt, dann hätte ich doch nicht die Traute ihn anzuschreiben oder anzusprechen, einfach deswegen, weil die Gefahr zu groß ist, dass das, was war, nicht mehr auch nur in geringen Ansätzen da ist. Ist eh so, dass er für mich mehr Bedeutung hat, als ich schätzungsweise für ihn. Immerhin war er mein erster, während ich einer unter vielen war. OK, damals hat er sich so was von Mühe gemacht und war auch richtig verliebt … aber das hat sich dann doch gegeben.

Es ist müßig darüber zu spekulieren, was gewesen wäre, wäre ich damals in der Lage gewesen mich auf ihn einzulassen. Wir wären auf alle Fälle ein Paar geworden, ohne jede Frage und wir hätten auch ein paar heiße (und geile!) Jahre gehabt. Aber wir hätten uns wohl unter den dramatischsten Umständen mit den größtmöglichsten Verletzungen getrennt, da bin ich mir sicher.

Tja lieber M., wie kann ich Dir mal sagen, dass Du zu meinen wenigen Lebensmenschen gehörst?

Wohl statt TGB

Letztes Jahr habe ich ja relativ viel Tagebuch (TGB) geschrieben, nahezu klassisch, wenn auch halt am Computer. Aber schickes Dokument mit Verschlagwortung und so. Seit bald einem halben Jahr es wieder sein lassen, denn a) es passiert ja so gut wie nix und b) bringt es nicht gerade so wahnsinnig viel dauernd zu schreiben, dass man keinen Plan hat und c) einfach noch so ne Runde jammert.

Da die „Einladungsliste“ hier extrem klein werden wird – derzeit sind es gerade drei Namen, die ich dafür im Kopf habe – könnte, wenn ich es durchhalte, geizig mit der Adresse zu sein, das hier was Ähnliches werden. Sicher kein TGB im klassischen Sinn – aber auch nicht eine wie auch immer geartete „Leserunterhaltung“. Dachte gerade an das Blog von Wolfgang Herrndorf, aber das wäre ja sowas von vermessen, dem nacheifern zu wollen. Aber das als leuchtenden, unerreichbaren Stern mal leuchten lassen ist sicher kein Fehler.

Meinen altes Blog lasse ich jetzt einfach mal ruhen, mal sehen, ob und wann es wem auffällt. Und es wird eine ehrliche Antwort geben: Die neue Blog-Adresse bekommen nur die, die selber einen Blog haben oder aktiv kommentiert haben (geschickt *lach* – denn in den 14 Monaten gab es geschätzt fünf Kommentare, OK, vielleicht waren es auch zehn – bei 690 Beiträgen!)

Löwenherz

Nein, eine Hammerarie war nicht dabei – aber das wäre auch zuviel des Guten gewesen. Aber alleine schon Franco Fagioli live zu hören reichte vollkommen. Wie der durch die Oktaven jagen kann wenn er will – beeindruckend. Und  Spaß hatte er bei „Riccardo Primo“ sichtlich auch. Und so jemand wie Emily Hindrichs würde dem hiesigen Theater auch ganz gut tun, aber nun ja. War jedenfalls ein klasse Abend, der wirklich schwer zu beschreiben ist. OK, das Libretto ist eher schwach, aber das kennt man ja von den Barockopern zu genüge, die Bühne im Grunde recht einfach, doch die beweglichen Mauer bilden in fast jeder Szene ein neues Ensemble, sau geschickt gemacht. Dazu unzählige Kerzen (die aber soo gar nicht ins Gewicht fallen, wie die anderen behaupten) und in erster Linie die Regie von Benjamin Lazar. Das war schon teilweise recht eigenartig die Leute bewegten sich auf der Bühne sehr, sehr manieriert mit Handgesten, die an die chinesische Oper erinnern lassen, aber so der Fachmann Lazar, früher zur Barockoper dazugehörte. Manchmal erinnert das etwas an Monty Python – aber es passte. Tja und dann immer mal wieder dazwischen Fagioli – geil, geil, geil!

Ich packe meinen Koffer

Eine Unterhose, ein T-Shirt, ein Buch, eine Brille, eine Zahnbürste, ein Paar Strümpfe, ein Ipod, ein Cockring, zwei Konzertkarten, zwei Kondome.

Nur mal so zum Ausprobieren

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Das dritte Mal

Tja, bisher habe ich dann immer den Fehler gemacht und Leute zum Blog eingeladen, die ich besser dann doch nicht eingeladen hätte. Das wurde gerade jetzt arg unschön, so dass ich in einer Art Nacht und Nebel Aktion mein Blog zum dritten Mal wechsle. Aber das ist der letzte. Wenn ich den nicht ’sauber‘ halte, dann gibt’s halt keinen mehr.

‚Natürlich‘ wird es auch eine Einladungsliste geben, aber nur ein äußerst kleine diesmal.

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