Die Maßnahme (28)

von Bert

Wecker morgen umstellen. Aus nicht bekannten Gründen wird in dieser Einheit immer 10 nach 8 begonnen.

Mittwochs läuft der Virenscan, d.h. die erste Stunde ist surfen nicht möglich, Lernplattform funktioniert auch nicht, daher keine Mails mit N. – und der Hr. Lehrer wiederholt und wiederholt und wiederholt … Es ist schon erstaunlich, mit wie vielen Worten man so wenig sagen kann.

Eine Mail kann eine Signatur enthalten – was gestern einigermaßen hoffnungsvoll begann, stürzt gerade ins Bodenlose. Ich empfinde das wirklich als eine Beleidigung.

In der sonnigen Mittagspause überraschend viele mit Bier in der Hand gesehen. Alkohol als Lösung? Mit ein paar Bier würde das den Spaßfaktor etwas erhöhen, aber es müsste dann doch wiederum so viel sein, dass ich dann Sorge haben muss, wie ich nach Hause komme. Ist also auch keine Lösung.

Unfair ist das schon. Während die rechts und links von mir, die vor und hinter mir echt malochen müssen, sitze ich wie die Spinne in der Mitte und langweile mich über Pseudoinhalte von erschreckender Belanglosigkeit. Und immer mehr stellt sich heraus, dass ich an zwei zukünftige Blöcke á zehn Tage auch keine große Erwartungen stellen darf. Zeitgleich mit N. frage ich mich (mal wieder), warum ich hier die Zeit absitze. Es ist halt das Stück Papier am Ende, was zählt. Jetzt würde mir kein Arbeitgeber glauben, dass ich das alles kann, habe ich doch nirgends ein Zertifikat vorzuweisen und es zählt ja nur das Papier. Vielleicht sollte ich mich hier einfach als Trainer bewerben? Aber dafür hab‘ ich auch (noch kein) Zertifikat – was für ein Teufelskreis!