Die Maßnahme (81) – und Schluss!

von Bert

Die Verkäuferin beim Bäcker greift nach dem freundlichen „Guten Morgen“ gleich in die Auslage und fragt erst gar nicht, was ich will, sie hat es sich gemerkt – italian style in Deutschland, sehr schön!

Bevor ich die freitägliche Pizza mit einem Glas Weißwein bestellen kann, nickt der Inder mir nur zu und bereitet das Übliche zu. Das halbe Glas Weißwein, was ich mir zu meiner Befreiung zusätzlich gönne, geht dann noch aufs Haus. Italian style in Deutschland, sehr schön!

Und nun das Fazit – und um hier nicht Seite um Seite zu schreiben – nach dem Motto: Was war das Gute am Schlechten?

Ich weiß und kann mehr, als ich mir vor dieser Zeitvernichtungsmaßnahme zugestanden hätte. Ich bin weit besser in vielen Dingen aufgestellt, als ich dachte. Ein kleinwenig habe ich auch gelernt, wenn auch eher Nebensächlichkeiten (und das steht in keinem Verhältnis zu 81 minus vier Tage „Krankheit“). Ein wenig habe ich an Menschenkenntnis gewonnen und zu gleichen Teilen an einer Art Urvertrauen in den Menschen verloren.

N. tat gut. Und A.! Keine Ahnung, was ich ohne den gemacht hätte? Unsere gegenseitige Aufgabe bestand darin, einfach nicht zu verzweifeln und das letzte Fünkchen Hoffnung, dass es doch noch Spurenelemente von Vernunft gibt, nicht fallen zu lassen. Wären wir am gleichen Standort, würde ich ihm in die Arme fallen, so halt nur virtuell: *umarm*

Und ich weiß, dass es nun ein paar Menschen auf dieser Welt gibt, die nach wie vor aber so was von verdammt froh sein können, dass es nur ein virtuelles Klassenzimmer war und die hoffentlich das Glück haben, mir nie vor die Füße zu laufen.

Und am Freitag kann ich wieder auf den Markt!

Und der Standort lässt sich auch nicht lumpen. Neben vielen guten Wünschen zwei Schlüsselanhänger, einen Bilderrahmen und a red, red rose (in der gelben Ausführung).

 

2014-07-11 14.53.45