Durch die Zeit

Monat: September, 2014

Ungelöste Fragen (7)

Kann Musik zu schwellkörperig sein?

Stillstand, total

Und den gnazen Tag über: denken, überlegen, analysieren, planen, Varianten prüfen, … um dann in der Lähmung zu verharren. Lese ich eine Stellenanzeige, schreien mich die Zeilen mit den Anforderungen an, die ich nicht erfüllen kann. Die restlichen Zeilen scheinen auch nicht zu gelten. Kreuzfertig bin ich zudem. Wenn ich mich nicht Nachmittags hinlege, dann penne ich eben am späten Nachmittag auf dem Schreibtisch ein. Und würde ich mich nicht wenigstens um den Haushalt kümmern, dann säße ich wohl nur noch stierend vor dem Rechner. Ändern! Aber wie?

8 Monate, 2 Tage, 16 Stunden

Banal gesagt: 1.000 Euro gespart. Denn das habe ich sonst in der oben genannten Zeit ausgegeben, um zu rauchen.

Zugegeben, mehr als die Hälfte des eingesparten Geldes habe ich in ein Paar Wanderschuhe (69,95 €), einem Buch (261 €) und einem Ipod (259 €) investiert. Jetzt stehen noch die Tagebücher der Concourts aus (250 €) die ich eigentlich morgen schon locker bestellen könnte und dann gibt es nur noch das Fernziel einer „Tangomat“ – aber das wird nach Stand der Dinge erst in 536 Tagen was.

Es hat mich schon überrascht, dass das Aufhören nach 30 Jahren eher unspektakulär verlief. OK, so ganz einfach war es nicht, aber schwer war es dann auch nicht. Das hat mich sehr verwundert, daher bin ich nach wie vor in dieser Hinsicht auf der Hut. Gerade in den letzten zwei, drei Wochen war die Lust auf eine Zigarette enorm hoch. Gestern bei Freunden, die beide rauchen. Irgendwie schon große Lust, aber wenn ich dann den Rauch rieche … äh, nee, muss nicht so unbedingt. Entschlossen ist das noch nicht.

Manchmal träume ich dass ich eine rauche und hab dann im Traum mit mir echt Stress, weil ich doch nicht mehr rauche …wenn man das besser beinflussen könnte! Nachts, im Schlaf, im Traum die ein oder andere Zigarette in aller Ruhe, mit allem Genuß … da wäre ich sofort dabei.

Goethe und die Arbeitslosigkeit

»Du kennst die traurige Lage, in die er, wie so mancher andere, ohne sein Verschulden gesetzt ist.

Wie schmerzlich muß es einem Manne von seinen Kenntnissen, seinen Talenten und Fertigkeiten sein, sich außer Tätigkeit zu sehen […] «

»In seinem letzten Briefe herrscht ein stiller Ausdruck des tiefsten Mißmutes; nicht daß es ihm an irgendeinem Bedürfnis fehle, denn er weiß sich durchaus zu beschränken, und für das Notwendige habe ich gesorgt; auch drückt es ihm nicht, etwas von mir anzunehmen, denn wir sind unsre Lebzeit über einander wechselseitig uns so viel schuldig geworden, daß wir nicht berechnen können, wie unser Kredit und Debet sich gegeneinander verhalte – daß er geschäftlos ist, das ist eigentlich seine Qual.

Das Vielfache, was er an sich ausgebildet hat, zu andrer Nutzen täglich und stündlich zu gebrauchen, ist ganz allein sein Vergnügen, ja seine Leidenschaft.

Und nun die Hände in den Schoß zu legen oder noch weiter zu studieren, sich weitere Geschicklichkeit zu verschaffen, da er das nicht brauchen kann, was er in vollem Maße besitzt – genug, liebes Kind, es ist eine peinliche Lage, deren Qual er doppelt und dreifach in seiner Einsamkeit empfindet«.

(Wahlverwandschaften, 1. Kapitel)

Muss das?

Irgendwie habe ich langsam Lust, meinen gesamten Technikkram in die Mülltonne zu treten. Denn hat man sich mal an etwas gewöhnt und für gut befunden, so wird etwas geändert. Wenn ich mit meinem Iphone eine Foto gemacht habe, es dann bei Instagram hochgeladen habe, konnte ich es auch automatisch in meine Dropbox laden (und von da dann bspw. in das Blog). Das geht nicht mehr.

ITunes meint auch neuerdings, mir ungefragt irgendwelche Musik aufdrücken zu müssen.

Appel meint zudem, den Ipod Classic stillschweigend einzumotten, so dass ich, wenn der jetzige die Biege macht, ich extrem eingeschränkt sein werde.

Mircosoft meint mit Word und Excel mich als Nutzer bevormunden zu wollen, in dem es dauernd eine grandiose Scheiße vorschlägt, die ich gar nicht will (Nummerierungen, Einrückungen und so einen Quatsch).

Ein Spiel auf dem Ipod hat jetzt seit neustem fünf weitere Varianten … damit ist es komplett belanglos geworden.

Nix gegen Neuerungen … aber dann gleich jede Woche?

Nachgedacht

2014-09-27 23.01.56

Das sind mal sinnvolle Gastgeschenke. Wein (geht immer) und Salbei. Die nächsten 15 Portionen Saltimbocca a la romana sind gerettet.

Ungelöste Frage (6)

Gestern: Stromausfall. Es lag irgendwie am Elektrizitätswerk. Unter Stromausfall verstehe ich, dass der Strom ausfällt, komplett, ganz und überall. Tat er aber nicht. In der Küche brannte noch das Licht und 3 von 5 Steckdosten funktionierten (natürlich nicht die, an der der Kühlschrank hängt). Im Bad funktionierte alles.  Sonst nichts.

Genauso bei den Nachbarn. Ein, zwei Zimmer mit Licht und Strom, der Rest nicht. Aber immer andere Zimmer, andere Steckdosen.

Öh – das ist mir irgendwie zu hoch.

Ungelöste Frage (5)

Gestern, im Supermarkt, ich ein Hörbuch auf den Ohren: wusch – nix mehr war zu hören. Gleich mal rumgespielt. Auch der nächste Track geht nicht. Komisch. Ein anderes Hörbuch – funkt auch nicht. Eine Oper, die funkt. *kopfschüttel*

Zu Hause die wildesten Überlegungen angetellt. Auf dem Rechner alles problemlos, aber der Ipod will keine gesprochene Sprache mehr senden, gesungene schon. Technisch kann ich mir das überhaupt nicht erklären, setze den Ipod neu auf. Es bleibt so, wie es ist.

Heute ihn auf eine Dockingstation gesetzt – da funktionierte alles. Ohrstöpsel ausgewechselt – AHA!, da liegt der Fehler. Aber die Technik von einem Paar Ohrstöpsel ist ja nun nicht gerade sehr kompliziert. Und ich schätze, ich und die Welt werden es nie erfahren, warum gerade dieses einfache Ding auf Sprache keine Lust mehr hatte.

2014-09-26 11.04.52

Ein Art Genügsamkeit

Im letzten SZ-Magazin gab es einen klasse Artikel von David Pfeifer, der sich vorgenommen hatte, ein Jahr nichts zu kaufen. Konkret:

Meine eigene Handlungsanweisung lautete: nichts kaufen, was Platz in der Wohnung finden muss. Keine Kleidung, DVDs, Möbel. Erlaubt waren Lebensmittel, aber auch Theaterkarten, Skipässe, Zugtickets, also Lebensnotwendiges und Erlebnisse

Den lesenswerten Artikel gibt es HIER.

Seit ich nicht mehr rauche komme ich – mit einer Ausnahme – diesem Lebensstil recht nahe. Keine Ahnung, wann ich mir die letzte Klamotte gekauft habe. Die letzten Schuhe, ok, vor sieben Monaten, aber die vorletzten? DVD’s und Möbel gehören eh nicht zu den Dingen, die ich bevorzug. Schätzugnsweise, wird es Papier und Briefmarken, ein bißchen Musik gewesen sein … und natürlich: Bücher.

Aber selbst wenn ich das einstelle, glaube ich fest, ich würde ein Jahr locker schaffen (vorausgesetzt, alles bleibt heile) und würde wohl schätzungsweise etwas mehr in etwas teurere Lebensmittel investieren. Denn, bei Licht gesehen: Ich hab‘ von jedem wirklich reichlich.

Papier müsste ich mir aber kaufen dürfen, denn wenn ich dann schon keine Kochbücher mir anschaffen kann, dann brauche ich halt Papier, um sie aus dem Netzt auszudrucken. Und in meinen Arbeitszimmer gibt es noch einen kompletten Regalboden, der nur mit leeren Aktenordnern bestückt ist. Da würden sie locker Platz finden, es müsste kein neuer geschaffen werden.

Und wenn ich gerade dabei bin

Gut, das erste Mal mit Mann ist geklärt, fragt sich: Das erste Mal mit Frau.

Fast einfach. Mit T. in F. und 1984. Nähere Angaben wohl kaum zu bekommen. Könnte T. fragen, aber die schrieb mir gestern nach 14 Jahren Pause, sie würde sich gerade von ihrem Mann trennen, ich glaube, da macht sich so eine Frage nicht gut. Aber es dürfte Herbst gewesen sein, denn wir kamen aus der Sauna.

Wenig verwunderlich, leider

Auch diese Option gerade gestorben.

Nachtrag zu von gerade

Ende September / Anfang Oktober 1988 war’s, genauer wird es nicht mehr gehen.

Und M. schrieb mir – zu recht, wenn ich da an mich denke – wenige Tage später:

du bist ein hübscher Junge und du bist nicht schlecht im Bett aber dein letzter Brief ist große Scheiße und das weißt du selbst, aber wenn du es doch selber weißt, das es Scheiße ist, warum schreibst du es dann.

Oh M.!

Alles sehr unordentlich – der andere Lebenslauf

Wenn ich aufwache und den Kopf nach links oben drehe, dann fällt mein Blick derzeit auf wohl ein Dutzend Tagebücher.

Ich habe gerade über zwei Stunden darin gestöbert auf der Suche nach meinem ersten Sex mit einem Mann. Also den ersten richtigen. Ich weiß zwar noch ganz genau wo (in Tübingen, soviel sei verraten) und auch mit wem (M., mit wem sonst?) und dass es Herbst war (denn wir waren einmal in den Pilzen). Aber welches Jahr? Ich vermute stark 1988.

Aber ’schwul‘ war ich – für mich – erst einige Jahre später. Obwohl ich nicht nur mit M. immer in die Kiste sprang, wenn sich die Gelegenheit dazu bot (was für Frauen genauso zutraf). Und geoutet, OK, das war in der Zeit mit K., ganz klar. Aber wann begann die eigentlich genau? An einem Neujahrsmorgen in K., aber in welchem Jahr?

Ich sollte mich wohl mal hinsetzen und einen emotionalen Lebenslauf schreiben. Aber auch der wird Lücken haben, denn mein Mann und ich streiten uns heute noch, seit wann wir eigentlich zusammen sind, da wir sehr unterschiedliche Ansichten sind, wie was sich wann aus dieser 4er-Kombination herausgeschält hatte.

Was war es dann?

Zweistündiger, nahezu komatöser Mittagsschlaf. Lag das …

  • … an dem Glas Weißweinschorle zur Pizza mit H. im F.?
  • … an den (örtlichen) Narkosemitteln von heute Morgen?
  • … an der Tatsache, dass ich nur geträumt habe, dass ich heute Nacht geschlafen hätte?

Schnippel

Also das hat mich jetzt dann doch etwas verwundert, denn mit Blut und drei oder vier Stichen, um die Wunde wieder zu zubekommen, hätte ich jetzt nicht gerechnet. Ich dachte, Frau Doktor macht den Fleck irgendwie anders weg. Zwei Wochen keinen Sport, keine Sauna … ich werd’s wohl nicht vermissen.

2014-09-23 16.34.54-2

Ok, ok, E. wird jetzt mitleidig grinsen, aber das letzte (und erste) Mal, wo ich auf dem OP-Tisch lag war vor drei Jahrzehnte, da ist so ein kleiner Schnitt schon echt ein Ding!

Nachtrag

Wenn ich das gewußt hätte, hätte ich natürlich nein gesagt. Geht gar nicht. Geht überhaupt nicht. Und das von einem Profi!

Aber nun ist es öffentlich, jeder Protest zwecklos.

Aber vielleicht ne richtig gute Erklärung, warum die Badewanne notwendig war. Und nicht nur, weil das rechte Handgelenk seit Tagen mal wieder schlapp macht.

theaterfestUnd: Üblicherweise sitzt meine Hose besser; üblicherweise trage ich weder Knieschoner über der Hose (und auch nicht darunter) sowie auch keine Turnschuhe … aber bei dem kalten und glatten Mamor- oder Granitboden …

An der Kasse

Die Schlangen vor den beiden Kassen sind recht lang. Ich habe Glück und komme an Position vier der neu geöffneten dritte Kasse.

Kunde 1: Er hat einen Betrag von ca. 4,90 Euro zu bezahlen, was er in Form von kleinen Türmchen, bestehend aus 1, 2 und 5-Centstücken auch tut. Der neue und etwas unsicherere, aber dennoch sehr freundliche Kassierer zählt nach. Es dauert, bis alle Türmchen drei Mal durchgezählt sind, denn entweder hat sich der Kunde oder der Kassierer verzählt. Am Ende fehlen 17 Cent. Der Kunde sucht sehr gründlich alle seine Taschen mehrfach ab und fordert überraschenderweise 18 Cent zu tage.

Kunde 2: Sieben verschieden Artikel, die in der Summe irgendetwas um 12 Euro machen. Die Scannerkasse mag entweder den Kunden oder den Kassierer nicht, sie verweigert ihre Arbeit, da kann der Kassierer noch so oft den Strichcode über die Leseeinheit ziehen. Er muss als abtippen, vertippt sich und gibt daher jeden Artikel durchschnittlich drei Mal in die Kasse ein.

Kunde 3: Kräuterbonbons für 1,19 Euro. Die erste Zahlkarte wird nicht akzeptiert. Die zweite Zahlkarte ist so kaputt, dass sie nicht in das Lesegerät passt. Die dritte Zahlkarte scheint zu funktionieren – doch der Bezahlvorgang wird drei Mal kurz vor Ende abgebrochen. Dann entschließt der Kunde, doch den horrenden Betrag bar zu bezahlen.

Es erübrigt sich hinzuzufügen, dass ich an der ursprünglichen Kasse um einiges schneller gewesen wäre – aber dann hätte ich den hübschen Mann nicht so lang anschauen können, der vollkommen genervt an der Nachbarkasse stand, weil zwei Senioren in ihrer umständlichen Art alles aufhielten.

Geht’s noch?

Zur Zeit bin ich ja echt so etwas vorsichtig. Und ich hab schon etwas länger überlegt, ob ich da mittelalterlich kochen will. Und als mir endlich klar war, dass ich die Herausforderung annehme, da kam die Absage. Das ist Frust hoch zwei. Und ne Freundin, U.,  meinte zudem heute abend, dass ich um 22:30 Uhr für sponate Korrekturarbeiten auch zu Verfügung stehe bei einem Brief an den Chef, den man durchaus mal hätte noch diskutieren können … aber so einer, der keine Arbeit hat … der nickt doch alles ab … oder welche Rolle habe ich da gerade? Und die vier stressigen Stunden heute im Theater … logisch, dass da niemand „Danke“ sagt. Ich darf immerhin mit gutem Erfolg mal um eine (!) Freikarte betteln (aktiv).

„Ich bin der Welt abhanden gekommen“ dichtete dereinst Friedrich Rückert. Ich dichte dann mal aus aktuellem Anlass: „Die Welt ist mir abhanden gekommen.“ Scheiß gerade aber sowas auf drauf, wer oder was aktiv oder passiv ist.

Der Wahnsinn nimmt Formen an

Ich mach es nun tatsächlich! doch nicht. M. hat sich in den Vordergrund gedrängt und einen großen Teil übernommen. Ich hab‘ derzeit keine Lust, Lückenfüller zu spielen, dann soll M. und die anderen halt schauen, wie es wann was zu essen gibt. Ich bin raus!

Donnerstag

  • Gemüsesuppe mit Nonnenpfürzle
  • [Grillen] ggf. irgendeine Beilage

Freitag

  • Pfannkuchen mit Pilzgemüse
  • Fischragout mit Buchweizengrüze

Samstag

  • Maultaschen (mit Gemüse / Fisch / Fleisch)
  • [Konkurrenzveranstaltung, sicher wieder mit dreierlei Pfeffer und so …]

Sonntag

  • Gelbe Linsensuppe mit Pastinaken und / oder Kürbissen

Anmerkung: Mir sind zwar alle Gerichte (bis auf Buchweizengrüze) bekannt, aber noch nie habe ich über offenem Feuer gekocht, ohne Kühlschrank und ohne Frischhaltefolie. Zur Verfügung steht mir ein kleines Zelt, wohl mit einem kleine Tisch, wenige Schüsseln, ein Topf, eine Pfanne und wohl zwei Dinge zum umrühren bzw. wenden. Einen Küchenjungen habe ich leider nicht (aber vielleicht fang ich mir ja einen hübschen!). Wasser gibt es einige Meter weiter aber angeblich muss ich mir um Brennholz keine Sorgen machen. Maßbecher und Uhren waren um 1300 im normalem Volk unbekannt.  Und: Die Essenszeiten sind flexibel, die Vegetarier in der Mehrzahl, aber nicht die Mehrheit.

Alle Jahre wieder

Theaterfest. Die Damen- und Herrenschneiderein stellen Kinderkostüme bereit. Die Bühnenbildner stellen einen Wand auf mit einem Waldmotiv, daneben zwei antike Säulen. Die Requisite stellt eine venenzianische Gondel davor. Die Beleuchtung stellen zwei Scheinwerfer auf. Der Theaterphotograph überlässt Computer und Photodrucker.

Und dann stehen kostümierte Kinder Schlange, um vor dieser Kulisse von mir photogarpiert zu werden. Dann ist, wie in den letzten Jahren, wieder Akkordarbeit angesagt. Mal auf den Knien, dann nur gebückt. Mal ein Kind hochheben, mal ein Kind runterheben. Vier Stunden und wohl weit mehr als 100 Kinder.

Die Badewanne hatte ich mir verdient.

2014-09-19 20.20.23

Fast wie

Heute morgen recht unsanft um den Schlaf gebracht worden, weil vor dem Fenster Straßenreiniger wüteten, um allen Anwohnern klar zu machen, dass der hart Arbeitende eben auch früh hart arbeitet.

Im ersten Moment etwas sauer gewesen, aber weil ich keine Lust darauf hatte, erinnerte ich mich an die Nächte in Kairo – da kam die Müllabfuhr so gegen 3 Uhr morgens. Und so wähnte ich mich für Momente wieder in Kairo bei E., was echt klasse Tage waren.

Moderne Zeiten

Endlich mal wieder mit E. gechattet. Der hockt ja fröhlich in Indien. Wir kennen uns seit dem Studium und sind beide Leseratten. In den letzten Jahren, E. ist schon eine halbe Ewigkeit im Ausland, war es immer recht schwer, sich über Literatur zu unterhalten, weil E. nur immer in paar Bücher mitnehmen konnte, wenn er auf Heimaturlaub war.

Heute über Neuerscheinungen geplaudert wie in alten Tagen – das Internet und der e-book-reader machens möglich.

Die ersten Kilometer

Immer wenn ich mein Rad zur Inspektion gebracht habe – normalerweise um die Gangschaltung neu zu justieren und meist neue Bremsbeläge einzubauen und den Bremshebelweg wieder auf unter 1 cm einzustellen – dann sind die ersten Kilometer immer ein ‚besonderer‘ Genuss. Denn an Ampeln haut es mich fast vom Rad, weil ich die Bremswirkung in der neuen Einstellung unterschätzt habe. Freue mich, wenn dich nur leise klickend durch die Gänge schalten kann und nichts mehr knirscht und reibt. Und fluche bei den ersten sieben Bordsteinen, denn die Schläuche sind perfekt aufgepumpt so dass jeder Schlag sich direkt auf den schmalen Sattel und damit auf meine Eier auswirkt.

Von der Liebe

Aber Philippe zuckte die Achseln und lachte nicht, denn sechzehnjährige Liebende lehnen Wandel, Krankheit und Untreue gleichermaßen ab und räumen in ihren Erwägungen sogar dem Tode nur dann einen Platz ein, wenn sie in ihm einen gerechten Lohn sehen oder ihn als schicksalhafte Lösung brauchen, weil sie sich keine andere wissen.

Colette: Erwachende Herzen

Ø

Jahresdurchschnitt Anzahl gelesener Seiten – 15.562 – überschritten.

… und grüß mir die Sonne …

Nein, damit hätte ich dieses Jahr nicht mehr gerechnet, der Sonne meinen Arsch und meinen Schwanz zeigen zu können.

Angebot

Man hat mir angeboten für ca. zehn Leute zu kochen, zwei warme Mahlzeiten, an drei Tagen, vielleicht auch an vier, draußen über einem Holzfeuer, mit einem Topf und einer Pfanne, und nur mit Lebensmitteln, die es um 1300 auch gab (also keine Kartoffeln, keine Tomante, kein Paprika).

Ich glaub‘, ich sag zu.

So was wie ‚Vermächtnis‘

An unserer ‚Originale‘-Wand hängt – seit ca. 15 Jahren – auch ein Photo meines verstorbenen Vaters zusammen mit – wie ich vorhin feststellte – vier statt erinnerter drei fotokopierter Blätter. Sein Rezeptvermächtnis: Maultaschen (OK), Flädlesuppe (OK – und mit einem Wahnsinnstrick), Spätzle (OK) und Gefüllte Kalbsbrust (hä? wann soll es die je gegeben haben?).

Heute habe ich das Bild abgehängt, den Rahmen geöffnet, die Rezepte gelesen (und mal wieder auf seine Handschrift geflucht, die furchtbar schön aussieht, sehr elegant ist, sehr ästhetisch – aber kaum lesbar).

Warum das erst jetzt?

Warum das jetzt mit einem guten Gefühl?

Und diese heutige Beschäftigung mit Vater über das Bild, die Rezepte machen mich nach all den vielen Jahren nicht traurig sondern es ist eine Art Bereicherung. Wie ein ‚Vermächtnis“, dem ich ich mich gerne verpflichtet fühle. Klar, dass sein Maultaschenrezept die nächste Aktion wird (auch wenn ich gleich ein Ei mehr für den Teig nehme).

Kaleidoskop eines Alltags

Es gibt immer eine Geschichte hinter der Geschichte.

Anton Weyrother

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