Nein Ni., nein!

von Bert

Ich hatte ja geschrieben, dass wenigstens Ni. ein interessantes Jobangebot hätte. Heute schickt sie mir die Ausschreibung. U.a. werden die Aufgaben wie folgt beschrieben (ich muss da etwas raffen) :

Telefonkorrespondenz inkl. Entgegennahme und Vermittlung eingehender Anrufe / Allgemeine Verwaltungsaufgaben (u.a. Koordination von Haustechnik-Dienstleistern, Getränkebestellung, etc.) / Bearbeiten der Ein- und Ausgangspost und selbständige Erledigung des allg. Schriftverkehr / Organisation und Koordination von Firmenveranstaltungen und internen Meetings, inkl. Begrüßung und Betreuung von Gästen und Kunden / Materialbeschaffung und Verwaltung der Barkasse / Unterstützung des Teams.

Und dieser Arbeitgeber erwartet aber von der Bewerberin / dem Bewerber folgendes (ebenfalls gekürzt):

Abgeschlossenes, geisteswissenschaftliches Hochschulstudium oder ähnliche Berufsausbildung / Hohe Team- und Kooperationsbereitschaft / Zuverlässigkeit, Sorgfalt und Diskretion / Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse / Überdurchschnittliches Engagement und Leistungsbereitschaft

Sorry, wozu ein Hochschulstudium für „Getränkebestellung“, „Begrüßung und Betreuung von Gästen“, „Verwalten der Barkasse“ usw.? Wozu „überdurchschnittliches Engangement“ für „Materialbeschaffung“, für „Telefonkorrespondenz“, für „Bearbeiten der Ein- und Ausgangspost“?

Das Schlimme dabei, das richtig Schlimme dabei: Die Ausschreibung stammt von einem reonmierten Verlag! In dem wirklich gute und kritische Bücher veröffentlicht werden. In dem auch über den Zustand der Gesellschaft nachgedacht wird. Und dann das?!?

Nein, Ni., nein! Sie sind es nicht wert, dass Du auch nur einen Finger für sie krumm machst. Wenn, dann sollen Sie Dir zu Kreuze kriechen, weil Du ein gutes Buch geschrieben hast! Und bis dahin werde ich schauen, dass ich nichts mehr von dem Verlag kaufe.