Bildbar?

von Bert

Vorhin beim Einkaufen. Am Pfandautomat vor mir steht wohl ein Student. Einen Einkaufswagen voller Pfandflaschen, mehrere Kisten um ihn herum. Ich überlege: Entweder die Reste einer rauschenden Fete oder er hat einfach mal seine Bude aufgeräumt. Ich tippe auf letzteres, dazu ist das Pfand zu inhomogen.

Einige Minuten später, liegen die Nerven bei mir blank. Nach der 15. Flasche hat er immer noch nicht kapiert, dass man sie mit dem Flaschenboden eingeben muss, nicht mit dem Flaschenhals. Aber das will er einfach nicht entdecken. Dazwischen müht er sich mit den Kisten ab, stellt sich meist quer hinein, so dass sie anecken und wieder ausgespuckt werden, stellt halbvolle Kästen hinein, die der Apparat nicht annimmt.

Ich beschließe meinen Pfand morgen abzugeben und sinniere während des Einkaufens darüber nach, ob es einen Pedant zu „praktisch bildbar“ gibt. Das ist hier in diesem Bundesland – ohne Scheiß! – der Begriff für all diejenigen, die einen leichten Knall in der Birne haben. Aber Richtiges will mir nicht einfallen.

An der Kasse kommt der, gar nicht mal so unhübsche, Student mit mehreren Zetteln in der Hand vorbei, da klopft ihm eine Frau anerkennend auf die Schulter: Das kann nur die Mutter gewesen sein!