Neue schwule Ikone?

von Bert

L. Lucioni: Paul Cadmus

Finde ich gerade sehr spannend, dass diese Bild – „Paul Cadmus“ (1928) von Luigi Lucioni – derzeit gleich zwei Neuerscheinungen ziert. Einmal „Das Sandkorn“ von Christoph Poschenrieder (Diogenes) und das andere mal „Was sie begehren“ von Kenneth Mackenzie (Hanser).

Schwul sind beide Romane nun wirklich nicht. Zwar lieben die beiden Protagonisten im „Sandkorn“ durchaus Männer, soviel verrät der Autor dann doch, doch der Rest ist trotzdem Schweigen – da romantisiert Poschenrieder schon ganz schön gewaltig, auch wenn ich den Roman zu großen Teilen wirklich mag (und er wohl für einen der nächsten Urlaube verantwortlich zeichnet). Mackenzie habe ich erst gerade aus dem Laden geholt, weiß aber, dass da dem Internatsschüler von einem jungen Lehrer eindeutige Avancen gemacht werden.

Werde mich jedenfalls auf die Suche nach weiteren Informationen machen – und es wird mich nicht überraschen, wenn ich das Bild im schwulen bzw. homo-erotischen Kontext aufspüren werden.

Hübscher Jüngling jedenfalls, keine Frage.

Nachtrag: Je länger ich mir das Bild anschaue, desto mehr muss ich an Ca. denken. Mit ihm war ich x-mal in der Badewanne bei Champanger, um dann über Theologie zu diskutieren – hört sich verschroben an, war aber so. Nur einmal hatten wir Sex – obwohl wir beide das echt gerne öfters gehabt hätten, aber immer wieder sprach etwas dagegen –  und da hat mich seine Heftigkeit, seine quasi Gewalttätigkeit überrascht. Ich hätte da gerne mit ihm weiter gemacht, aber er zog dann weg wegen neuen Job, drehte für zwei Jahre komplett ab und ist jetzt nur noch eins: fern.