Stadtgeschichte 2 – § 267 StGB

von Bert

Mit Rolli-A. im Stoffhaus. Erst mit dem einen Aufzug im Nachbargebäude zwei Stock hoch, von dort mit dem Lastenaufzug wieder einen runter. Umständlich, aber alle sehr hilfsbereit. Mein Mann beriet, ich räumte einen Ballen nach dem anderen aus den Regalen, hielt ihn ihr hoch, streifte mit dem Stoff über ihre Hand, damit sie auch einen haptischen Eindruck bekommt, legte Stoff auf ihre Brust und hielt den Taschenspiegel hoch, damit sie sehen konnte, ob die Farbe ihr passt (und zum Rollstuhl).

Eine Stunde später hatten wir einen wunderbar roten, floralen Stoff – den hatten wir zwar nach drei Minuten schon zum ersten Mal in der Hand gehabt und hätten damit die ganze Veranstaltung abkürzen können, aber nein, wenn zwei Schwule Stoff für jemand drittes einkaufen, kann es ja nicht lang genung dauern, bis man durch den ganzen Fummel durch ist).

An der Kasse schob ich der Verkäuferin ihre Geldkarte über den Tresen, da Rolli-A. zu wenig Bargeld dabei hatte. Darauf hin schob mir die Verkäuferin so ein Gerät hin, auf dem sie unterschreiben sollte. Aber da das ja völlig unmöglich ist, hab ich dann halt mal mit meiner Sauklaue und ihrem Namen unterschrieben: Urkundenfläschung!