+ 1942: Stefan Zweig

von Bert

Mit dem bin ich recht früh in Verbindung gekommen. Mein Firm-Pate – von dem ich heute nicht einmal mehr weiß, ob er noch lebt oder nicht – hat mir lange vor der Firmung den „Fouché“ geschenkt. Einer der ganz wenigen historischen Romane, die ich überhaupt gelesen habe (was aber wohl so gar nicht stimmt, denke ich da gerade an Balzac und Konsorten). Hat mich jedenfalls damals schwer beeindruckt – und es ist leider auch das einzige Werk von ihm, was mir einfällt. Gerade noch mal nachgelesen, OK, da sind noch einige andere Sachen von ihm, die ich auch gelesen habe … aber hängen geblieben ist da leider nicht mehr viel, außer noch so eine Ahnung von „Verwirrung der Gefühle“, was ich als Titel einfach schon sehr schön finde. Aber ich vermute leider, dass Zweig einer jener Schriftsteller ist, denen der 2. WK nicht nur einen Strich durch so manche literarische Rechnung gemacht hat, sondern auch in der Langzeitwirkung. In 50 Jahren werden ihn wohl nur noch Spezialisten kennen. Verdient hat er jedenfalls mehr.