Durch die Zeit

Monat: Mai, 2015

Das war anders geplant gewesen

Schon etwas ‚beschämend‘, dass ich „im besten Mannesalter“, die 100 Euro meiner 80-jährigen Mutter nicht generös ablehne, sondern sie dankbar annehme, weil sie wirklich die Haushaltskasse entlasten.

+ 2011: Hans Keilson

Ganz schön peinlich. Er war Psychanalytiker, das weiß ich noch und etwas hatte er auch geschrieben, was ich hätte mal lesen sollen, aber nie getan habe. Peinlich deswegen, weil ich mal bei ihm ein Seminar belegt habe und noch peinlicher, weil ich mit seiner Frau Marita per Du bin (oder war – wir haben uns schon Jahre nicht mehr gesehen, weil es das Jahrestreffen von Forum Homosexuaität leider nicht mehr gibt).

+ 1951: Hermann Broch

Über den könnte ich ja viel schreiben, so richtig viel. Über 100 Seiten habe ich ja schon mal – das ist dann meine Magisterarbeit geworden. Da ging es um die Symbolik in die „Schuldlosen“ von ihm, egal. Als Leseempfehlung aus diesem Band: „Die Erzählung der Magd Zerline“ – eine der interessantesten Frauengestalten in der modernen Literatur. (Über die ersten Seiten von „Tod des Vergils“ bin ich nie hinausgekommen, erinnere mich aber an die Zeile „… der heilige, heitere Himmel Homers …“

Jedenfalls war ich wegen der Magisterarbeit auch in Marbach im Literaturarchiv, suchte in Briefen auf weitere Hinweise oder Erkenntnisse … na ja, was man halt so denkt als zukünftiger Jungwissenschaftler. Auf was ich stieß war dann nur ein Zitat was sich auf meine Unistadt bezog und ich es als Fußnote erst(!)veröffentlichte. Aber dazu brauchte ich ja auch die Genehmingung der Rechteinhaber – in diesem Fall war das noch seine lebende Frau, die hochbetagt in Amerika lebte. Der Bibliothekar hat es dann für mich so gedeichselt, dass ich es veröffentlichen konnte und die Genehmigung irgendwie pauschal … schon wieder vergessen, jedenfalls schickte ich eine Fassung meiner Magisterarbeit an die Witwe in den USA. Von beiden Professoren natürlich ne Kopfnuss bekommen, dass ich das Zitat in die Fußnote gesteckt hatte und nicht fett in die Mitte – aber so toll war das Zitat nun auch wieder nicht.

Wenige Monate später kam dann ein Schreiben einer amerikanischen Universtität mit der Mitteilung, man habe von Broch testamentarisch den Auftrag erhalten, alle seine Schriften und seine Bibliothek zu bewahren – war also die Witwe in der Zwischenzeit auch gestorben. Sie wollte mir daher Mitteilung machen, dass nun auch meine Magisterarbeit unter der Signatur bliblablub eingestellt sei. Sollte ich was dagegen haben, müsste ich mich melden. Hab‘ ich natürlich nicht getan, denn wer kann schon damit angeben, dass seine deutschsprachige Magisterarbeit über einen österreichischen Autoren in einer amerikanischen Bibliothek steht?

Macht süchtig

Also die ersten fünf Minuten.

Niederlage/n

Tja, da stimmen die in irland über die Homoehe ab und alle sind über das Ergebnis entsetzt. Der Kardinalstaatsekretär des Vatikans spricht von einer „Niederlage der Menschheit“ – und versucht meiner Meinung nach Papst Franzsikus unter Druck zu setzen, da der vor zwei Jahren eher schulterzuckend auf das Problem der Homosexualitä geanwortet hat. Die CDU biegt sich vor Schrecken und befürchtet den endgültigen Untergang des Abendlandes, sollte es in Deutschland soweit kommen. Die SPD schlägt sich vor die Brust und freut sich, endlich mal von der CDU abgrenzen zu können, was heißen will, bis zur nächsten Wahl passiert in Deutschland rein gar nichts. Und wenn man noch etwas spitzfindiger wird, ist es auch eine Niederlage der Demokratie, denn wie kann es geschehen, dass eine Mehrheit über eine Minderheit abstimmt?

Immer noch nicht da – Burg II

Es ist eine kleine Truppe von ca. 15 Personen, die auf der Burg für mittelalterliche Lebendigkeit sorgen. Pfingsten ist immer großes Treffen mit Wanderung – natürlich in Gewandung und diesmal auch mit modernen Schuhen – und einem großem Festmal. Das kocht der ‚Koch‘ der Truppe. Letztes Jahr durfte ich ja schon Zeuge sein, dieses Jahr war ich dann der erschütterte Zeuge.

Mit großem Tamtam und großem Trara wird erstmal die Küche aufgebaut, bei der natürlich alle mithelfen müssen, die Tausend Dinge aus dem Anhänger (und der Anhänger ist groß und voll) in den Burghof zu schleppen, was der ‚Koch‘ selber nicht kann, wegen der Schulter oder so.

Dann wird mit noch größerem Tamtam und noch größerem Trara die Küche aufgebaut, anschließend bewundert, gewürdigt und bestaunt.

Und schließlich werden für die zwölf (12) Leute neun (9) Stunden lang sechs (6) Gänge mit acht (8)-jähriger Kompetenz gekocht und gesotten und geschnippelt und geknetet und … Weil das ja sehr aufwändig ist, war ich so nett, und habe acht (8) Stunden lang für gutes Feuer in beiden Schalen gesorgt. Da ich das selber nicht mag, habe ich mich mit guten Ratschlägen komplett zurückgehalten, denn dieser ‚Koch‘ hätte es eh besser gewusst.

Der war aber dann leicht irritiert, warum Kabeljau (zu insgesamt 75 Euro, da der ‚Koch‘ für jede Person gut 300 Gramm veranschlagt hatte) nach vier (4) Stunden kochen „plötzlich“ zerfällt; warum Hackbällchen ohne Bindemittel nach gut einer Stunde im Wasser keine Bällchen sondern Brei ergeben; warum Zucker auch anbrennen kann und kandierten Nüssen dann einen gewissen Beigeschmack geben.

Der Pfeffer-Pothas dagegen war OK.

Einige Fragen blieben offen: Warum statt der sechs Gänge nur drei? Wohin waren die Beilagen verschwunden? Warum wurde das Feuer unter den Kessel eine Stunde davor abgestellt, so dass es lauwarm wurde? Warum wurde nicht einmal etwas Brot gereicht? Hat der ‚Koch‘ den in 12 Meter Entfernung liegende Kräutergarten in den letzten Jahren übersehen – bzw. hatte man ihn ihm nicht gezeigt? Und wie schafft man für so wenig so eine große Welle?

Die Stimmung bei Tisch war jedenfalls dann bombig. Zwölf Leute aßen mit langen Zähnen die drei Gänge, machten ein angestrengt freundliches Gesicht dazu und behaupten höflicherweise, es würde schmecken, während der Koch in der Mitte trohnte und einen hymnischen Lobgesang nach dem anderen auf sein Essen anstimmte. Im wahren Mittelalter hätte diese Tafel sicher anders geendet.

Im Herbst sind dann A. und ich dran mit dem Kochen, ebenfalls für ca. 12 Leute, vier Tage lang. Respekt habe ich schon davor, weil ich keine Erfahrungswerte für offenes Feuer habe, aber das ändert ja nichts daran, dass ich eine gewisse Erfahrung habe, wie man etwas würzen könnte.

Immer noch nicht da – Burg I

Ich hab ja schon immer was dagegen gehabt, so-tun-als-ob zu spielen. Das ist so eine Art Selbstbetrug. Wirft sich aber jetzt nach drei Tagen Burg die Frage auf, warum macht das Spaß in „Gewandung“ verkleidet auf der kleinen Burg die Hecke zu schneiden, mit Pfeil und Bogen zu schießen (diesmal ohne blauen Unterarm!) und dem ‚Koch‘ zur Hand zu gehen?

Auch wenn sich die Leute echt verdammt viel Mühe geben – alleine für meine Gewandung hat mein Mann Dutzende Stunden zum Färben und Nähen (selbstverständlich ohne Maschine) gebraucht, mal ganz davon abgesehen die Stunden, die er auf der Suche nach passenden, zeitgerechten Vorlagen verbracht hat – ohne Kaffee geht dann doch nix. Natürlich gibt es als Essgeschirr nur Holz, Ton, Eisen und Bein, doch die restliche Milch aus dem Krug wandert dann doch wieder zurück in die Verpackung, die dann den Weg in den Kühlschrank findet.

Und so gäbe es eine Menge an so-tun-als-ob-Dinge und -Situationen … aber der Spaßfaktor ist einfach hoch. Liegt vielleicht auch daran, dass ich abends ausgiebig Feuer machen kann; liegt vielleicht daran, dass man in manchen Dingen nicht so ‚fein‘ sein muss; liegt vielleicht daran, dass ich immer dann meine Ruhe haben kann, wenn ich sie brauche.

Unglaublich aber wahr: Ich freu mich auf den nächsten Termin.

Ich Bin Nicht Da!

Das Wetter hat mich schneller von der Ostsee vertrieben als gedacht. Irgendwie einfach keine Lust gehabt, den ganzen Tag in Regenklamotten zu fahren, bei Pausen immer das nächste Cafe aufzusuchen und sich in die hinterste Ecke zu setzen, wo die Heizung lief, keine Lust gegen andauernden kalten Gegenwind zu fahren und eine Beschilderung zu folgen, die meist den Namen nicht wirklich verdient  … nein, ich wollte einfach so gemütlich vor mich hinfahren, am Meer sitzen und starren zu können, auf Plätzen rumlungern und Leute beobachten und vorallem wollte ich eins nicht: frieren. Aber das tat ich beständig.

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Jetzt freut sich mein Mann ne Backe weg, weil ich in zwei Stunden mit ihm auf die Burg fahre und bis Montag Mittelalter spiele. Ist zwar echt nicht so mein Ding, aber die Leute sind recht nett, das Essen meist gut (und kostenlos) und wenn der eine da ist, kann ich mich mit einem Windhund schmücken (der einzige Hund, den ich halten würde) und natürlich mir wieder einen blauen Unterarm holen.

Bis die Tage!

Wenn dann alles gepackt ist, dann werde ich nochmals kritisch darüber schauen und – ja, ich gestehe, ich hab‘ da gerade so etwas Bedenken was die Temperaturen betrifft, also nachts, und das im Zelt – wenn Platz ist ne lange Unterhose und eine meiner Hausjacken mitnehmen. Und wenn ich die dann nicht brauchen werde, dann wird es mir nix ausmachen, sie durch die Gegend gefahren zu haben.

Will heißen, wenn alles gut geht, dann ist hier für die nächsten zehn Tage Pause!

Renameing

Die Bratkartoffeln von heute Abend hätte ich auch „Schwarze Pest“, „Katastrophenkartoffeln“ oder „Unglücksscheiben“ nennen können. Ich hab die letzten Monate mit Hilfe von Herrn Mälzer so geübt und ich bin fast richtig gut geworden. Woran das heute so grandios gescheitert ist … keine Ahnung.

krank – kränker – homophob

Ich find es ja nach wie vor einfach nur bemerkenswert, dass ich bis 1992 automatisch als psychisch krank galt, nur weil ich Männer weitaus attraktiver und geiler finde als Frauen.

Sollte ich wohl bei den nächsten Anamnesen einfach mal angeben, um zu sehen, wie dann reagiert wird?

Ich will es einfach nicht wahr haben!

Ich wußte ja, dass der Bräutigam gestern aus einer anderen Ehe drei Jungs hat. Und die Tochter der Braut aus einer anderen Ehe, die kannte ich ja schon flüchtig. Also – man(n) denkt irgendwie arg direkt – ging ich davon aus, dass die Söhne in etwa das gleiche Alter haben würde wie die Tochter. Und das gab Anlass zur Hoffnung, vielleicht auf einen hübschen Jungmann zu stoßen, der für Photos aufgeschlossen wäre.

Aber:

  1. Ehepartner müssen nicht unbedingt vom Geburtsjahr recht nahe beieinander liegen.
  2. Und in Mathe war ich schon eh immer schlecht gewesen!

Fazit: Ich kann morgen in aller Ruhe meine Packtaschen packen.

# 178 – Es schickt

Das war sie also nun, meine letzte Hochzeit, die ich für umme photographiert habe. 14 Uhr ging es los mit „vor dem Standesamt“, dann wegen Verzögerung erst eine dreiviertel Stunde später „im Standesamt“, anschließend „nach dem Standesamt“. Kurze Pause, um zum Fetenort zu kommen, dort dann die „offiziellen Bilder“ anschließend 20 Minuten Pause. Dann eben „Sektempfang“, „Eröffnung Büffet“, „Büffet“ und „Hochzeitstanz“. Damit nicht genug, es gab noch drei „Acts“ und wie immer – jede/r muss ja mindestens einmal gut auf einem Photo sein, und das ist echt ne Sache bei 90 Gästen. Um drei lag ich dann im Bett.

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Und um es von den Socken zu haben: Heute Stund um Stund Bilder gesichtet, gelöscht, bearbeitet, hochgeladen …

*1855: Eduard Graf von Kayserling

Ich schätze mal, den kennen nicht so viele. Wie auch, denn sein OEuvre ist nun nicht gerade groß, ein halbes Dutzend kleiner Romane, in etwa nochmals soviele Erzählungen. Immerhin, fast alles noch im Buchhandel erhältlich. Wie nun auch immer, das Schicksal wollte es, dass ich irgendwann mal „Wellen“ von ihm in die Hand bekam (wohl der bekannteste Roman von ihm). Ich habe ihn lange weiter empfohlen und empfehle ihn grundsätzlich immer weiter, denn mir ist davor und danach nie wieder ein Buch begegnet, bei dem ich den kompletten Film im Kopf während des Lesen sehen konnte. Nicht wie bei Flaubert so übermächtig, so reich, so orgiastisch – nein, das ist ein ganz ruhiger Film, spielt im Sommer an der Ostsee, entwickelt sich zu einem Liebes- und Gesellschaftsdrama, man sieht wie die Kamera näher fährt, wo Schnitte sind, man hört die Filmmusik, weiß ganz genau, wie wer spricht und … ach was, warum soll ich das Euch alles erzählen? Lest doch selbst, und zwar HIER. (Und für alle, die einen E-Book-Reader haben, HIER kann man sich den Roman als epub generieren lassen.)

Tigerentenrennen

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Aber das mit dem Fotografieren wollte heute irgendwie nicht klappen. Über die Hälfte unscharf und die andere Hälfte langweilig. Und die Wurst hat mir dann auch noch schwer im Magen gelegen. Dafür war das Wetter einfach nur wunderbar.

Morgen ist ein neuer Tag, ein Hochzeitstag und ich ‚darf‘ … ja, fotografieren! Aber dafür gibt es keine Hochzeitsgeschenke von mir für die beiden.

Immerhin

Nach bald neun Wochen kommt heute ein Brief von einem Arbeitgeber, bei dem ich mich auf eine Stelle beworben habe, die schnellstmöglichst zum 1.5. zu besetzen war. Freundlich teilt man mir mit, dass man aus „unvorhergesehen Gründen“ das Auswahlerfahren immer noch nicht begonnen habe und man sich doch bitte weiterhin in Geduld wiegen möge.

Ca. 15 Jahre später

Ph. habe ich bei meinem ersten Job kennen gelernt. Ganz genau bekomme ich es nicht mehr hin, aber es war die Personalchefin, die mich ansprach, dass es da einen jungen Auszubildenden gäbe, der wegen seiner Homosexualität in der Abteilung Probleme hätte, ob ich nicht mal mit ihm … und zwei Essensmarken gab es auch noch … irgendwie so.

Nach einer ersten Phase, hat es ihm dann wohl schon gut getan, dass da einer war, der sich über ein paar Dinge eben nicht aufregte („Was??? Du küsst Jungs?“) und andererseits aber auch verdeutlichen konnte, dass das Eigenleben des männlichen Geschlechtsteil jetzt nicht unbedingt Dauerthema in der Ausbildung sein könnte. Waren einfach lange, spannende, intensive Gespräche … er konnte endlich mal erzählen, erzählen, erzählen ohne sich einen Maulkorb verpassen zu müssen, dadurch entstand Vertrauen, dadurch konnte ich Dinge kritisch anmerken.

Als dann meine Abteilung aufgelöst wurde – sprich Kündigung aller – brach der Kontakt dann schnell ab, obgleich über die Jahre ich immer mal von ihm Infos bekam, da er unter einem Art Kunstnamen im Internet ne richtige Welle macht.

Vor zwei Jahren ist er in meine Gegend gezogen, das doofe FB ermöglichte wieder Kontakte – heute auf der Knietesttour mit ihm Mittagessen gegangen. Und auch wenn wir anfänglich etwas fremdeln, Ph. ist in seinem Mitteilungsbedürfnis nicht zu stoppen. Und jetzt ist auch diese Lücke in seinem Internetleben geschlossen: versuchter Suizid mit anschließender Psychiatrie und Neuausrichtung.

Aber eins muss man ihm lassen: Richtig älter ist er in den letzten 15 Jahren echt nicht geworden.

Knietest

66 km in drei Stunden (reine Fahrzeit). Wenn ich so alle ca. 15 km mal eine kleine Pause einschiebe, bei der Hälfte mal ne richtige Pause einlege und nicht so tue, als müsste ich die Bergetappe bei der Tour gewinnen, dann scheinen die Kniee mitmachen zu wollen.

Passt wie angegossen

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Das Kleid zur Hochzeit für Rolli-A. ist fertig! Hat zwar ein bisschen gedauert – aber das ist halt so bei der Maßschneiderei. Morgen dann die 5. und letzte Anprobe und dann darf sie die Braut mal locker ausstechen. Die Schüchen sind eine Draufgabe, denn sie ist schon stolz auf ihre Dutzende ungebrauchten Schuhe!

K zu D

Alles mal gelernt, Ablautreihen: ‚a‘ zu ‚i‘ und ‚e‘ zu ‚u‘ vor … ach, was weiß ich.

‚Kevin‘ ist ja an sich für ein Junge schon ein peinlicher Name, aber ‚Dewin‘ ist Körperverletzung.

Im Anzug mit Krawatte

Für einige Jahre bin ich da tagtäglich so rumgelaufen, nahm gar nicht mal selten einen Flieger nach Hamburg, Berlin oder München, um schnell an einem kurzen Meeting teilzunehmen, fuhr ansonsten mit der „BahnCard 100 First“ mehr als 40.000 km im Jahr quer durch die Republik, hatte immer das neuste Handy, das beste Notebook dabei … und als ich mich heute wegen der Konfirmation „in Schale“ warf und mich im Spiegel anschaute, dachte ich nur: Was für eine alberne Verkleidung!

+ 1805: Friedrich Schiller

Allemal beser und aktueller als der olle, verstaubte Goethe.

„Don Carlos“ stellt den „Faust“ nach wie vor in den Schatten.

Und für die meisten gilt dann doch: „23 Jahre – und noch nichts für die Unsterblichkeit getan!“

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Regina dei Caffé

Wir haben wieder zwei Kilo frisch aus Rom mitgebracht bekommen.

Wer fährt Oktober / November nach Rom und bringt uns welchen mit? Im Gegenzug gibt es die die Adressen der drei besten Cafes in Rom und ggf. auch eine kleine Einführung, was man in Rom neben den Massenströmen machen sollte.

+ 1880: Gustave Flaubert

Es ist ja schon gut zu wissen, wann man was gelesen hat. In der Zwischenzeit interessiert mich aber gleichermaßen, warum man was wann gelesen hat. Ich hab’s ja echt nicht so mit der gesprochenen französischen Sprache, die mich einfach nur immer affektiert vorkommt, und obwohl ich ganz in der Nähe aufgewachsen bin, habe ich dann doch ‚lieber‘ Latein genommen. Was aber meine Liebe zu Frankreichs Küche nicht schmälert! Und da mich die Romanisten in der Uni nie interessierten und die Romanistinnen mich ja nicht auch nur eines Blickes würdigten, gab es auch da keine Berührungspunkte.

Andererseits gehöre ich zu den eher wenigen Menschen, die „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ schon zwei Mal gelesen haben. Egal.

Flaubert ist das Thema. Ich vermute ganz stark, dass Julian Barnes mit seinem „Flauberts Papagei“ mich auf ihn aufmerksam gemacht hat. Vier habe ich von ihm gelesen:

  • „Erziehung der Gefühle“ und „Bouvard et Péchuet“ sind die beiden, von denen am wenigsten hängen geblieben ist.
  • „Madame Bovary“ verwechsel ich immer gerne mal mit der „Effi Briest“ und höre daher die beiden Hörbücher alle drei Jahre mal
  • Und schließlich „Salambo“. Immer wenn ich mich an die erste Seite mache, brauche ich x Anläufe, alleine über die erste hinüberzukommen. So voll ist die, so dicht, so gewaltig, so bildreich, so olfaktorisch, so intensiv. Aber ist man einmal auf dem Niveau, dann ist das ein Roman, in dem sich einfach nur so suhlen kann, das ist Kino mit Geruch- und Geschmacksempfinden dazu. Ich denke mir immer, wenn Flaubert auf der Art mal Sex beschrieben hätte …. das wäre ein Millionseller bis heute geworden.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich es bei Barnes gelesen habe oder jetzt Flaubert mit jemand anderem verwechsle. Angeblich soll er auf eine der Pyramiden von Giseh geklettert sein und dann die Idee für „Salambo“ bekommen habe. Und als ich vor ein paar Jahre davor stand hatte ich größte Lust, es ihm gleich zu tun … ist aber in der Zwischenzeit verboten.

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Zahlen, die man unbedingt wissen muss

Also, vor 638 Tagen haben mein Mann und ich einen 10-kg-Eimer-Salz geöffnet. Jetzt ist er leer! D.h., wir haben also pro Tag im Durchschnitt 15,67 Gramm Salz verbraucht – und das nur zum Kochen.

Man müsste es jetzt natürlich noch komplizierter machen, von wegen Abzug abwesende Tage, was aber wieder mit der Anzahl der Gästen gegengerechnet werden müsste … ich vermute, es bleibt dann mit allem Aufwand bei irgendwas um die 15 Gramm.

So halt

E. ist gerade auf Besuch bei mir / uns. Mit ihm zum Italiener, die Bedinung entpuppt sich aber als Türke, was E. nutzt, um mit ihm auf türkisch zu palieren. Man sah der Bedinung die Freude an, aber auch die Zweifel, als E. erklärte seine Frau, eine Türkin, würde, wie er, in Indien leben.

Absolut korrekt – oder: Die darf das

„Das ist ja ein Schenkelklopfer für einen Beinamputierten!“ meinte Rolli-A. heute Abend, als mir – zugegeben – etwas ungeschickt und clownesk die Nudel von der Gabel rollte, die ich ihr gerade geben wollte.

Me-e/h-r

Als heute Nachmittag der Wind so rauschte, ich im Dienstzimmer saß und für ein paar Minuten einfach den Hörer auflegte und die Augen schloss, dann war das so wie am Meer!

Und auch wenn das Knie ein kleinwenig weh tut: Liebe Ostsee, nur die vollkommen ausgerastete GDL kann mich noch stoppen.

Kaleidoskop eines Alltags

Es gibt immer eine Geschichte hinter der Geschichte.

Anton Weyrother

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