Durch die Zeit

Monat: Juli, 2015

per pedes – # 192-203

Irgendetwas um die 16 km werden es dann wohl schon gewesen sein. Und man merke sich: Wenn man schon Tee mitschleppt, sollte man ein bißchen Zucker rein machen – schmeckt bei einer Rast wesentlich besser!

* 1818: Emily Brontë

„Wuthering Heights“ bzw. „Sturmhöhe“ von 1847 letztens mal aus Neugierde gelesen (und weil es hier noch so rumfuhr). Der Aufbau ist etwas eigen, denn der Ich-Erzähler lässt zu gut 90 Prozent eine Haushälterin erzählen. Das Personal zu Beginn etwas unübersichtlich – hätte ich keine Legende am Ende des Romanes gehabt, ich wäre wohl bald gescheitert. Ansonsten ein Psychodrama vom Feinsten. Würde man die Story in die Jetzt-Zeit übertragen – ich wäre mir sicher, dass das ein Renner würde.

# 191

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Wen man nicht vom Fach ist

Man sollte sich ja über andere nicht wirklich lustig machen. Aber letztens kam eine Freundin von mir mit einem Zettel und wollte wissen, ob ich die folgenden drei „Dinger“ kennen würde, mit denen man Homepage „basteln“ könne:

  • Woltpress
  • Wix.com
  • Jimdoo

15

Im ersten Moment hat es mich schon so ein bisschen gebissen, als die Bibliothekarin meinte: „Die 15 Euro Jahresgebühr werden jetzt fällig.“ 15 Euro!

Aber als ich dann mit den fünf Hörbüchern und drei Reiseführern im Wert von mindestens 150 Euro wieder an der Ausleihe stand …

Das Motzen hat ein Ende!

Also das Motzen meines Mannes. Den hättet ihr in den letzten Monaten vor dem Fernseher hören sollen! Da der Kabelbetreiber einen Sender nach dem anderen abgeklemmt hat, war ja schon genug Potential da. Jetzt gab es ARTE dann aber nur noch nach 20 Uhr, davor irgendein Kinderdoofzeugs. Mir ist das ja nicht so wichtig, ich schau zwar auch, aber ich brauch es nicht wirklich.

Der Mann einer seiner Arbeitskolleginnen ist Fernseh- und Rundfunktechniker (oder wie sich das heute nennt). ARTE war weg, da war der lange schon überlegte Termin innerhalb 24 Stunden gemacht.

Jetzt steht leihweise ein Digitalreciver (oder wie das Zeugs heißt) auf dem Boden, wir empfangen nun 56 Programme und alles ist dabei, was das Herz begehrt. Also, was zwei Herzen begehren. Denn während mein Mann ja ein Tierfilm nach dem anderen sehen kann bin ich manchmal vollkommen von Sendern fasziniert, die unsinnige Küchengeräte für 970 Euro an den Mann bzw. die Frau bekommen will.

Also ganz zu Ende ist das Motzen nun doch noch nicht.

P.S. Der neue Fernseher ist auch schon bestellt und kommt wohl noch vor dem Urlaub. Also ich wasche meine Hände in Unschuld!

Gebucht! / Zu buchen / Buch

Zwei Flüge nach Kavala (Griechenland) und zurück.

Was noch fehlt: Eine Unterkunft. (Scheint wohl ein Camping-Platz zu werden.)

Was auch noch fehlt: Wie bewegen wir uns dort von Fleck zu Fleck? (Scheint ein (teurer) Mietwagen zu werden.)

Und die allergrößte Frage: Was nehme ich an Lektüre mit? Platon bietet sich an, Aristophanes, Sophokles usw., aber das kann man ja nicht nur lesen. Die Online-Bibliothek gibt auch kaum was her, kaufen ist ja nach wie vor nicht. Bleibt das eigene Bücherregal (und das Fluggepäcklimit). Das wird jetzt echt ne Herausforderung.

+ 2011: Agota Kristof

Da fällt mir „Das große Heft“ ein. Das einzige was ich von ihm gelesen habe. Aber einen brutaleren Bruder hat es in der Literaturgeschichte wohl selten gegeben. Was mir damals so gefallen hat, war das Lakonische, die kurzen, klaren, harten Sätze, diese Direktheit.

Kurz gesucht, hier ein Beispiel:

Der Junge öffnet seinen Hosenlatz und sagt:
– Lutsche! Wenn du ihn mir lutscht, lassen wir dich deinen Eimer füllen.
Hasenscharte hockt sich hin. Der Junge weicht zurück:
– Glaubst du, ich stecke meinen Pimmel in deinen dreckigen Mund? Schlampe!

Und ja, auch nach 28 Jahren auf alle Fälle lesenswert.

verso l’orïente

Auf der Suche, was wir denn heute Abend im Fernsehen sehen könnten, stoße ich in der Programmzeitschrift auf die Bezeichnung „Antikfantasy“. Für mich eigentlich eine Unmöglichkeit, denn „Fantasy“ verbinde ich mit Zukunft … aber ja, bei genauerem Nachdenken …

Nachgedacht habe ich heute Mittag auch auf dem Balkon. Derzeit lese ich ja „Die Göttliche Komödie“ von Dante in einer neuen, zeitgenössischen und kommentierten Übersetzung. OK, manche Kommentare sind schon arg altbacken, konservativ und überwiegend arg, arg bildungsbürgerlich, die meisten aber hilfreich, einige unverständlich (da wird dann einfach auf Latein zitiert) und die eine – bisher – für mich ein wirkliches Aha-Erlebnis:

verso l’orïente: Das Beten nach Osten, Richtung Jerusalem respektive Mekka, war Christen und Muslimen des Okzidentes bzw. des Maghreb gemeinsam. Auch Kirchen waren vielfach nach Osten ausgerichtet, „orientiert“ (es kann nichts schaden, sich ab und zu in Erinnerung zu rufen, dass „nach Westen orientiert“ ein Widerspruch ist …).

(Dante Alighieri: La Commedia – Die Göttliche Komödie, II Purgatorio; In Prosa übersetzt und kommentiert von Hartmut Köhler; Reclam Verlag Stuttgart 2011, S. 139, FN 11)

* 1905: Elias Canetti

Einer der ‚Großen‘ sagt man. Einer von denen, die man gelesen haben ‚muss‘.

Ich hab mir erst letztens „Die Blendung“ von ihm als Hörbuch reingezogen und war komplett überrascht, wie witzig das war. Und genauso überrascht war ich, dass ich den Roman vor Jahren schon mal gelesen haben sollte. Was spricht nun für / gegen ihn bzw. mich?

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