Fremdkochen 2

von Bert

Hatte ein weiteres Mal die Gelegenheit kochen zu dürfen, ohne mitessen zu müssen.

Das ‚Menü‘:

  • Überbackene Champignons
  • Salate mit Ei-Dressing und einer Fischterrine (roher Lachs, geräucherter Lachs, Schrimps, Gemüse) (am Vortrag vorbereitet)
  • Fleischbrühe mit Kräuterflädle
  • Roulade klassisch mit einer Rotweinreduktion, Semmelknödel und einfachen Bohnen
  • Abgebackene Griesschnitten mit warmen Pflaumen

Start des Essens 19 Uhr. Ich hatte mich um 15 Uhr abholen lassen und war dann ab 15:30 am arbeiten.

Sagen wir so: Das was alles ganz schön mit der heißen Nadel gestrickt. Will heißen, für die ganzen Schi-Schis, die ich mir überlegt hatte, war überhaupt keine Zeit mehr. Auf der Rückfahrt – die Gastgeberin hat mir ein Taxi aufgedrängt – fiel mir auch ein: Normalerweise koche ich solche Programme ja mit meinem Mann zusammen … Ha, was für eine frühe Erkenntnis.

Aber auch die Erkenntnis: Die Bekochten konnten das Gekochte würdigen. Anscheinend gibt es da bei der älteren Generation noch eine Erinnerung, wie etwas ohne Glutamat oder Maggi schmeckt und bei der Jüngeren, dass dass ohne Glutamat oder Maggi echt interessant ist.

Was ich heute für mich gelernt habe: Ich schätze die Menge – heute waren es 7 Personen – gar nicht soo schlecht ein, mal darf es etwas mehr sein, mal etwas weniger. Klar ist, das kein Metzger mit meinen Angaben etwas anfangen kann und halt das maximale nimmt. Klar ist, dass, wenn man alleine kocht, man einfach mehr Zeit vor der Hand braucht. Klar ist, dass das Schi-Schi vorab vorbereitet sein muss (noch eine Stunde früher) wenn man auch mit der Optik punkten will.

Ich kann da derweil ganz gut mit mir.

Und über das Hörbuch, dass ich derweil gehört habe, blogge ich extra. Erst zu Ende hören, aber ich glaube, dass die letzte halbe Stunde nichts am „so-was-von-geil“ wird ändern können.