Wer nicht will, der hat halt schon

von Bert

Nach dem der Geschäftsführer eher gelangweilet nach Lebenslauf und Beweggrund der Bewrebung gefragt hat, übernimmt M. Er bedankt sich erstmal für die Arbeit bisher, lobt sogar (sowas kenne ich schon Jahre nicht mehr) und stellt dann ein paar motivietere Fragen. Und mir wird schlagartig klar, dass er mich gerne auf der Stelle haben würde, denn wir würden uns  gut ergänzen und zudem etwas für die Männerquote in der Öffentlichkeitsarbeit tun. An der Stelle bekomme ich danns schon Herzklopfen – aber in der nächsten Redepause wird mir auch wieder klar, das Frau M. die Stelle bekommen wird. Schließlich ist sie weiblich (wichtig für GF und HGF), ein Ausbidlungsprodukt des Hauses, jung (und daher zwei bis vier Gehaltstufen billiger als ich es wäre), gehorsam, pflegeleicht und unerfahren.

Als ich keine 20 Minuten wieder an meinem Schreibtisch sitze und weiterarbeiten will, überfällt mich bleierne Müdigkeit und stechende Kopfschmerzen, die sich nur sehr, sehr langsam verziehen.