* 1933: Peter Härtling

von Bert

Nun, wenn ich ihn im Radio höre, dann gibt es nur eins: um- oder ausschalten. Seine schwäbische Behäbigkeit bringt mich nach drei Silben einfach auf die Palme und wenn ich es dann ein paar Silben länger aushalte, dann rege ich mich furchtbar über seine intellektuell-gedrechselten Sätze auf und erst recht über seine Besserwisserei. Aber man muss ihn ja nicht hören, man kann ich still für sich lesen. Da sind – und wer Stelle eins hat, weiß ich selber nicht, also alphabetisch: „Benn liebt Anna“ und „Hölderlin“. Letzteres wohl sein bedeutenstes Buch, das sich wirklich vielwissend und einfühlsam mit einem der größten Lyriker der deutschen Sprache auseinandersetzt.

Vom Rest kenne ich nicht viel, habe ihn – was die Literatur betrifft – unter „weichgespült“ abgelegt. Aber die beiden genannten sind fast schon ein Muss.