Wertverschiebung

von Bert

Bis vor knapp zwei Jahren, als ich noch schlank war – nicht-rauchen macht dick! – war das Teuerste, was ich auf dem Leibt trug, wenn ich denn was anhatte, meine Unterwäsche. OK, so schlimm war es nicht ganz, aber manchmal habe ich für die wenigen Quadratzentimeter so viel gezahlt, wie für eine (sehr) einfache Jeans. Und natürlich habe ich nur exklusive Markenlabels getragen, mir solch dünne Dreiecke mit Bändchen auch mal gerne aus Australien schicken lassen.

Aber die Zeiten, soetwas zu tragen, sind definitv vorbei, denn ich will mich da vor niemanden, auch vor mir nicht, lächerlich machen. (Wohin aber jetzt mit der ganzen, großen, erlesenen Sammlung? Wer kann sie würdigen?) So trage ich nun die von mir früher verhassten labbrigen Boxershorts, aber – ich bleibe bei diesem Thema einfach eigen (warum wohl?) – jetzt wieder auch nur eine ganz bestimmte Art (die ich gar nicht mal richtig beschreiben kann, jedenfalls dickere Baumwolldinger, die auch fallen und so richtig labbrig sind und nicht die dünnen Baumwolldinger, die immer ein Aussehen von Papier haben). Und die gibt es bei C&A – sechs  Stück für 24 Euro, d.h., früher hätte ich für das Geld gerade mal ne Häflte vom Dreieck bekommen.