* 1869: André Gide

von Bert

Mir war echt nicht bewusst, dass er schon so alt ist. Für mich gehört er einfach zu den modernen Schriftstellern. Auch wenn in seinen Werken, soweit ich mich jetzt erinnere, Homosexualität keine Rolle spielt, bleibt er für mich dennoch ein schwuler Autor, auch wenn er, wie ich, auch dem weiblichen Geschlecht nicht abgeneigt war. („Die Ringeltaube“, posthum erschienen, scheint das einzig Schwule von ihm zu sein – gerade bestellt, ich verdien ja wieder, da darf ich (etwas).)

Auch wenn ich jetzt Probleme hätte, die Inhalte von „Die Falschmünzer“ oder „Der Immoralist“ wiederzugeben, ich weiß aber noch, dass es beeindruckende Bücher waren. Und ich gehe nach wie vor davon aus, dass Dinge, an die man sich heute nicht mehr erinnert, doch als Prägendes immer noch irgendwie präsent sind.

Auf alle Fälle steht er auf der Liste „Wiederlesen“ ganz weit oben – und irgendwo habe ich aufgeschnappt, dass man unbedingt seine Tagebücher lesen sollte. Die Stadtbibliothek hat sie nicht – muss ich mal bei der Uni schauen.