* 1904: Alejo Carpentier

von Bert

Meiner Meinung nach hätte er ohne jede Frage den Literaturnobelpreis bekommen sollen, denn er war nicht nur ein mächtiger Erzähler sonder auch ein politische Romancier, der gerade die südamerikansichen Verhältnisse mit dem Blick des Aufklärers durchleuchten konnte.

Dass ‚die Südamerikaner‘ eh ein Talent zum Erzählen haben, ist nichts neues, aber Carpentier konnte es besonders.

Daher empfehle ich einfach mal alles, was auf deutsch erschienen ist:

  • Das Reich von dieser Welt
  • Die verlorenen Spuren
  • Hetzjagd
  • Explosion in der Kathedrale
  • Die Methode der Macht
  • Barockkonzert
  • Le Sacre du Printemps
  • Die Harfe und der Schatten
  • Mein Havana

Und wer je noch ein Exemplar von „Barockkonzert“ bekommen sollte – ok, ok, ZVAB listet ne Menge zu niedrigem Preis an: Kaufen! Lesen! Es ist wohl die musikalischste Novelle der Literaturgeschichte und macht einfach nur Spaß, denn es ist zugleich ein Zeitreise: zu Beginn hat man es noch mit Händel  und Konsorten zu tun, die mitternachts in einem Mädcheninternat (!) ein Spontankonzert veranstalten, am Ende tönt dann Louis Amstrong.