Durch die Zeit

Monat: Januar, 2016

Was für ein elendes Gedöhns

Meinen Fotoapparat gestern bei M. vergessen. Für die morgige Aufgabe daher meine ‚alte‘ 20d genommen. Aber weder für meinen Rechner noch den Rechner meines Mannes gibt es einen passenden Treiber. Mein Kartenlesegerät am Computer ist defekt. Für den Mac gibt es auch nichts, was die Kamera erkennen lässt. Findet sich noch eine uralt Gurke mit Vista. Nun, da klappt es einigermaßen mit dem Treiber aber dieses komplett-Scheiß-Programm Picasa raubt mir dann echt den letzten Nerv, weil dieses bis in die letzte Codezeile idiotisches und unbrauchbares Programm unter „exportieren“ das Exportieren von Vorschaubildern (!!!) versteht. Und wo es die Daten hingespeichert hat …

5 von 12

Gestern hat sich mal wieder die Ausbildungsgruppe getroffen. Wie immer bei M., die uns zusammenhält, wie immer mit selbstmitgebrachten Essen (unglücklicherweise diesmal gleichd drei Suppen) und wie immer mit der „Eingangsrunde“, die diesmal aber nur ne gute Stunde dauerte.

Dann ein eher bemühtes Bei- und Miteinander. Denn fünf von uns zwölf machen schon gar nicht mehr da mit, wofür wir ausgebildet worden sind und somit fehlt immer mehr ein gemeinsames Gesprächsthema. Der Kauf von Eigentumswohnungen und aparte Fernreisen taugten genauso wenig wie Spinnenphopie und Krankheiten.

Bisschen schade ist es schon, dass wir da nun auseinanderfallen, aber dass wir überhaupt schon mal sechs Jahre geschafft haben in der Konstellation, ist auch nicht gerade ohne.

So ein Tag halt

Der Mann hat Kotzeritis von der feinsten Sorte, der erwartete Besuch hat vergessen zu sagen, dass er nicht kommt (Glück gehabt, er hätte das Abendessen selber mitbringen müssen) und S. stellt mir die nette Aufgabe, mich auf eine interne Bewerbung als Externer zu bewerben.

Haare ab

Mal wieder beim Friseur. War auch nötig. Heute schwang dann die Kollegin von der, die sonst mir die Haare macht, den Apparat. Und sie verstand das Wort „extrem“ auch einigermaßen so wie es gemeint ist. Also hinten und an den Seiten ist es jetzt mal wirklich kurz, vorne dagegen extrem lang. (Im Grunde geschickt, denn in einem Monat spätestens muss ich dann wieder hin.)

Aus lauter schlechtem Gewissen habe ich dann etwas mehr Trinkgeld gegeben als sonst, weil ich auf alle Versuche von ihr mit mir ein Gespräch anzufangen, nur mit „Mhm“ oder „Hm“ geantwortet habe.

Davor und danach war ich ansonsten damit beschäftigt, weitere Körperhaare an allen möglichen und unmöglichen Stellen zu entfernen. Mag Haut als Haut und nicht als Fell. Ich hab‘ das echt lange nicht mehr gemacht. Gab‘ mir dann auch zu denken.

B.

So wie es aussieht kommt in vier Wochen mein Großcousin B. zu Besuch. Das wäre dann das fünfte Mal in unserem Leben, dass wir uns sehen.

Ich mag ihn sehr und in seine Stimme bin ich komplett und hoffnungslos verknallt.

Als wir uns das letzte Mal vor sieben oder acht Jahren sahen, saßen wir zusammen beim Abendessen. Er hat zwei mal das Bier vom Tisch gewischt und x-mal die Gabel fallen lassen, weil er total nervös war. Die Tischdecke danach sah aus wie sau.

Ich kenn‘ ihn, seit ich etwa 13 bin und er war von da ab immer ein Begriff, jemand besonderes, jemand … egal. Er kommt!

Janis!!! oder: Count your fingers

Der Film dauert 103 Minuten. Nach knapp 35 Minuten war er aber schon vorbei.

Ich find, der Film ist toll gemacht. Zeitzeugen berichten, es wird aus Briefen an die Eltern von ihr vorgelesen, Ausschnitte aus Interviews werden gezeigt. Dazwischen überwiegend Originalmaterial von ihren Auftritten. Aber kein Song wird ausgespielt. Alles bleibt Fragment, wie im Grunde ihr Leben dann leider auch.

Und dennoch, es gibt einen roten Faden, der ist sogar konsequent.

Ich meinte ja viel über sie zu wissen, aber da gab es dann doch ein paar Aspekte, die mir komplett neu waren. Sie hatte Geschwister! Sogar nen jüngeren Bruder!

Richtig gut war das chronologische Vorgehen. Ich kenne alle ihre Platten auswendig und weiß eigentlich auch, wann erschienen. Aber der Film stopft dann die Zeiten zwischen den Platten, den großen Auftritten – und das ergibt ein etwas anderes Bild, was den ein oder anderen Song in leicht anderem Licht erscheinen lässt.

Und mir sind am Ende fast die Tränen bei „Little Girl Blues“ gekommen – und zugleich hab‘ ich kapiert, was das für ein wertvoller Text für meine Freiwilligenarbeit ist. „Count your fingers!“

Und was mir noch sie so klar geworden ist. Was für eine Ausnahmeerscheinung sie gewesen sein muss, selbst gegen Heroen wie Jimmy Hendrix und was weiß ich. Es gab in dem Film Aufnahmen vom Montery Pop Festival, bei dem sie ja den Durchbruch hatte. Bei einem Kameraschwenk sieht man das Publikum, das komplett entgeistert sich gegenseitig anschaut um fragen zu wollen: Was war das denn? Aber noch bevor die Frage sich manifestieren kann jubeln sie wie besesen, springen auf! (Aufspringen! Das Festival war bestuhlt!!!) Und einer von hundert saß auf dem Stuhl fest, schaute eisern und hatte nix kapiert.

Und sie, die sich so befreite, war dann in gewisser weise wiederum sowas von konservativ, wenn sie sich andauernd gegenüber ihren Eltern zu rechtfertigen versucht.

Und es hat einfach sooo gut getan. All die Songs. In Varianten, die ich noch nicht kannte, aber bei jedem Ton wußte, ob er mit den Tönen der Plattenaufnahmen übereinstimmt oder nicht und mich gefreut habe, da ne Variante zu hören, da ne andere Interpretation.

Ach, was schreib ich da:

wb120211_06

(Und für die Nichtwissenden: Mit vollen Namen hieß sie „Janis Lyn Joplin“.)

(Und für die Therapeuten / Psychotherapeuten / Möchtegerntherapeuten / Küchenpsychologen / etc. – unter uns: Deine Einschätzung ist willkommen!)

 

Little Girl Blues

Sit there, hmm, count your fingers.
What else, What else is there to do ?
Oh hon I know how you feel
I know you feel that you’re through.
Oh wah wah ah – Sit there, hmm, count
Ah count your little fingers
My unhappy, oh little girl – little girl blue, yeah.

Oh sit there, Oh count those raindrops
Oh feel ‚em falling down, Oh honey all around you.
Honey don’t you know it’s time
I feel it’s time
Somebody told you ‚cause you got to know
That all you ever gonna have to count on
Or gonna wanna lean on
It’s gonna feel just like those raindrops do
When they’re falling down, Honey all – all around you.
Oh, I know you’re unhappy.

Oh sit there, Oh go on
Go on and count your fingers.
I know what else, What else
Honey have you got to do.
And I know how you feel
And I know you ain’t got no reason to go on
And I know you feel that you must be through.
Oh honey, go on and sit right back down
I want you to count, Oh count your fingers
Ah my unhappy, My unlucky
And my little, Oh girl blue.
I know you’re unhappy
Ooh, Ah hon I know
Baby I know just how you feel

 

Janis Joplin

Und weg damit

Ärgere mich gerade echt über mich selbst. Nicht aufgepasst und ohne Not einen Frank Witzel gekauft. Sein RAF-Gedöhns-Buchpreis-Buch (siehe interner Link an seinem Namen) war ja schon unterirdisch, aber dass er mit „Blue Moon Baby“ noch eins nach- oder vorlegt (keine Lust das noch zu recherchieren) … Absolut nicht mein Ding, a b s o l u t  n i c h t.

18 Euro für die Katz‘! Sowas von ärgerlich.

Wer den Mist haben will: 92 Seiten von 313 gelesen, vorne steht mit Bleistift „Januar ’16)“ sonst gut erhalten. Geb‘ es diesmal gegen die anfallenden Portogebühren nebst freiwilliger Spende ab.

Weltidee

Also, ich werde jetzt ein neuartiges Bett konstruieren, d.h. vielmehr eine intelligente Matratze. Die besteht dann aus ein paar tausend kleinen Kolben, die mit irgendeinem tollen Geel gefüllt sind. Legt man sich auf die Matratze, drücken die Kolben das Geel in ein extra Behältnis. Steht man wieder auf, strömt durch ein anderes Ventil, weil die Matratze unter Unterdruck oder Überdruck steht (das muss ich noch rausfinden) wieder Geel in die Kolben. Und jetzt kommt die eigentliche Weltidee: An den Ventilen ist geschickterweise immer eine kleine Turbine angebracht, so dass bei aus- wie beim einströmen des Geels man Energie (!!!) erzeugen (!!!) kann!!!.

Das heißt, hat man heftigen, leidenschaftlichen Sex bewegt man sich ja durchaus auf der Matratze und bringt so die Kolben in ein beständges auf und nieder, d.h., die Stromerzeugung wird dementsprechend hoch sein. Selbst beim wichsen kommt es dann logischerweise zu einer höheren Stromerzeugung.

Für viele wird es also heißen: Habt viel heftigen Sex, dann habt ihr viel selbstproduzierten Strom

Für Menschen wie mich wird es zudem heißen: Neben dem vielen heftigen Sex bist Du eh so ein verdammt unruhiger Schläfer, dass Du wohl die meiste Energie erzeugen wirst.

Denn nur einer wie ich, der sich Nacht für Nacht von der einen Seite auf die andere wirft, hat überhaupt noch das Potenzial übrig, auf so eine Weltidee zu kommen. Wer sich gegen Gewinnbeteiligung an der Entwicklung beteiligen will, der mag sich bitte einfach melden. Wer einen schönen Namen für diese Art von Bett findet, bekommt dann eins geschenkt!

Projekte über Projekte

Wenn das Geld stimmen würde, käme ich auch ohne Arbeit gut aus.

Bei den Geschenken dieser Tage – nehme ich mal wieder den heldenhaften E. aus – handelte es sich in erster Linie um Flaschen. Überwiegend Rotwein, gefolgt von Öl und Essig. Zwei Gutscheine, ne drei sogar (yeah!) zweimal Buch, einmal Musik. Und drei Bücher. Finde es nach wie vor immer total mutig  mir Bücher zu schenken. OK, das eine war ein Kochbuch und da wir nur derer 40 haben ist die Gefahr, da was zu schenken, was schon da ist, echt gering. Das andere ein (eher schlechter Roman) von Suter, der vor fünf oder sechs Jahren erschienen ist. S. und D. schossen dann aber den Vogel ab. als sie mir ein eher dickes Buch überreichten: Die Bibel für jeden Tag. D.h., bei der Aufteilung braucht uman 365 Tage, dann ist man durch. Hat mich tierisch gefreut, denn das soll ja mein Jahresliteraturprojekt werden. Der nächste geeignete Einsteig wäre nach Vorwort heute – aber ich nehm dann den am 7. Februar.

Danteleseprojekt läuft ja nach wie vor, die „Hölle“ haben wir hinter uns.

Shakespeares Dramen wäre ja auch mal ne nette Aufgabe – chronologisch und zügig.

Aber da ich erfahrungsgemäß im Durchschnitt am Tag nur zu einer Stunde lesen komme und die Bibel schon täglich dann gut 15 Minuten in Anspruch nehmen wird verschiebe ich den Shakespeare mal mit der Begründung, dass ich noch keine anständige Gesamtausgabe der Dramen gefunden habe.

Erotischer Adventskalender - der Test

Du wolltest schon immer wissen, was die teuren erotischen Adventskalender taugen? Ich habe den Test für dich gemacht ...

Rummelschubsers Blog

Ein Rummelschubser im Kampf vs Glioblastom

Tanne's lyrische Lichtungen

Einsame Insel. Tosende See. Peitschender Wind. Finsterer Nadelwald. Lichtungen. Ewige Stunde null? Willkommen.

Geschichten aus der Großstadt

aus dem Leben eines Singles.

Confidentcontradiction

aus dem Leben eines Twentysomething-Mädchens

Depressiver Optimist

Textrovertierter Vorstadt-P(r)o(l)et.

stefan mesch

Literature. TV. Journalism.

MARKUS JÄGER #DasguteBuch

Bücher und Begeisterung

Der Feind in mir.

Ein Protokoll.

HALLO WELT!

Mein Auslandsblog für alle in der Heimat

... ach, nichts.

Fachmagazin für depressive Landschaftsfotografie und allgemeinen Kulturpessimismus