Nachtrag

von Bert

Selten bin ich so ungern losgefahren wie zu dieser Hochzeit. Ob der überaus freundlichen Begrüßung dann genauso überrascht wie über die Tatsache, dass M. bestimmten Wein für mich gekauft hatte und ihn für mich in einem Privatversteck bunkerte.

Den Rest des Nachmittags / des Abends / der Nacht / des Morgens versteckte ich mich weder hinter meiner Kamera oder sorgte mich um das Büffet, räumte Geschirr zusammen, wusch es, … trank ein bisschen von „meinem Wein“ und hörte den anderen zu. Oh Gott, was für selbstgefälliges Geschwätz. Niemand stellte Fragen sondern erzählte / berichtete / toppte … nicht im geringsten Fall meine Party.

Und dann ist mir noch eingefallen, dass ich mit M. ja mal ein heftige Affaire hatte und er sich damals überlegte, sich von K., seinem jetzigen Mann zu trennen um mit mir ‚zusammen zu kommen‘. Er hat sich dann aber dagegen entschieden, da ich ihm zu kompliziert war. Heute wissen wir wohl beide, dass er einfach zu zwanghaft ist.

Im Auto zurück musste ich mir dann auch noch die Ohren zu halten, weil mein Mann und sein Ex meinten, die Welt erklären zu müssen. Demnächst gibt es für die beiden ein Grundkurs in Demokratie.