Heute kochen wir wieder selber

von Bert

Nicht, das es gestern schlecht gewesen wäre – aber die Erhellung war es dann (leider) doch nicht. Und der Service musste sich auch erst noch einrumpeln. Die Aperetifs kamen mit der Vorspeise (gingen dann aber auch aufs Haus), die OK war – aber, eben wie der Hauptgang: Das war alles gut gemacht, ohne jede Frage, aber weder irgendwie raffiniert oder überraschend. Die Weine, die wir probierten waren, bis auf den letzten, eher so iner Mitte anzusiedeln. Aber immerhin hatte sich dann der Service gefangen und als wir uns zum Schluß noch ein Sorbet mit Wodka geleistet haben, kam der Ober mit der Frage, ob es denn viel oder wenig Wodka sein sollte. Mein Mann nahm wenig, ich sagte „Etwas mehr“ woraufhin ihm mit einem breiten Grinsen „die Hand ausrutschte“ und er mir wirklich großzügig eingoss. Dann doch noch die Käseplatte – bis auf den einen eine anständige Zusammenstellung – gefolgt von zwei hervorragenden Bränden.

Und schließlich die Rechnugn. Falsch, wie ich auf den ersten Blick feststelle – es fehlten beide Brände. Kellner kam, macht ein entgeistertes Gesicht und flüsterte „Wenn Sie es niemanden sagen … dann lassen wir die einfach weg.“ Wem hätte ich es denn sagen sollen?

Kurz: Wir warten den Kartenwechsel ab und gehen wieder hin. Denn das Ambiente ist angenehm und wenn wir unsere Erwartungen etwas runterschrauben, dann dürfte das wieder ein recht vergünlicher Abend werden.

So, jetzt aber in die Küche: Das Risotto mit Trüffel macht sich ja nicht von allein. (Natürlich nur Trüffel aus dem Glas – geschenkt bekommen, muss jetzt mal weg.)