Durch die Zeit

Monat: April, 2016

Ich nehm es mal …

… das „Stöckchen“, so hieß das jedenfalls in einer andern Blogwelt immer. Ich hätte gerade soviel und daher nix zu schreiben und die Fragen sind mal für mich eher schwer. Kommen von Blaubeermuffins machen glücklich (was ich ja bezweifle, [eine nachträglich aber notwendige Ergänzung] also ob Blaubeermuffins wirklich glücklich machen. denn ich mag keine Muffins.) (Und etwas mehr „Reichweite“, warum nicht? Noch misst wordpress meine Follower in USA-U-Bahn-Waggon-Größen, das hätte ich dann doch mit der Zeit gerne geändert.)

  1. Beschreibe deine Arbeitsweise mit einem Musiktitel!
    Zur Zeit, also aktuell, wäre das irgendein Largo von Händel oder das Langsamste was Gustav Mahler je komponiert hat. Meine eigentliche Arbeitsweise gleicht dann doch eher einem Allegro, aber sauber und konzentriert gespielt.
  2. Wie würde dein Jobtitel lauten, wenn er beschreiben würde, was du wirklich tust?
    Fachangestellter für Zeit-, Papier- und Eigenmotivationsvernichtung.
  3. Wenn deine Familie / dein Freundeskreis einer Serie entsprungen wäre: Welcher?
    Da ich nur die „Lindenstraße“ kenne, heißt die Antwort überraschenderweise: „Lindenstraße“.
  4. Aktuell haben wir politisch keine leichte Situation. Welcher Politiker hat dich positiv überrascht?
    Ich glaub‘ es selber nicht, aber Merkels Haltung zum Fluchtthema nötigt mir Respekt aber, obwohl ich sonst …
  5. Und welcher Politiker sollte schleunigst seinen Hut nehmen?
    ‚Welcher‘ spielt auf Singular an. Also setze ich Punkte zwischen die Namen: Horst Seehofer (sofort in dieser Minute, alle anderen dann eine Minute später). Frauke Petry. Beatrix von Storch. Patrick Lindner. Volker Bouffier. … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … [Wenn Du die Fragen andersrum gestellt hättest …]
  6. Wenn deine Kinder so werden wie du, wärst du stolz oder beunruhigt?
    Beides.
  7. Wer oder was ist deine mediale Reizfigur? (Schauspieler, Moderator, Fußballer…)
    Alle A-, B-, C-, D-, …-Promis mit ohne Hirn, wie Geißens und Top-Modells und … (ich darf das alles nicht gucken, daher kenne ich die Namenn nicht).
  8. Für welches Ehrenamt kann man dich begeistern?
    Bin schon für eins begeistert, auch wenn heute echt mit schwere Thema.
  9. Herzlichen Glückwunsch, eine großzügige Fee steht vor dir! Du darfst dir ein Talent wünschen. Welches wählst du?
    Singen können. (Ich möcht zurück auf die Straße / möcht wieder singen, nicht schön, sondern geil und laut / Denn Gold find man bekanntlich im Dreck / Und Straßen sind aus Dreck gebaut (MMW))
  10. Was tust du dafür, dass diese Welt ein kleines bisschen besser wird?
    Siehe Nr. 8.
  11. Wenn du einem Menschen in deinem Umfeld einen Preis verleihen dürftest: Wem und warum?
    Ich fand diese Preisverleihungen schon immer Scheiße. Nur weil man am weitesten sprang, wurde man bei den Bundesjugendspielen ausgzeichnet (ich nie!). Nur weil man einen Notendurchschnitt von 1,1 hatte, bekam man in der Schule ein Buch geschenkt (ich nie). Nur weil man … (ich nie).
    Man kann weit springen, gute Noten haben … und dennoch einfach nur ein Arschloch sein.
    OK, eine Ausnahme. Ich hätte es gerne gehabt, dass Alejo Carpentier den Nobelpreis für Literatur bekommen hätte (und Phillip Roth und Friedrich Christian Delius und …). Aber Preise zeichnen immer nur einen Aspekt aus – aber kein Mensch besteht aus einem Aspekt – daher sind sie suspekt.

1.-Mai-e-book

Nach gut einem Jahr zögern mich dann heute dann doch getraut und XY einen Bettelbrief geschrieben. Der hat vor gut einem Jahr mir davon erzählt, dass jemand ihm die aktuellen Bücher als e-book schickt und er schon eine recht nette Bibliothek zusammen hätte. Und XY ist jetzt nicht jemand, der Rosamunde Pilcher und Konsortinnen liest.

Auf meine Mail, ob er mir vielleicht das ein oder andere gekrackte und daher illegales e-book zur Verfügung stellen könnte, kam eine Einladung zu einer 1.-Mai-Wanderung.

Ehrlich gesagt, ich hoffe auf eine weitere Mail (oder auf eine CD).

Shakespeare – remember

Während ich richtig lange mit P. telefoniere – andere Menschen werden für solche Gespräche bezahlt – schaut mein Mann im Fernsehen Shakespeare, den „Sommernachtstraum“. Die letzten Minuten bekomme ich auch noch mit und erinnere mich nach den ersten Zeilen sofort an meinen zweiten Theaterabend meines Lebens: Shakespeare: Sommernachtstraum. Siggi Schwienteck als Puck (soviel sei verraten – denn wer jetzt gut googlen kann, weiß wann und wo das war). Es war schlichtweg der Beginn meiner Theaterleidenschaft. Nicht nur, weil Schienteck an einem Seil nicht nur über die Bühne sondern auch über die Zuschauer schwang und so tat, als würde er loslassen, sondern auch weil es eine Schülervorführung war. Wenige Jahre später haben mir verschiedene SchauspielerInnen vesichert, dass nach der Premiere die Aufführuntg vor 1.000 SchülerInnen so das Schlimmste ist, was man sich vorstellen kann, denn: Die sind so ehrlich! Ja, das waren wir, im Kollektiv und zwar so richtig ordentlich.

Zurück zu Sommernachtstraum. Ich war 14, vielleicht 15, älter jedenfalls nicht, durfte das Schüler-Abo nur deswegen haben, weil mein älterer Bruder mich begleitete. (Aber nur dieses eine Jahr, dann war ich ’selbständig‘ und durfte auch die beiden Mitschülerinnen danach immer nach Hause bringen, was zwei Jahre später interessanterweise arg, arg lange dauerte).

Zurück zu Sommernachtstraum.Da gibt es so eine Szene, da steht eine Schauspielerin auf der Bühne, wendet sich zum Publikum und gesteht mit allem Schmerz und Verzweiflung der Welt: „Ich bin hässlich wie ein Bär.“ Komplette Stille im Haus, alle tief betroffen ob dieses Schicksals – dann schlägt irgendemjemand (mein Cousin, wie sich später herausstellt) trocken dreimal in die Hände. Totenstille danach. Und danach … das Publikum brüllt, lacht, applaudiert, tost, kriegt sich nicht mehr ein, die Schauspielerin auf der Bühen dreht sich um, man sieht ihre Schulter zucken, ich denke im ersten Moment, sie heult, dabei wird sie von Lachsalven geschüttelt, rennt dann von der Bühne, schmeißt die komplette Szene.

Erst Minuten später geht es auf der Bühne weiter – es war ein Fest.

Verschlafen

Den Tag. So gut wie jedenfalls. Bis auf den Abend mit A. und Spargel.

Jetzt noch einen Wein, etwas Winslow, viel Bett – und den Luxus, mir morgen ne Wochenkarte für den Nahverkehr zu kaufen, soo überhaaupt keeine Luust beii deer Käälte Raad zu faahren.

 

Misantroph?

Verpflichtender Fachtag zur Langzeitfortbildung, die ich anstrebe. Mit den beiden Referenten, ein Ehepaar, sind wir 15 – und wie so oft in dem Bereich, die Mehrheit sind Frauen. Nach zwei Stunden bemerke ich, dass meine Konzentration echt nicht die beste ist, ich lieber aus dem Fenster starre und es schaffe, nix zu denken. An den Diskussionen beteilige ich mich überhaupt nicht. OK, ich weiß, dass ich gerne fremdel und mein Mann mich auch manchmal Misantroph schmipft – aber das ist es nicht. Irgendwie interessieren die anderen mich nicht, sind mir weder symphatisch noch unsymphatisch. Über die Zeit stellt sich heraus, dass wohl gut 80 Prozent entweder Lehrerinnen oder Erzieherinnen sind, viele schon sich in „gewaltfreier Kommunikation“ geübt haben.

Ich weiß nicht, ob ich da überheblich bin, aber die meisten Redebeiträge halte ich für nette Allgmeinplätze und wundere mich, dass man aus eine Maus gleich drei gestreifte Elefanten machen kann (was natürlich dann ausgiebigst bewundert werden muss). Die Referenten sind ganz OK, ein bißchen viel „Spielerei“, aber immerhin gutes Zeitmanagement (bis auf den Schluss, da haben sie sich dann ordentlich verrant).

Zu Mittag mein erstes veganes Gericht. Nur weil die Mehrheit vegetarisch wollte, gibt es also nur (!) vegan – ich finde das eine Bevormundung, das Gericht selber eine einzige Zumutung (Reis, der OK war, aber das weichgekochtem Gemüse in einer faden Mehlpampe mit undefierbaren, da geschmacksneutralen Brätlingen ist selbst für Kantinenniveau ein absoluter Tiefschlag) – gut eine Stunde später habe ich Durchfall. In Kontakt komme ich mit niemanden.

Am Nachmittag geht es weiter, die Kleingruppenthemen etwas gesucht, die Ergebnisse schmal wie ein Spaghettini.

Und ich grübel jetzt echt, ob das an meiner hochnäsigen Haltung liegt – die ich manchmal schon an den Tag legen kann – oder ob es einfach nur so ist, dass die Gruppe für mich nicht stimmt. Und kann das ausreichender Grund sein, vom Rücktrittsrecht Gebrauch zu machen. Immerhin sind das 260 Stunden Ausbildung, plus die Abende und die Pausen und z.T. die gemeinsam Hin- und Rückfahrten.

Y E A H !

Durgeschlafen heute Nacht! OK, nicht ganz, aber immerhin, das waren etwas mehr als 5,5 Stunden. Ohne ein einziges Aufwachen! Ohne ein einziges Rumwälzen! Premiere in diesem Jahr.

#304 – Punkt

„Punkt“ war die Aufgabe diese Woche im Photoblog. Und es ist ja echt unteschiedlich, wie lange ich für eine Idee brauche. Das hier war Mittelstrecke. Einfach den letzten Punkt von Büchern. Ich könnte ja jetzt ein Rätsel veranstalten, aber das wäre dann doch wohl zu leicht, also im Uhrzeigersinn: Bibel – Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit – James Joyce: Ulysses [und ich war mir sooo! sicher, dass der Roman ohne Punkt endet und dass gerade das der Clou hätte werden sollen – denkste] – Fjodor Michailowitsch Dostojewskij: Rodion Raskolnikoff (besser bekannt unter dem Scheißtitel: Schuld und Sühne).

„Bananenstaat“

Der e-Reader hat sich beim Artzbesuch fast verdient gemacht – diesmal war die Wartzeit aber wirklich erträglich. Was dann erfolgte war es dann nicht ganz so. Der Hausarzt zuckt ob meines Berichtes vom Hand-Chirurg weiter mit den Schultern. Die Überweisung zum Neurologen ist schnell ausgestellt – aber dann der ’nette‘ Hinweis: In der Stadt, wo ich lebe, sei es um Neurologen, weil sie so schlecht bezahlt werden, echt schlecht bestellt. Er empfiehlt mit dem Zug in einer guten halben Stunde das Bundesland zu wechseln, um in einer Winz-Kleinstadt den Neurologen aufzusuchen. Wir schreiben a) 2016, wir schreiben b) Bundesrepublik Deutschland und wir schreiben c) Millionen-Übeschüsse bei den Krankenkassen.

Mich macht das gerade etwas fertig. Trotz Schmerztabeletten gestern wieder Schmerzen gehabt (ok, ich hatte an zwei Tagen nur aus Vergesslichkeit eine statt zwei genommen) und jetzt die Aussicht warten und warten und warten zu müssen. Klar, ich bin absolut kein ‚Notfall‘, aber Schmerzen sind Schmerzen.

Der Handchirurg hat mir eine Packung Schmerztablette N1 verschrieben, 20 Stück. Der Hausarzt veschreibt gleich mal N2, 50 Stück – Aussage genug.

Nicht mein Tag

Kein guter Tag heute. Sehr einsam. Sehr schweigsam. Sehr zurückgezogen. An der Arbeit nichts wirkliches zu tun, außer alte Vorgänge einscannen und in Ordner abzulegen – das kann auch jeder 15-jährige. Nachmittag alleine, Bibel lesen, Dante lesen, dann wieder kommatöser Mittagsschlaf. Abendessen beim Türken, der der Mann im Dauereinsatz. Dante-Lesekreis, war zwar gut, aber ich nicht wirklich dabei. Immerhin, im Dialog mit den anderen ist mir einiges aufgegangen und wenn E. sagt, das sei für ihn ein neuer Gedanke,dann ist das wie ein Ritterschlag. Am Abend vergessen die Schmerztablette zu nehmen, jetzt die Erkenntnis, dass sie zwar etwas geholfen haben, aber nicht wirklich. Versuche einen Termin bei einem Neurologen zu bekommen bisher gescheitert. U. sagt den Chat-Termin für Donnerstag ab – irgendwie hat die es echt nicht mit Terminen bzw. Terminkalendern (aber mir dann vorwerfen, ich hätte weder Interesse noch Zeit). Immerhin ist der ferne E. nicht sauer auf mich sondern hat derzeit, weil auf dem Lande weilend, nur schlechte Verbindung, deswegen ist die Kommunikation stark verkürzt. P. hat immer noch nicht gelernt, dass man auch zwei Fotos in eine Email packen kann, also habe ich das Postfach voll. Und wie erkläre ich meinem Chef, dass ich, obwohl ich nix zu tun habe wirklich, nach sechs Wochen schon vier Überstunden habe, und somit Anspruch auf einen Gleittag habe?

S.

Auf meinem alten Blog habe ich eigentlich jeden Tag zwei mal was geschrieben. Hier fällt es mir manchmal schwer, jeden Tag was zu finden (und ich finde es auch nicht jeden Tag). Heute war auch so ein Tag. Bisschen was im Job gemacht (und genau aufgepasst, dass da wenige für die vier Stunden auch reichen (so komme ich mit den „Elenden“ von Hugo gut voran)), dann Haushalt, dann Bibel, dann lesen, dann Brot backen, dann … nix, was von Interesse wäre.

Dann meine erste Freundin = in der Zwischenzeit beste Freundin angerufen: AB.

Als ich mich gerade auf den Film eingelassen hatte, rief sie zurück. Und es war wir früher: irgendwie kein Ende finden können. Sie erklärte mir, sie hat da Ahnung, warum der Neurologe der beste nächste Weg für mich ist, wir checkten ein paar Rezepte und – komplett überraschend – wollen mal gucken, ob es irgendwie eine Möglichkeit gibt, dass wir mal an eine WE Tango tanzen.

Was ich mich immer nur frage, warum ich so ein Misantroph bin. Ich kenne S. schon ewig, sie weiß wie ich nackt mit Ständer aussehe, wie ich komme, sie weiß überhaupt so gut wie alles von mir – und dennoch zicke ich auch bei ihr rum, ob ich nun anrufe, oder doch eher morgen, oder vielleicht doch ne Mail … und dann ist es einfach nur schön mit ihr zu reden, auf Augenhöhe, niemand muss jemanden etwas beweisen … ich verstehe mich oft echt nicht. Tun das die anderen?

 

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