Durch die Zeit

Monat: April, 2016

Ich nehm es mal …

… das „Stöckchen“, so hieß das jedenfalls in einer andern Blogwelt immer. Ich hätte gerade soviel und daher nix zu schreiben und die Fragen sind mal für mich eher schwer. Kommen von Blaubeermuffins machen glücklich (was ich ja bezweifle, [eine nachträglich aber notwendige Ergänzung] also ob Blaubeermuffins wirklich glücklich machen. denn ich mag keine Muffins.) (Und etwas mehr „Reichweite“, warum nicht? Noch misst wordpress meine Follower in USA-U-Bahn-Waggon-Größen, das hätte ich dann doch mit der Zeit gerne geändert.)

  1. Beschreibe deine Arbeitsweise mit einem Musiktitel!
    Zur Zeit, also aktuell, wäre das irgendein Largo von Händel oder das Langsamste was Gustav Mahler je komponiert hat. Meine eigentliche Arbeitsweise gleicht dann doch eher einem Allegro, aber sauber und konzentriert gespielt.
  2. Wie würde dein Jobtitel lauten, wenn er beschreiben würde, was du wirklich tust?
    Fachangestellter für Zeit-, Papier- und Eigenmotivationsvernichtung.
  3. Wenn deine Familie / dein Freundeskreis einer Serie entsprungen wäre: Welcher?
    Da ich nur die „Lindenstraße“ kenne, heißt die Antwort überraschenderweise: „Lindenstraße“.
  4. Aktuell haben wir politisch keine leichte Situation. Welcher Politiker hat dich positiv überrascht?
    Ich glaub‘ es selber nicht, aber Merkels Haltung zum Fluchtthema nötigt mir Respekt aber, obwohl ich sonst …
  5. Und welcher Politiker sollte schleunigst seinen Hut nehmen?
    ‚Welcher‘ spielt auf Singular an. Also setze ich Punkte zwischen die Namen: Horst Seehofer (sofort in dieser Minute, alle anderen dann eine Minute später). Frauke Petry. Beatrix von Storch. Patrick Lindner. Volker Bouffier. … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … . … [Wenn Du die Fragen andersrum gestellt hättest …]
  6. Wenn deine Kinder so werden wie du, wärst du stolz oder beunruhigt?
    Beides.
  7. Wer oder was ist deine mediale Reizfigur? (Schauspieler, Moderator, Fußballer…)
    Alle A-, B-, C-, D-, …-Promis mit ohne Hirn, wie Geißens und Top-Modells und … (ich darf das alles nicht gucken, daher kenne ich die Namenn nicht).
  8. Für welches Ehrenamt kann man dich begeistern?
    Bin schon für eins begeistert, auch wenn heute echt mit schwere Thema.
  9. Herzlichen Glückwunsch, eine großzügige Fee steht vor dir! Du darfst dir ein Talent wünschen. Welches wählst du?
    Singen können. (Ich möcht zurück auf die Straße / möcht wieder singen, nicht schön, sondern geil und laut / Denn Gold find man bekanntlich im Dreck / Und Straßen sind aus Dreck gebaut (MMW))
  10. Was tust du dafür, dass diese Welt ein kleines bisschen besser wird?
    Siehe Nr. 8.
  11. Wenn du einem Menschen in deinem Umfeld einen Preis verleihen dürftest: Wem und warum?
    Ich fand diese Preisverleihungen schon immer Scheiße. Nur weil man am weitesten sprang, wurde man bei den Bundesjugendspielen ausgzeichnet (ich nie!). Nur weil man einen Notendurchschnitt von 1,1 hatte, bekam man in der Schule ein Buch geschenkt (ich nie). Nur weil man … (ich nie).
    Man kann weit springen, gute Noten haben … und dennoch einfach nur ein Arschloch sein.
    OK, eine Ausnahme. Ich hätte es gerne gehabt, dass Alejo Carpentier den Nobelpreis für Literatur bekommen hätte (und Phillip Roth und Friedrich Christian Delius und …). Aber Preise zeichnen immer nur einen Aspekt aus – aber kein Mensch besteht aus einem Aspekt – daher sind sie suspekt.

1.-Mai-e-book

Nach gut einem Jahr zögern mich dann heute dann doch getraut und XY einen Bettelbrief geschrieben. Der hat vor gut einem Jahr mir davon erzählt, dass jemand ihm die aktuellen Bücher als e-book schickt und er schon eine recht nette Bibliothek zusammen hätte. Und XY ist jetzt nicht jemand, der Rosamunde Pilcher und Konsortinnen liest.

Auf meine Mail, ob er mir vielleicht das ein oder andere gekrackte und daher illegales e-book zur Verfügung stellen könnte, kam eine Einladung zu einer 1.-Mai-Wanderung.

Ehrlich gesagt, ich hoffe auf eine weitere Mail (oder auf eine CD).

Shakespeare – remember

Während ich richtig lange mit P. telefoniere – andere Menschen werden für solche Gespräche bezahlt – schaut mein Mann im Fernsehen Shakespeare, den „Sommernachtstraum“. Die letzten Minuten bekomme ich auch noch mit und erinnere mich nach den ersten Zeilen sofort an meinen zweiten Theaterabend meines Lebens: Shakespeare: Sommernachtstraum. Siggi Schwienteck als Puck (soviel sei verraten – denn wer jetzt gut googlen kann, weiß wann und wo das war). Es war schlichtweg der Beginn meiner Theaterleidenschaft. Nicht nur, weil Schienteck an einem Seil nicht nur über die Bühne sondern auch über die Zuschauer schwang und so tat, als würde er loslassen, sondern auch weil es eine Schülervorführung war. Wenige Jahre später haben mir verschiedene SchauspielerInnen vesichert, dass nach der Premiere die Aufführuntg vor 1.000 SchülerInnen so das Schlimmste ist, was man sich vorstellen kann, denn: Die sind so ehrlich! Ja, das waren wir, im Kollektiv und zwar so richtig ordentlich.

Zurück zu Sommernachtstraum. Ich war 14, vielleicht 15, älter jedenfalls nicht, durfte das Schüler-Abo nur deswegen haben, weil mein älterer Bruder mich begleitete. (Aber nur dieses eine Jahr, dann war ich ’selbständig‘ und durfte auch die beiden Mitschülerinnen danach immer nach Hause bringen, was zwei Jahre später interessanterweise arg, arg lange dauerte).

Zurück zu Sommernachtstraum.Da gibt es so eine Szene, da steht eine Schauspielerin auf der Bühne, wendet sich zum Publikum und gesteht mit allem Schmerz und Verzweiflung der Welt: „Ich bin hässlich wie ein Bär.“ Komplette Stille im Haus, alle tief betroffen ob dieses Schicksals – dann schlägt irgendemjemand (mein Cousin, wie sich später herausstellt) trocken dreimal in die Hände. Totenstille danach. Und danach … das Publikum brüllt, lacht, applaudiert, tost, kriegt sich nicht mehr ein, die Schauspielerin auf der Bühen dreht sich um, man sieht ihre Schulter zucken, ich denke im ersten Moment, sie heult, dabei wird sie von Lachsalven geschüttelt, rennt dann von der Bühne, schmeißt die komplette Szene.

Erst Minuten später geht es auf der Bühne weiter – es war ein Fest.

Verschlafen

Den Tag. So gut wie jedenfalls. Bis auf den Abend mit A. und Spargel.

Jetzt noch einen Wein, etwas Winslow, viel Bett – und den Luxus, mir morgen ne Wochenkarte für den Nahverkehr zu kaufen, soo überhaaupt keeine Luust beii deer Käälte Raad zu faahren.

 

Misantroph?

Verpflichtender Fachtag zur Langzeitfortbildung, die ich anstrebe. Mit den beiden Referenten, ein Ehepaar, sind wir 15 – und wie so oft in dem Bereich, die Mehrheit sind Frauen. Nach zwei Stunden bemerke ich, dass meine Konzentration echt nicht die beste ist, ich lieber aus dem Fenster starre und es schaffe, nix zu denken. An den Diskussionen beteilige ich mich überhaupt nicht. OK, ich weiß, dass ich gerne fremdel und mein Mann mich auch manchmal Misantroph schmipft – aber das ist es nicht. Irgendwie interessieren die anderen mich nicht, sind mir weder symphatisch noch unsymphatisch. Über die Zeit stellt sich heraus, dass wohl gut 80 Prozent entweder Lehrerinnen oder Erzieherinnen sind, viele schon sich in „gewaltfreier Kommunikation“ geübt haben.

Ich weiß nicht, ob ich da überheblich bin, aber die meisten Redebeiträge halte ich für nette Allgmeinplätze und wundere mich, dass man aus eine Maus gleich drei gestreifte Elefanten machen kann (was natürlich dann ausgiebigst bewundert werden muss). Die Referenten sind ganz OK, ein bißchen viel „Spielerei“, aber immerhin gutes Zeitmanagement (bis auf den Schluss, da haben sie sich dann ordentlich verrant).

Zu Mittag mein erstes veganes Gericht. Nur weil die Mehrheit vegetarisch wollte, gibt es also nur (!) vegan – ich finde das eine Bevormundung, das Gericht selber eine einzige Zumutung (Reis, der OK war, aber das weichgekochtem Gemüse in einer faden Mehlpampe mit undefierbaren, da geschmacksneutralen Brätlingen ist selbst für Kantinenniveau ein absoluter Tiefschlag) – gut eine Stunde später habe ich Durchfall. In Kontakt komme ich mit niemanden.

Am Nachmittag geht es weiter, die Kleingruppenthemen etwas gesucht, die Ergebnisse schmal wie ein Spaghettini.

Und ich grübel jetzt echt, ob das an meiner hochnäsigen Haltung liegt – die ich manchmal schon an den Tag legen kann – oder ob es einfach nur so ist, dass die Gruppe für mich nicht stimmt. Und kann das ausreichender Grund sein, vom Rücktrittsrecht Gebrauch zu machen. Immerhin sind das 260 Stunden Ausbildung, plus die Abende und die Pausen und z.T. die gemeinsam Hin- und Rückfahrten.

Y E A H !

Durgeschlafen heute Nacht! OK, nicht ganz, aber immerhin, das waren etwas mehr als 5,5 Stunden. Ohne ein einziges Aufwachen! Ohne ein einziges Rumwälzen! Premiere in diesem Jahr.

#304 – Punkt

„Punkt“ war die Aufgabe diese Woche im Photoblog. Und es ist ja echt unteschiedlich, wie lange ich für eine Idee brauche. Das hier war Mittelstrecke. Einfach den letzten Punkt von Büchern. Ich könnte ja jetzt ein Rätsel veranstalten, aber das wäre dann doch wohl zu leicht, also im Uhrzeigersinn: Bibel – Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit – James Joyce: Ulysses [und ich war mir sooo! sicher, dass der Roman ohne Punkt endet und dass gerade das der Clou hätte werden sollen – denkste] – Fjodor Michailowitsch Dostojewskij: Rodion Raskolnikoff (besser bekannt unter dem Scheißtitel: Schuld und Sühne).

„Bananenstaat“

Der e-Reader hat sich beim Artzbesuch fast verdient gemacht – diesmal war die Wartzeit aber wirklich erträglich. Was dann erfolgte war es dann nicht ganz so. Der Hausarzt zuckt ob meines Berichtes vom Hand-Chirurg weiter mit den Schultern. Die Überweisung zum Neurologen ist schnell ausgestellt – aber dann der ’nette‘ Hinweis: In der Stadt, wo ich lebe, sei es um Neurologen, weil sie so schlecht bezahlt werden, echt schlecht bestellt. Er empfiehlt mit dem Zug in einer guten halben Stunde das Bundesland zu wechseln, um in einer Winz-Kleinstadt den Neurologen aufzusuchen. Wir schreiben a) 2016, wir schreiben b) Bundesrepublik Deutschland und wir schreiben c) Millionen-Übeschüsse bei den Krankenkassen.

Mich macht das gerade etwas fertig. Trotz Schmerztabeletten gestern wieder Schmerzen gehabt (ok, ich hatte an zwei Tagen nur aus Vergesslichkeit eine statt zwei genommen) und jetzt die Aussicht warten und warten und warten zu müssen. Klar, ich bin absolut kein ‚Notfall‘, aber Schmerzen sind Schmerzen.

Der Handchirurg hat mir eine Packung Schmerztablette N1 verschrieben, 20 Stück. Der Hausarzt veschreibt gleich mal N2, 50 Stück – Aussage genug.

Nicht mein Tag

Kein guter Tag heute. Sehr einsam. Sehr schweigsam. Sehr zurückgezogen. An der Arbeit nichts wirkliches zu tun, außer alte Vorgänge einscannen und in Ordner abzulegen – das kann auch jeder 15-jährige. Nachmittag alleine, Bibel lesen, Dante lesen, dann wieder kommatöser Mittagsschlaf. Abendessen beim Türken, der der Mann im Dauereinsatz. Dante-Lesekreis, war zwar gut, aber ich nicht wirklich dabei. Immerhin, im Dialog mit den anderen ist mir einiges aufgegangen und wenn E. sagt, das sei für ihn ein neuer Gedanke,dann ist das wie ein Ritterschlag. Am Abend vergessen die Schmerztablette zu nehmen, jetzt die Erkenntnis, dass sie zwar etwas geholfen haben, aber nicht wirklich. Versuche einen Termin bei einem Neurologen zu bekommen bisher gescheitert. U. sagt den Chat-Termin für Donnerstag ab – irgendwie hat die es echt nicht mit Terminen bzw. Terminkalendern (aber mir dann vorwerfen, ich hätte weder Interesse noch Zeit). Immerhin ist der ferne E. nicht sauer auf mich sondern hat derzeit, weil auf dem Lande weilend, nur schlechte Verbindung, deswegen ist die Kommunikation stark verkürzt. P. hat immer noch nicht gelernt, dass man auch zwei Fotos in eine Email packen kann, also habe ich das Postfach voll. Und wie erkläre ich meinem Chef, dass ich, obwohl ich nix zu tun habe wirklich, nach sechs Wochen schon vier Überstunden habe, und somit Anspruch auf einen Gleittag habe?

S.

Auf meinem alten Blog habe ich eigentlich jeden Tag zwei mal was geschrieben. Hier fällt es mir manchmal schwer, jeden Tag was zu finden (und ich finde es auch nicht jeden Tag). Heute war auch so ein Tag. Bisschen was im Job gemacht (und genau aufgepasst, dass da wenige für die vier Stunden auch reichen (so komme ich mit den „Elenden“ von Hugo gut voran)), dann Haushalt, dann Bibel, dann lesen, dann Brot backen, dann … nix, was von Interesse wäre.

Dann meine erste Freundin = in der Zwischenzeit beste Freundin angerufen: AB.

Als ich mich gerade auf den Film eingelassen hatte, rief sie zurück. Und es war wir früher: irgendwie kein Ende finden können. Sie erklärte mir, sie hat da Ahnung, warum der Neurologe der beste nächste Weg für mich ist, wir checkten ein paar Rezepte und – komplett überraschend – wollen mal gucken, ob es irgendwie eine Möglichkeit gibt, dass wir mal an eine WE Tango tanzen.

Was ich mich immer nur frage, warum ich so ein Misantroph bin. Ich kenne S. schon ewig, sie weiß wie ich nackt mit Ständer aussehe, wie ich komme, sie weiß überhaupt so gut wie alles von mir – und dennoch zicke ich auch bei ihr rum, ob ich nun anrufe, oder doch eher morgen, oder vielleicht doch ne Mail … und dann ist es einfach nur schön mit ihr zu reden, auf Augenhöhe, niemand muss jemanden etwas beweisen … ich verstehe mich oft echt nicht. Tun das die anderen?

 

Auch Counter können laut

Das schöne am eintägigen Strohwitwertum ist, dass man einfach mal die Musik auf laut drehen kann ohne dass man ob seines Musikgeschmackes schief angeschaut wird. So schallt gerade Flavio Ferri-Benedetti – nicht jedermanns/-fraus Geschmack – durch die Räume.

Xing

Gerade auf einen Artikel gestoßen, was man tun sollte, um auf Xing erfolgreich zu sein.

Das habe ich gleich mal zum Anlass genommen, meinen Account endgültig zu löschen.

Fremd gegangen

Als ich heute dann noch in der Bibel über Simson las, „dem kein Scheermesser aufs Haupt kommen“ solle, war das der Impuls doch mal bei meiner Friseurin mich um einen zeitnahen Termin zu bemühen. Am liebsten gleich heute. Sie hatte – ganz fachärztlich – den nächsten freien Termin Mitte Mai!

Da ich noch Tabletten holen musste, dann bei einem anderen Laden vorbei – immerhin, da wäre ggf. nächste Woche noch etwas drin gewesen, aber da hätte ich nochmals anrufen müssen.

Dann noch die letzte Möglichkeit, frisch aufgemacht. Türken, wie ich beim eintreten bemrke. Termin? „Setz Dich. Kollege in Pause. 10 Minuten“. So war’s dann auch. Obwohl der, der mit die Haare schnitt, jedem KFZ-Meisterbetrieb oder den Stadtreinigern alle Ehre gemacht hätte, denn das war ein 2 Meter hohes Muskelpaket – arbeitete aber mit abgespreiztem kleinen Finger. Er gab sich dann auch wirklich Mühe genauso lange an mir rumzuschneiden, wie ich hatte warten müssen, denn nach sechs Minuten war alles so, wie es sein sollte. Der hat echt nicht lange gefackelt.

Happy Birthday E.

25821506993_2555095fd2_o

Ich finde Du gehörst auf allen Kanälen so richtig gefeiert. Leider habe ich das nicht so richtig vorbereitet bzw. ist mir erst heute Mittag in den Sinn gekommen, man könnte ja ….

Also auch hier, bester E., die besten Wünsche und den ganzen Kladderadatsch und ich vermute, dass hier einige MitlerserInnen langsam rausbekommen haben, welcher E. E. ist und die werden auch gemerkt haben, dass Du jetzt nicht gerade so die 0-8-15-Nummer bist.

Bei nächst möglicher Gelegenheit feiern wir mal so richtig nach, es gibt hier das „B2“, das eignet sich hervorragend dazu.

*umarm* *drück* *…

Laberrunde

Ich glaube, ich habe bei der Supervisorin ein Stein im Brett. Als ich in der Eingangsrunde das mit den diffusen Schmerzen in den Händen erwähne, strukturiert sie die 90 Minuten dann so, dass ich auf alle Fälle noch Thema werde. Irgendwie ist mir das nicht recht, irgendwie aber schon.

Ich erzähle also etwas, und bevor auch nur jemand von den anderen zu Wort kommen kann, ergreift die Supervisorin das Wort und hat das Bild, dass die Schmerzen davon kämen, dass ich gerade alles tun muss, um nicht zu tun. Das nicht-tun (dürfen und können) wären die Ursache. Ich muss grinsen, denn eine fast gleiche Interpretation gab es vor ein paar Tagen.

Bei aller Liebe. Ich glaube zwar schon, dass die Schmerzen auch psychosomatische Gründe haben, aber ausschließlich denke ich dann doch nicht.

Wochenende hat sich meine beste Freundin schon für ein langes Telefonat angekündigt, sie ist Ergotherapeutin und wohl nicht die falscheste Ansprechpartnerin.

Ansonsten machen die Tabletten müde. Noch in einem handelbaren Rahmen, sollte das mehr werden, dann sollte ich sie wohl absetzen.

Ich bin es echt nicht gewohnt ‚krank‘ zu sein oder ‚Schmerzen‘ zu haben.

Gotthold Ephraim Lessing

Trinket Brüder, lasst uns trinken,
Bis wir berauscht zu Boden sinken –
Doch bittet Gott den Herrn,
Dass Könige nicht trinken.

Denn da sie völlig unberauscht
Uns schon die halbe Welt zerstören,
Was würden sie nicht alles tun,
Wenn sie betrunken wären?

97 Minuten

Da ich eh heute einen Impftermin hatte mal höflich gefragt, ob der Herr Doktor vielleicht mal schnell … Mal schnell war zwar dann nicht, aber ansonsten wie erwartet: Freundliches Schulterzucken, fachmännisches in die Luft gucken bis ihm Karpaltunnelsyndrom in den Sinn schoß. Also dass es das nicht ist konnte selbst ich schon diagnostizieren. Also Überweisung zum Hand-Chirurgen. Davon gibt es anscheinend in meiner Stadt derer zwei. Der eine hatte den nächsten feien Termin im Juni – oder war es Juli? -, der andere beorderte mich durch seine dem Kasernhof entstammende Artzhelferin gleich mal für 15 Uhr ein. Am Ende die Diagnose: „Ehrlich gesagt, keine Ahnung. Könnte vielleicht … aber dann total untypisch … gehen Sie doch mal zum Neurologen.“ Immerhin entzündungshemmende Schmerzmittel bekommen, gegen die ich gerade echt nix einzuwenden habe.

Notiz an mich: Du hast einen E-Reader! Warum nimmst Du den nicht mit zum Arzt? Oder haben Dir 97 Minuten Wand anschauen sooo gefallen?

Gebunden

Seit einem guten Monat habe ich richtige Probleme mit meinen Händen und Armen. Anfangs dachte ich, dass die Schmerzen von der kleinen Maus kommen, die ich an der Arbeit habe. Das erklärte leider aber so gar nicht, warum ich die gleichen Schmerzen am / im linken Arm habe. Wobei, „gleiche Schmerzen“ jetzt auch ne simple Vereinfachung ist, denn das, was sich da abspielt, entzieht sich für mich derzeit jeglicher Logik. Mal zwei Stunden Bücherkartons schleppen – no problem; mal ne halbe Stunde Maus schubsen – geht gerade so gut wie gar nicht. Ich weiß schon gar nicht mehr, welche Schonhaltung ich einnehmen soll, denn der Schmerz zieht teilweise bis in die Oberarme – dann ist wieder für Stunden nix zu spüren – dann hebe ich die Kamera hoch und freue mich erneut, dass mir E. mal so einen geilen Gurt geschenkt hat, so dass ich sie einfach fallen lassen kann. Ziehe ich so Manschetten an, tut das in den ersten Minuten gut, dann aber nicht mehr. Reibe ich Voltaren daruf, entlastet dass für ein paar Minuten, dann meine ich, wirds schlimmer. Ich kann weder eine Regelmäßigkeit feststellen noch Zusammenhänge zu Uhrzeiten, Tätigkeiten (außer Maus schubsen – bloß, warum dann auch links?), innerlichen Befindlichkeiten. Das einzige, was ich denke ist, dass es mit der Haltung zu tun hat. Aber welcher Arzt hat zu sowas Kompetenzen? Meine zwei Hausärzte mit Sicherheit nicht, der eine wird ne Salbe verschreiben, der andere mit den Schulter zucken und „abwarten“ raten.

P. meinte vorhin am Telefon, dass das vielleicht ne psychosomatische Reaktion wäre, da ich ja gerade so einen Winz-Job mache und meinen Fähigkeiten die „Hände gebunden“ wären.

Ich glaub’s weniger. Denn dann hätte ich an anderen Stellen auch noch Schmerzen.

Und mal tut das Tippen weh, mal nicht. Jetzt gerade nicht.

Gerade den Eindruck, irgendwie dauernd gegen Windmühlen zu kämpfen und das Eigentliche rauscht vorbei.

 

#299-302 | Frühlingsgefühle vor schwarz

#286-298 – Wer’s eben kann!

Gestern waren Frau und Herr K. bei uns zum Abendessen da. Ist leider nicht richtig oft, dass sie da sind, wohnen halt etwas westlicher von uns. Ich hab‘ beiden photographisch einiges zu verdanken, blogtechnisch ist eh Frau K. nach wie vor der Ursprung.

Ich war den ganzen Tag in W.  mit dem Dante-Kreis unterwegs, so dass mein Mann den Koch gemacht hat. Abgesprochen und auf den Tisch gebracht:

  • Pochierte Wachteleier mit Roter Beete (ich muss mal meinen Mann fragen, warum das immer sein muss, also die Rote Beete, Pochieren ist auf meinem Mist gewachsen und auch mein Hoheitsgebiet – noch. )
  • Selbstgemachte Spaghetti (mein Mann den Teig, den Rest zusammen als Team) mit Bärlauch-Pesto und gemischsten Salat
  • Himbeercreme

Tja, und Herr K. macht Fotos, die ich der geneigten Leserschaft – mit seiner Zustimmung natürlich – jetzt nicht vorenthalten will.

 

 

FKK-Saison eröffnet

Zusammen mit „Ein Tanz zur Musik der Zeit“ von Anthony Powell. Eine echte Entdeckung.

2019, wenn dann der 12. Band erschienen ist, lese ich es in einem Zug nochmals.

Wie man sich in Tönen verlieren kann

Ich weiß: Nicht schön anzuschauen und auch nicht gerade ganz kurz mit 21 Minuten und daher hier wohl keine Chance, aber … wau:

Geil, geil, geil!

Das größte Kinoerlebnis in diesem Jahre gerade vor meinem Fenster. Untergehende Sonne, Regen, Wolken, Wind – und die Farben wechseln im Minutentakt, jetzt eine Mischung aus dreckigem sandgelb und blau, vor wenigen Minuten war alles dunkelgrau, davor ein Sepkturm von Blautönen, die ich nicht kannte,  mit weißen Wolken betupft … und ich sollte die Mail fertig schreiben, im Chat bin ich auch verabredet seit 7 Minuten … ich guck trotzdem weiter.

Luxus

Gestern gab es Pfannekuchen mit Pilzen. Wegen unserer neuen Freundin, mit der ich mich noch anfreunden muss, wurden es ein paar mehr.

Heute die Tiefkühle geöffnet, selbstgemachte Fleischbrühe raus und aufgetaut, dann verfeinert, Pfannekuchen in feinste Streifen geschnitten – fertig war die Flädlesuppe.

 

Einkaufen und gedankliche Folgen

Ich war heute zwei Mal einkaufen. Das zweite Mal aber nur, weil ich einen Becher Sahne vergessen hatte.

Danach habe ich mich im Spiegel betrachtet, ob ich irgendein Mal hätte, oder noch ne Nudel an der Wange, oder … was weiß ich.

Denn ich bin selten von den Miteinkaufenden, VerkäuferInnen und KassiererInnen so intensiv gemustert worden. Und ich hab‘ mich gefragt, glauben die jetzt, dass ich ein Schwerverbrecher bin oder finden die mich einfach nur sexuell attraktiv (hey, man wird doch wohl noch träumen dürfen!).

Immerhin waren zwei dabei, also, da wäre mir die zweite Variante …

Flüchtlinge vs. Kaugummi

Da schachert die EU zusammen mit der Türkei mit Menschenleben und die ZDF-Nachrichten meinen unbedingt ins Programm heben zu müssen, dass irgendein Fußballdepp einem anderen einen Kaugummi – wohlgemerkt weichgekaut – entgegengeworfen hat! Wo gab es dass den schon eimal? Was für eine Tat! Was für ein Aufreger? Jetzt werden Gerichte bemüht!

Ich war noch nie ein Freund von Guido Westerwelle, echt nicht, aber das ist „spätrömische Dekadenz“!

Vor langer Zeit

Gestern auf dem 50. meines besten Freundes P., den ich jetzt fast auf den Tag genau 30 Jahre kenne. Die einzige, die mich erkennt, ist seine Mutter. Allen anderen muss ich mit der Funktion „der Jugendfreund“ vorgestellt werden. Dann fällt bei ihnen der Groschen, stimmt, da gibt es noch jemanden.

Ich nehme es ihnen nicht übel, denn wenn wir uns überhaupt mal gesehen haben, dann liegt das letzte Treffen mindestens 27 Jahre schon zurück.

Ich finde das schon spannend, dass ich zwar alles über die (erweiterte) Familie weiß und mit verbundenen Augen ein Diagramm aufzeichnen könnte, wie wer warum wieso seit wann mit wem steht oder nicht oder nicht mehr oder jetzt doch wieder – aber es in den letzten beiden Jahrzehnten überhaupt keine Berührungspunkte gab. Seinen Cousin habe ich vor 10 Jahren das letzte mal gesehen, seine Cousine jetzt zum ersten Mal überhaupt. Immerhin scheine ich auf seine Tante D. Eindruck gemacht zu haben, wie er mir gerade mitteilte. Vielleicht ist ihr eingefallen, dass wir vor Äonen schon mal zu dritt nackt im Gras lagen?

1927

Das ist das Geburtsjahr von Hans-Dietrich Genscher, Dieter Hildebrandt und meinem Vater gewesen. Der hat aber leider nicht die Chance bekommen, wirklich alt werden zu dürfen.

#285

heute04

Geht doch!

Gestern mal wieder das Thema „Was machen wir denn im Urlaub?“ angesprochen. Fällt uns gerade nicht so einfach, weil wir einerseits gerne radfahren würden, aber es mit dem Zelten nicht mehr so haben. Zelten im Grunde schon, aber das auf-dem-Boden-Gehocke geht uns beiden doch ganz schön an die Knochen. Und mir Rad jetzt Stuhl und Tisch mitnehmen ist wenig praktikabel. Deswegen haben wir einmal auf die Räder verzichtet und ein Auto genommen – Urlaub mit Auto geht irgendwie für uns gar nicht.

Jetzt geht es im August an die Nordsee (oder war das die Ostsee – ich muss da nochmals fragen), wir nehmen die Räder mit und haben uns ein klitzekleines Häuschen auf einem FKK-Campingplatz gemietet. So können wir sitzen, nackt sein und Rad fahren (wenn auch letzters dann doch angezogen).

brigwords

Leben berührt - Gedichte und Geschichten

Kaleidoskop eines Alltags

Es gibt immer eine Geschichte hinter der Geschichte.

Anton Weyrother

weyrother.net

Mijonis chaotische Welt

Leben, Lieben, Queerbeet, Gedanken, Alles in einem

AISTHESIS

Texte zur Ästhetik, Philosophie und Kunstkritik sowie vermischte Bemerkungen

Kritzelkomplex

Just another WordPress.com site

heat'n'eat

The way I cook/Wie ich koche

wirbelwind68

ich lebe intensiv und reflektiert

Musil lesen

"Der Mann ohne Eigenschaften" in weniger als 123 Wochen

Ein Nudelsieb bloggt, ...

... denn man(n) kann sich ja nicht alles merken ;)

KenterKönig

und anderes aus der weiten Welt

winterlichtblog.wordpress.com/

Jedes Bild ein Selbstbildnis

herschelmann fotoblog, bestpixel-photowerkstatt-hamburg.de

einige mehr oder weniger tolle Ideen um die Fotografie und die Bildbearbeitung