Laberrunde

von Bert

Ich glaube, ich habe bei der Supervisorin ein Stein im Brett. Als ich in der Eingangsrunde das mit den diffusen Schmerzen in den Händen erwähne, strukturiert sie die 90 Minuten dann so, dass ich auf alle Fälle noch Thema werde. Irgendwie ist mir das nicht recht, irgendwie aber schon.

Ich erzähle also etwas, und bevor auch nur jemand von den anderen zu Wort kommen kann, ergreift die Supervisorin das Wort und hat das Bild, dass die Schmerzen davon kämen, dass ich gerade alles tun muss, um nicht zu tun. Das nicht-tun (dürfen und können) wären die Ursache. Ich muss grinsen, denn eine fast gleiche Interpretation gab es vor ein paar Tagen.

Bei aller Liebe. Ich glaube zwar schon, dass die Schmerzen auch psychosomatische Gründe haben, aber ausschließlich denke ich dann doch nicht.

Wochenende hat sich meine beste Freundin schon für ein langes Telefonat angekündigt, sie ist Ergotherapeutin und wohl nicht die falscheste Ansprechpartnerin.

Ansonsten machen die Tabletten müde. Noch in einem handelbaren Rahmen, sollte das mehr werden, dann sollte ich sie wohl absetzen.

Ich bin es echt nicht gewohnt ‚krank‘ zu sein oder ‚Schmerzen‘ zu haben.