Durch die Zeit

Monat: Juni, 2016

Nette Rechenaufgabe

Und weil man / ich ja nett ist, hilft man nicht nur mal schnell beim Bierbänke und -tische aufbauen, Kühlschrank bestücken und sonstigen Vorbereitungen einer Gartenfete für eine Bekannte, die nach ihrer geheilten Krebserkrankung mit paarundsechzig in den Ruhestand geht, sondern macht noch (morgen) ne Ladung Gougère, der Mann steuert noch Tiramisu bei und – weil sich niemand bereit fand – und heute waren dann eben Hackbällchen noch dran. Ausgangsmasse: ein Kilogramm FlAisch!

Interessant dabei, dass aus der Ausgangsmasse plus 2 Eier, plus 1,5 eingeweichte Brötchen, plus drei eher kleine angeschwizten Zwiebeln, plus diversen Gewürze (20 gr? 30 gr?) und mit dem leider vergessenen Senf es 95 Bällchen á 15 Gramm ergaben. D.h. aus einem Kilo Fleisch nebst Beiwerk sind 1.425 Gramm geworden, obwohl beim Braten der Wasseranteil ja ausgetreten ist.

Wenn mir das mal jemand vorrechnen will – ich mach auch Hackbällchen!

Grave

Irgendwie ist gerade alles schwer. Irgendwie macht mir meine allgemeine Situation zu schaffen. Mal abgesehen von so ‚Kleinigkeiten‘, dass ich mehrmals auf dem Flughafen Istanbul-Atatürk gewesen bin und gar keine Bilder brauche um mir vorstellen zu können, wo die Bomben hoch sind.

Ich habe die finanziellen Mittel zur Verfügung wie als Student, habe einen ‚Job‘, der über die Bezeichnung ‚einfache Hilfstätigkeiten Büroorganisation‘ nicht hinauskommt (wenn er das überhaupt erst erreicht?), bin die meiste Zeit alleine und wenn es zur Kommunikation kommt, dann ist meine Rolle bei der überwiegenden Mehrheit deutlichst definiert: „Ha, der kann ja richtig gut zuhören – also kann ich reden!“

Es saugt irgendwie alles.

Und einiges, was früher als Ausgleich diente fällt gerade weg. Dieses Jahr war ich noch nicht ein einziges Mal in der Schweinebucht. Lag einerseits klar am Wetter, andererseits … mit den 9 kg mehr sehe ich aus wie … nee, das lass ich dann doch lieber im kleinen Kreis. Und seit dem jetzt wohl drei Jahre währenden Ausgabestopp kommen auch keine Eitelkeiten irgendwie rein …

Wie auch immer. Ich durchdringe es derzeit nicht und fühle es eben nur schwer und anstrengend.

# 318

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B.S.

Ich hab’s ja echt nicht mit der Schauspieler-Verehrung. Ich kenne vom Theater her ein paar persönlich … egal jetzt.

Aber Bud Spencer war der erste Schauspieler, den ich ich mir nach meinem ersten Kinobesuch gemerkt habe. Ihm also aus diesen biographischen Gründe ein Eintrag.

Und ein Zitat, was ich gerade gefunden habe, was er in „Sie nannte ihn Mücke“ (1973) gesagt hat – wenn auch ohne mich, den Film kenne ich gar nicht, aber das ist irgendwie gut:

„Ist das Asthma oder Leidenschaft?“

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Ich hab‘ gerade so einen Frustlevel, dass ich das Positive so gar nicht richtig würdigen kann.

Aber es soll dann doch festgehalten werden, dass VG Wort mir nach Zeit einer ewigen Pause, mal wieder Geld überwiesen hat. So ganz nachvollziehen kann ich das zwar nicht – aber wer bin ich, dass ich VG Wort Fehler bezichtigen würde?

Damit fällt mir auch eine kleine Last von den Schultern, denn den Betrag werde ich komplett und vollumfänglich in meine Sommerferienliteratur stecken, womit ich heute schon mal angefangen haben. Zwar total untypisch für mich, aber dann wiederum doch nicht: Norman Lewis: Neapel ’44.

Herr, wirf Hirn bzw. Inspiration runter

Zur Zeit irgendwie uninspiriert. Liegt das am Fußball? Macht das dann doch schneller blöde als ich dachte? Daher ist die Frage, „Was essen wir heute?“ zu einer gefürchteten geworden, denn schon wieder Pasta?

Heute bin ich beim lamiacucina fündig geworden und mache, leicht abgewandelt, Ricotta-Spinat Crespelle auf Tomatencoulis.

Einseitig

Was Menschen reden können!?! Den ganzen Tag auf der Burg, sehr kleine Besatzung, sehr wenig zu tun. Und die anderen haben null Problem den g a n z e n Tag zu reden, reden, reden, reden, reden … und in meinen Ohren zu 77 Prozent über lauter Dinge, die mit der Bezeichnung „banale Alltäglichkeiten“ geadelt sind. Ich versteh das nicht. Ich kann das nicht.

Brexit? Was ist das? AfD? Autos für Deutschland?

Klar, man kann nicht immer und andauernd tiefschürfend … aber die Betonung liegt auf dem „nicht immer“ – was eben nicht heißt, das es gar nicht möglich ist.

Ach, wie gerne würde ich mich mal wieder mit  jemanden über ein Buch ’streiten‘, oder versuchen diese eine kleine Schrift von Kant zu verstehen, oder einfach mal so genau wie möglich hinzuschauen, was gerade in England passiert, oder …

Mir tut es gerade nicht wirklich gut, überwiegend den Zuhörer abzugeben. Aber das ist eben das Dilemma: Die Rolle als Kampfkommunikator steht mir aber auch nicht.

 

Schwül, schwül, schwül

Wenn schon keine Sonne, dann auch keine Hosen.

Lesung

Seit drei Jahren darf ich ja einmal im Jahr ein Lesung veranstalten, d.h., C. und ich lesen vor. Bisher hatten wir Joyce, Proust und Schmidt (also deN Arno Schmidt). Der Veranstalter hat uns jetzt etwas unter Druck gesetzt, weil wir Mitten des Jahres immer noch mit keinem Vorschlag gekomen sind. Also wieder Not-Sitzung halbnackt auf dem Balkon und, siehe da, die Unispiration verfliegt nach wenigen Minuten und eine Stunde später haben wir ein 10-Jahres-Programm aufgestellt. Und für das mag ich C. so ungemein.

Wir lesen übrigens: Thomas Bernhard

Ist doch eigentlich gar nicht so teuer!

Mit einem Penny oder umgerechnet etwas mehr als einem Cent könnte man eine Denkleistung von drei Stunden, sieben Minuten und 30 Sekunden kaufen.

Das hat jedenfalls Osarenkhoe Uwuigbe von der Universität von Leicester berechnet.

Schwieriger ist es im Vergleich dazu auszurechnen, wie wertvoll ein Gedanke ist. „Dazu müsste man wissen, wie lang der Gedanke ist“, sagt Uwuigbe. „Generell gilt: Je länger, desto wertvoller.“ Über die Qualität des Gedankens sagt der Preis dann allerdings immer noch recht wenig aus. Die kann man nicht messen. Jeder würde sie unterschiedlich einschätzen und die meisten hielten ihre eigenen Gedanken wohl für besonders herausragend – selbst wenn keiner davon erfährt.

Den gesamten Artikel gibt es HIER.

# 317 – M.

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Ich werde noch Liebeling aller Fetenausrichter. Für Freund P. den Freitag hingegeben,  um einzukaufen, Wohnung umzurüsten, schnell noch drei Kuchen zu backen … und eben all das tun, wenn am nächsten Tag ab 15 Uhr 60-70 Leute kommen wollen.

Und mir war klar, dass es da ohne meine Mithilfe nicht gehen würde – was mir auch ganz recht war, denn ich bin nicht so ein Feten-Fredy und fremdel derzeit auch enorm.

Kurz und gut, die ersten kamen um 14:30, was für mich dann hieß mit der ersten Kanne Kaffee das Geschehen zu betreten, der letzte ging so gegen 2, was für mich und P. bis 2:30 hieß, noch schnell die letzten Gläser zu waschen und die Reste vom Büffet in die Kühle zu bringen. 12 Stunden am Stück quasi den Dobby gemacht – mehrfach gefragt worden, ob ich eine externe fremde Kraft wäre – aber immerhin P. es ermöglicht, sein Fest zu genießen. (Das Gleiche war ja Anfang des Jahres, als ich mich auch in die Organisations stürtze, einerseits weil ich mit den Lehrern nicht reden wollte und andereseits, weil ich es nicht mit an sehen kann, wenn mies Organisiertes die Fete zu beeinträchtigen droht, weil, bspw. keine Gabel mehr da sind oder kein Idiot Bier nachlegt. Wobei, diese Fete hatte ja dann noch ein ganz besonderes Nachspiel.)

Heißt: Ladet mich ein! Zeigt mir wo alles steht! Und stellt mir ne gute Flasche Weißwein in den Kühlschrank!

N., der mich lange Zeit überhaupt nicht erkannte, fiel mir zum Abschied um den Arm, wie er es noch nie gemacht hatte, P.’s Mutter knutscht mich jetzt auch ganz gerne und wenn wir noch geblieben wäre, hätte M. uns „ein bißchen was für einen Italiener“ dagelassen.

Spannend in erster Linie aber, das R. sehr konkret und nachhaltig Kontakt zu mir suchte. Wir waren mal sehr eng befreundet, was dann aber vor ca. 20 Jahren mit einem lauten Knall auseinander ging. Erst vor drei Jahren habe ich dann wieder Kontakt aufgenommen als ich über P. erfuhr, dass er Krebs hatte. Wir hatten uns zwar vor drei Monaten nach Jahren wieder gesehen, aber außer einem „Hallo“ war da kaum etwas gewesen. So wunderte ich mich schon, als er sich sehr persönlich für die damalige ‚Seelsorge‘ bedankte. Das Eis ist jetzt jedenfalls gebrochen – aber das ‚Herrische‘ an ihm, ist noch ausgeprägter als früher.

30 Jahre und 1 Vermächtnis, oder: Mütter!

Ende dieses Jahres werde ich meinen besten Freund vor 30 Jahren das erste Mal gesehen und gesprochen haben.

Er kam mit einer ‚Lunge‘ von der „2E“ zu mir zum Röntgen, wir haben uns vorgestellt, ich habe mich als der Zivi-Krankenhaus-Sprecher zu erkennen gegeben und ihm, als er den Flur zurück auf seine Station ging, nachgeschaut und gedacht: Mit dem würde ich gerne mal frühstücken.

Danach habe ich den Kopf geschüttelt und mich zum ersten Mal „Volldepp“ geschimpft, obwohl es das erste Mal war, dass meine Intuition sich Bahn gebrochen hatte. Wir haben es zu unzähligen Frühstücken in der Zwischenzeit gebracht – nie aber, wie damals vorgestellt, auf einem Balkon in einem Hochaus mit nackten Füßen auf dem Geländer.

Er ist – bernhardsch ausgedrückt – mein Lebensfreund. Und daher ist mir, naturgemäß, so gut wie alles von ihm bekannt. Aus seiner Sicht. Aus seiner Warte. Aus seiner Erkenntnis. Aus seiner Erfahrung. Aus seiner … . Und es gehört zum Konzept einer Lebensfreundschaft, dass daran nur Zweifel / Kritik und sonstiges geübt wird, wenn ich aus der Kenntnis seiner Person, seiner Umwelt, meines Erlebens merke, dass er gerade Scheiße baut. Habe ich keine anderen Kriterien zur Hand, dann glaub ich ihm – er ist mein Freund, mein Lebensfreund.

Und da er das ist, weiß ich sehr gut über ihn Bescheid. Was haben wir uns das Herz ausgeschüttet? Was haben wir uns gestanden? Was haben wir uns überwunden, auch Tabu-Themen anzusprechen? Was haben wir Mut gehabt, ehrlich zu sein? Was haben wir Mut gehabt uns in der Öffentlichkeit zu küssen / knutschen (wobei die Info, dass er ne Hete ist, in dem Fall wichtig ist).

Wir haben uns unser Leben erzählt. Und wir erzählen es nach wie vor. Es gab Jahre, die ersten beiden, da war es stundenaktuell, dann wochenaktuell, dann eine etwas längere Zeit mehrmonatigaktuell und jetzt ist es wieder wochenaktuell.

Er muss einen Namen fallen lassen, in 80 Prozent der Fälle weiß ich Bescheid wer das ist, welche Rolle die Person spielt. In 15 Prozent brauche ich eine Zusatzinformation, die restlichen 5 sind einfach neu.

Kennen tue ich die wenigsten. Aktuell würde ich sagen, dass ich max. 30 Prozent seiner Leute mal gesehen habe. Morgen der Overkill – da feiert er seinen Geburtstag nach mit lauter Leuten, die ich alle kenne, vom Namen her. Ist jetzt meine Sache, dass ich froh sein werde, wenn der Tag rum ist.

Und ob dieser Vorbereitungen begab es sich, dass wir mit seiner Mutter und deren Lebensgefährten heute Abend beim Italiener essen waren. (Vorab der Anruf, dass wir auch alles bestellen könnten, was wir wollten, wir wären eingeladen, sollten es krachen lassen und überhaupt, es gäbe kein Limit, wo wir doch so hart gearbeitet hätten … .) Nachweislich habe ich seine Mutter heute zum vierten Mal gesehen. Das letze Mal war vor zwei Monaten, an seinem echten Geburtstag, dass Mal davor vor 28 Jahren, vielleicht 29? Und als wir uns zum Abschied umarmten war das so, wie eben seit 30 Jahren – nur das es das erste Mal war.

Was ich heute gelernt habe ist: Beste FreundInnen sollte man immer unbedingt auch im Kontakt mit der Mutter erleben. OK, es hat in den letzten Wochen mehrere Gespräche gegeben mit ihm und wir kamen so auf eine Idee, wobei ich die Rolle der Mutter nicht ganz außer acht lassen wollte … aber mit dem heutigen Abend … nicht, dass er mir in einem neuen Licht erscheint, ein anderer ist … aber bei so einer Mutter?!

Das war definitiv ein Crashkurs heute. Das Doofe: Als wir heimliefen, war er mit der Bereifung insgesamt so fertig, dass er mir kaum noch zuhören konnte. Aber: Warum wußte ich nicht, dass er eine Frühgeburt ist? Zudem ein ‚passiertes‘ Kind? Und dann kam noch ein weiterer Satz seiner Mutter, den ich mir sogar aufgeschrieben habe … denn Kinder sind in mehrfacher Hinsicht Produkt ihrer Eltern. Die geben das ein oder andere mit – manchmal eben auch Schwachsinn. Aber mit heute Abend … das erklärt einiges.

Und dann war noch der Nebensatz der Mutter zu mir: „Es wird das Beste sein, wenn ich DIR meine ganzen Kochbücher vererbe“ – sollte das so sein, habe ich definitiv ein Platzproblem.

 

Grotten…

Nach dem Grottenkick dann wenigsen anständig noch Bloomsday gefeiert, auch wenn das mit den Vorbereitungen heute für die morgige Fete dann doch etwas schleppender lief als gedacht. Aber jetzt müssen nur noch zwei Kuchen gebacken werden …

Und bei dem Grottenwetter brauchen wir erst gar nicht daran zu denken, die Tische und Bänke in den Hof zu stellen …

Bloomsday

Da wird also heute niemand darum rumkommen. Irischen Whiskey und gebratene Nierchen (oder andere Innereien). Für die Nicht-Joycianer sollte es dann zumindest also schon Tee und ein Gorgonzola-Sandwich sein.

Have you a cheese sandwich?

—Yes, sir.

Like a few olives too if they had them. Italian I prefer. Good glass of burgundy take away that. Lubricate. A nice salad, cool as a cucumber, Tom Kernan can dress. Puts gusto into it. Pure olive oil. Milly served me that cutlet with a sprig of parsley. Take one Spanish onion. God made food, the devil the cooks. Devilled crab.

—Wife well?

—Quite well, thanks … A cheese sandwich, then. Gorgonzola, have you?—Yes, sir.

*

-Mustard, sir?

-Thank you.

He studded under each lifted strip yellow blobs.Their lives. I have it. It grew bigger and bigger and bigger.

Mr Bloom ate his strips of sandwich, fresh clean bread, with relish of disgust, pungent mustard, the feety savour of green cheese. Sips of his wine soothed his palate. Not logwood that. Tastes fuller this weather with the chill off.

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass die Lektüre des Ulysses ein ‚muss‘ ist. Ich helf‘ auch gerne.

Liebeserklärung

H., gerade 73 geworden, erzählt, wie ihr jetziger Mann damals um sie geworben hat.

In einem Brief schrieb er ihr: „Mögen die Türen der Klöster für dich immer verschlossen bleiben.“

Wie klasse ist das denn!

 

‚Entlastung‘ – oder: Pauschalierung macht’s halt einfach

Schoß mir gerade in den Kopf. Ich bin ja der einzige (offen lebender) Schwule in meiner Familie. Und da Vaters- und Muttersfamilie alle aus dem katholischen … Also war das für meine Eltern halt immer schon so ein Crux (sic!), dass gerade sie nen schwulen Sohn … und jetzt kapiere ich gerade als meine Mutter letztens anrief, um mir mitzuteilen, dass es Tante B., ihre jüngste Schwester, ja ganz, ganz, ganz schwer hätte, da deren ältester Sohn, S., Moslem geworden ist!

Es gibt also Schlimmeres.

Und da ist einfach so vernunftsunmäßig, so blöd, so … nur weil manche schwul sind, meint irgend so ein Typ in Amerika – dank der ‚genialen‘ Waffenpolitik – 50 Schwule abzuknallen, worauf hin der nächste Gehirnamputierte meint ein Einreiseverbot … erlassen zu wollen, für alle, die gefährlich sind …

Warum fehlt es den Menschen am Mut zu denken? Weil den Finger auf andere zu zeigen einfach leichter ist.

 

 

U.a.

Alleine die italienische Nationalhymne ist Grund genug, dorthin auszuwandern.

# 316 – Nachtrag

Hatte ich ja ganz vergessen nachzutragen:

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Erbsen

Auf dem Markt gab es gestern frische Erbsen. Drei Handvoll gekauft, dann stellte sich heraus, dass in der Familie Erbsen nun jetzt nicht gerade so … und weil dann die Tochter noch abgeholt werden musste … und der Sohn … ich habe sie heute jedenfalls mitgenommen.

Als dann mein Mann kam sie ihm stolz gezeigt und vorgeschlagen: Risotto mit Erbsen! Klar was jetzt kommt: „Erbsen? Muss das?“

Dann gibt es die halt am Mittwoch und heute zahlt er die Bestellung beim Thailänder.

WE wie weg

Der Beginn des Reigens.

Ziel: Süddeutschland

Aufgabenbereich: Kochen, Tango tanzen und zuhören.

Aber Tango leider nur ganz kurz. Wir haben noch nichts wochenendseminarmäßiges gefunden. Müssen aber ja auch erst schauen, ob wir zueinander passen. Aber da sie sich gerne führen lässt, wie sie sagt …

Satt und zufrieden

R. war gestern das erste Mal zum Abendessen da. Und anscheinend waren seine Erwartungen recht hoch, nachdem er schon einiges erzählt bekommen hat. Dass ich seinen Lieblingssekt und -rotwein da hatte war reiner Zufall, denn das wußte ich nicht. Der Rest war dann eben das Ergebnis langjährigen Kochens würde ich mal sagen. Er war es sich jedenfalls rundumzufrieden – was will man mehr.

überlebend

Gerade im ZDF (?) aus der – wie ich finde guten – Reihe „37 Grad“ eine Folge gesehen, in der es um die überlebenden Geschwister ging. Weiß nicht, ob der Begriff gut ist, aber ich gehöre eben auch zu den ‚überlebenden Geschwistern‘ in der Familie. Ich bin – mag jetzt komisch klingen – nicht ‚der tote Bruder‘ bzw. ‚der tote Sohn‘. Mein Manko als überlebendes Geschwister.

Immerhin hat die eine Mutter aus dem Fernsehbeitrag gemerkt, dass für sie, als trauernde Mutter, es eine Reihe von Angeboten gibt, um mit der Situation – irgendwie – umzugehen. Für trauernde Geschwister – Fehlanzeige. (Ich kenne gerade eine einzige Initative, die sich für dieses Thema einsetzt – und das nur aus dem Internetn. In der Stadt, in der ich wohne, und die ist jetzt nicht gerade Provinz, gibt es genau 0 (in Worten: null) Angebote.) Interessanterweise hat sich aber die gleiche Mutter genauso verhalten wie meine: Das tote Kind / der tote Sohn ist das / der Wichtigere, Bessere … jedenfalls das / der, das / die meiste Aufmerksamkeit braucht – alles andere, und das heißt eben auch: alle anderen haben maximal Prio zwei, wenn überhaupt.

Mir ist das damals so gar nicht bewußt geworden, dass ich, als Bruder, als jüngerer Bruder, keine Raum, keine Platz für Trauer bekam oder irgendwie auch hatte. Ich hatte, als überlebender Sohn nun erst recht zu funktionieren, da die armen Eltern …

Das ist ein Lebensthema.

Grund, ausreichend, aktiv zu werden? Gerade im nahen Umfleld von E.’s Familie?

Eigenlob stinkt / stimmt

Die Neuen müssen derzeit ran und ihre ersten Gespräche führen, wir ‚Alten‘ machen eins auf Mentor. S., die heute bei mir ihre ersten Gesprächsversuche machte, bringt wirklich Gutes mit. Ein bißchen Übung und sie könnte wirklich gut werden.

Und während ich so neben ihr sitze, zuhöre, sie beobachte, registriere wie sie reagiert (oder eben auch nicht) und während wir später das Gespräch nochmals unter verschiedenen Gesictspunkten durchgehen … da fällt mir auf, wie einfach ich ins plaudern kommen, zu allem und jedem fundiert etwas sagen kann, teilweise schon vorher weiß, welche Frage S. als nächstes stellen wird.

Und, ja, es tut gut zu merken, dass ich in der Zwischenzeit dann doch schon einiges mehr höre, zwischen den Wörtern und Sätzen hören kann, dass ich Gesprächsstrukturen erkenne, wo S. als Anfängerin (wie ich damals auch, ohne jede Frage) darüber hinweghört und nur leere Worte sieht, dass mir Ungereimtheiten wie Martinshörner in mir auftönen, während S. (wie ich damals, ohne jede Frage) noch an die Wahrhaftigkeit glaube.

Kurz, es hat gut getan, mein Wissen und meine Erfahrung etwas transportieren zu können, S. ein kleinwenig weiter zu befähigen solcher Art von Gespräche zu führen.

Ab jetzt M.

Herr B. ist der neue Kollege in der Abteilung. Frau K. verlässt die Abteilung. Zusammen haben sie heute eine ‚gesellige‘ Zusammenkunft im Besprechungsraum arrangiert, von der der Rest der Abteilung genau eine halbe Stunde zuvor informiert wurde. Tassen waren selber mitzubringen, ansonsten gab es Kaffee und Kuchen.

Ich komme direkt bei dem neuen Kollegen Herr B. und einer langjährigen Kollegin Frau B. zu sitzen. Frau B. löchert Herrn B., der gerade Vater geworden ist, nach alle möglichen Details – es fehlte im Grunde nur noch die Frage, in welcher Stellung er denn seinen Samenerguss dann hatte, dass es … .

Als ihre Neugierde ausreichend befriedigt ist, bietet sie Herrn B. – „da wir ja in der gleichen Abteilung nun arbeiten“ – das ‚Du‘ an. Als sie merkt, dass ich dem Dialog zugehört habe, wendet sie sich zu mir mit den Worten: „Das gilt dann auch für Sie.“

Geil, geil, geil!

Boa war das heute Nacht geil! Da geht mir quasi jetzt noch einer ab! Das gab es wie lange nicht mehr? Monate? Jahre? Ich hab‘ doch tatsächlich durchgeschlafen! Komplett! Von kurz vor Mitternacht so bis nach 8. Ohne ein einziges Aufwachen! Ohne Rumgemache! Ohne irgendeinen Scheiß-Traum! Ohne sonstiges Theater!

Als ich aufwachte war ich total fertig. Entspannt wie selten – und vor lauter wohligem Wohlfühlen bin ich gleich nochmals eingeschlafen.

# 315

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Ein kleinwenig Stress

Ein Tutu muss ich mir auch noch machen! Sonst schaffe ich die Aufgabe am Montag nicht.

Alltag + 6 Euro

Die letzten drei Tage: Alltag. Oder einfach nur müde im Kopf und kann daher nicht sehen, was Besonders ist?

Bisschen Stress mit meinem Mann – übliches Thema, dass werden wir, wenn alles gut geht, auch noch in 30-40 Jahren austragen; selbstgemachte Teigwaren sind zur Selbstverständlichkeite geworden; schon wieder vergessen mich unten zu rasieren; ein weiteres e-book gekauft (und immer noch nicht die Anleitung von E. studiert …); Vorfreude auf A. morgen; und sechs Euro bezahlt. Genau. Spragel und Erdbeeren heute morgen gekauft (ich total übermüdet, dass muss man dazu unbedingt wissen). Auf dem kurzen Heimweg fange ich an zu rechnen. 1,5 kg Spragel (das Kilo zu 9 Euro etwas) und eine Schale Erdbeeren (zu 2 Euro etwas) für insgesamt 11,27 Euro? [Spannend übrigens ‚zuzusehen‘, wie man versucht logisch zu denken, wenn man komplett übermüdet ist.] Immerhin zuhause dann mal den Kassenzettel zwischen den Erdbeeren herausgefummelt: 17,27 Euro. Machte mathematisch und logisch mehr Sinn.

Nach einem kleinem Geizkampf wieder zurückgedappt und die Differenz auf die Theke gelegt. Vermutlich hätte die studentische Hilfskraft die Differenz aus eigener Tasche zahlen müssen.

Solange eben

Seit wenigen Tagen nutze ich auch spotify. Wollte mal wissen, ob die überhaupt was an Klassik im Angebot haben. Haben sie. Mehr als ich brauche – auch wenn ich schon erste Lücken habe auftun können.

Kann es gerade genießen, wie wild mir Dinge anzuhören, zu denen ich schlichweg kein Geld habe oder von denen ich mir nicht sicher bin, ob ich sie mir überhaupt kaufen sollte. Plötlich ist so gut wie alles, was mein musikalisches Herz begehrt, verfügbar. Und die Werbung kann ich – noch – ab.

Immer öfters überlege ich mir, ob ich mir da nicht ein Abo besorge. 10 Euro sind nicht die Welt im Monat (die ersten drei Monate derzeit sogar nur 99 Cent) und ich würde ohne Probleme meinen 160-GB-Ipod nun vollständig vollbekommen. Quasi unbeschränkt Musik – solange ich zahle.

Und damit komme ich nicht zurecht. Was ist, wenn ich mir das mal nicht leisten kann? Oder die die Benutzungsbedingungen stark ändern? Wenn die die Klassik, weil sich’s eh nicht lohnt, rausschmeißen? Wenn die immer mehr Daten wollen? Wenn … was auch immer? Dann hätte ich Geld investiert und hätte außer dem aktuellen Genuss danach nichts mehr. OK, ich gehe auch ins Theater, ins Kino oder gehe Essen – da bleibt dann genauso ’nur‘ die Erinnerung.

Scheinbar bin ich da zu sehr noch Jäger und Sammler. Immerhin brauche ich nicht mehr alles physisch, auch ein e-book hat seine Existenberechtigung (wenn es eine dreifach-Sicherung gibt). Aber auf der Festplatte sollte es schon pysisch sein – und nicht nur für den bezahlten Zeitraum.

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