Durch die Zeit

Monat: August, 2016

Linie 3

Wenn ich heute abend von K. zurückgekommen sein werde – geil, was? also die Zeitform – dann werde ich heute mehr als zwei Stunden in der Linie 3 verbracht haben. Da haben sich die 7 Euro für das Tagesticket vollauf gelohnt.

Eigentich wollte ich etwas anderes schreiben, etwas ernsteres, vor allem etwas gehaltvolleres – aber das ist mir entfallen.

Dr. phil.

Beim Schreiben meiner internen Buch-Rezenzionen auf das nächste Promotionsthema gekommen. Jetzt brauchts nur noch nen Sponsor.

Doofes Dilemma

Bin gerade mal wieder voller Fernweh. Ich kann mich ja noch dieses Jahr eine gute Woche Urlaub leisten – also zeitmäßig. Neapel oder Mailand? Hauptsache Italien!

Bin in beiden Städten heute schon virtuell spazieren gegangen, habe nach Flügen geschaut, nach Unterkünften, nach Bahnzeiten, Museen, Umsteigezeiten, Pizerrien, Sehenswürdigkeiten, Öffnungszeiten, … aber entweder komme ich hin und muss dann unter der Brücke schlafen oder ich kann im Hotel schlafen, komme aber nicht hin.

Todos

  • Bibel lesen – erledigt: Hier
  • Bügeln – nachher beim Tatort, wenn einer kommt – Nachtrag: erledigt, sechs Hemden, ging so, wie der Tatort.
  • Bett beziehen – nach dem Tatort, wenn einer kommt – Nachtrag: auch erledigt und dafür nen schönen Niesanfall.

On a hot summer …

Der Impuls kam von Sahne zum Leben:

3 Buchstaben

Spannende Beobachtung meinerseits. Immer wenn ich in den lezten Tagen gefragt wurde, wo ich denn im Urlaub war, war die Antwort: „Auf einem Campingplatz an der Ostsee.“ Hin und wieder wurde noch gefragt, wo denn genau – und Dahme scheint bekannter zu sein, als ich es mir habe je vorstellen können.

Was daran so ’spannend‘ ist, dass ich die drei Buchstaben FKK vor Camping immer fortlasse. OK, meinen ‚Kolleg*innen‘ möchte ich das echt nicht auf die Nase binden, nicht in der Situation, aber der Friseurin heute? Die hätte mir dann dennoch die Haare geschnitten. Und warum nicht auch gegenüber guten Bekannten? Was ist so schlimm daran?

Was steckt da also in mir, dass nackt-sein irgendwie nach wie vor bäh ist und zwar mehr noch als schwul sein? Und woher hab‘ ich das eigentlich?

Noch so’n Tick

Hin und wieder, eigentlich öfters, gehe ich, wenn ich auf die Straßenbahn oder auf den Bus muss, sehr, sehr rechtzeitig hin, um, auf der Bank sitzend, dann noch etwas Hörbuch zu hören und auf dem Handy etwas zu spielen.

Die Haltestellenbank als der Ort der Weltabgeschiedenheit.

Alles raus

Mein Mann hat noch Urlaub und war so nett, das Wohnzimmer überzustreichen. Gute Gelegenheit, alles mal aus den Schränken und Regalen zu holen, um zu schauen, ob man es überhaupt noch braucht. (Falls also jemand an einem Kindler Literatur Lexikon interessiert ist …) Die Sache hat, auch beim Einräumen, leider einen Haken für mich. Ein bisschen Staub, wahrlich nicht viel, sammelt sich ja immer an.

Ich hab‘ mich jetzt aus dem Verkehr gezogen, nach dem ich vier Tempopackungen verbraucht habe und nachher in der Vorstandssitzung die anderen überlegen werden, weswegen ich wohl geheult haben.

Eins nach Urlaub

In meinem letzten Job habe ich üblicherweise zwei volle Arbeitstage gebraucht, um der aufgelaufenen Mailflut wieder Herr zu werden.

Jetzt reichen knappe sieben Minuten und übrig bleiben 11 Vorgänge, die ich mir für den Rest der Woche genau einteile.

Fast auf den Punkt

Auf dem Weg zum Urlaubsendessen (heute alles komplett OK und das Tatar vom Jungbullen mit Wachtelei und Parmesan werde ich zur Leibspeise erheben) müssen wir den SEV nehmen, also den Schienenersatzverkehr, also einen Bus. Der brettert fröhlich los und überfährt gleich mal die zweite Haltestelle. Daraufhin ein gellender Schrei einer älteren Dame mit Rollator, die da aussteigen wollte. Gut 200 Meter später kommt der Bus zum Stehen, die wenigen Fahrgäste wuchten die ältere Dame samt Rollator aus dem Bus, da er an einer Stelle zum Stehen gekommen ist, wo kein Bordstein ist.

Mit Karacho geht es weiter während mein Mann mit dem Busfahrer verhandelt, ob er bei unserer Haltestelle nicht auch gute 250 Meter weiterfahren könne, um uns dann dort austeigen zu lassen.

Hätte mein Mann 350 Meter gesagt (aber haben Schwule je Entfernungens schätzen oder werfen können?), hätten wir noch weniger laufen müssen.

Das nenn ich mal Service in einer Stadt, die diesen Begriff nur äußerst selten kennt!

Nackte Erkenntnisse (# 328-332)

  • So ein FKK-Camping-Urlaub ist – bis auf sehr seltene Ausnahmen – kein ästhetisches Vergüngen.
  • So ein FKK-Camping-Urlaub ist – bis auf sehr seltene Ausnahmen – ein absolut irres Ganzkörpererlebniss. Alleine nach dem Duschen sich vom Wind nachtrockenen zu lassen oder nackt im Sand zu sitzen und sich die Eier wärmen zu lassen oder beim Spazieren den Wind überall zu spüren oder …

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Eine der ersten Sandburgen in einfacher Bauart, mehrere Tage nach Errichtung mit den typischen Alterrrungserscheinungen.

  • Ist schon Luxus, statt im Zelt in einer kleinen Hütte zu logieren mit Kühlschrank (d.h., kalte Getränke, Butter, Wurst, Käse …), zwei Herdplatten (für kleine Gerichte, wenn wir Lust hatten) und einem Toaster! (Wir haben nur so eine Platte, die wir auf die Gasflamme legen und darauf toasten, was relativ lange dauert und man sehr genau aufpassen muss. Aber so: zwei Dinger rein, etwas warten, wutsch! Ich hab‘ die erste Woche fast nur von Salami-Käse-Toast gelebt.)
  • OK, das Wetter hätte, vor allem in der ersten Woche, durchaus besser sein können, aber jetzt weiß ich wenigstens dass ich ein Hardcore-Nudist bin. Und für einen gepflegten Sonnenbrand auf dem Arsch hat es dann in der zweiten Woche auch noch gereicht. Und ist schon lustig zu beobachten, wie der Schwanz auf das Wetter reagiert.

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Prototyp einer kombinieten Steinsandburg, ca. 5 Tage nach Errichtung. Hervorzuheben ist der überraschend gute Erhaltungszustand.

  • Ein paar Bücher sind auch noch übriggeblieben.
  • Nackt Fahrrad fahren ist mit einem Kunstsattel nicht so angenehm – und sieht zudem noch äußerst blöd aus.

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Prototyp einer kombinieten Kugelsandburg mit Tiefgrabungsloch und Rundmauer. Erst am sechsten Tag fiel die südliche Mauer in sich zusammen.

  • Die Welt ist sehr, sehr gut ohne mich ausgekommen – ich übrigens ohne sie auch.
  • Die Deutsche Bahn hat sich dann auch gestern auf der Rückfahr noch wirklich alle Mühe gegeben uns ‚zu unterhalten‘, indem ein Zug komplett ausfiel, so dass der, den wir nehmen mussten hübsch überfüllt war, der Anschlusszug kam dann 20 Minuten später, musste zudem die Lok wegen Bremsschaden wechseln, hielt außerfahrplanmäßig anschließend in U., um die Personen aus dem Waggon, dessen Klimaanlage ausgefallen war, zu evakuieren und begeisterte kurz darauf noch alle dann noch mit einem Polizeieinsatz im Zug.

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Eine der großen Steinburgen. Diese als Kontrast neben einer klassischen Sandburg (siehe rechte obere Ecke). Eine fast ebensolche wurde für die meinem Mann gewidmente großen Steinstandtrutzburg als Materiallieferant benutzt.

  • Das Campingplaztfest – leider bekleidet, da für alle – entpuppte sich als eine überaus launige Angelegenheit, weil der DJ fast ausschließlich nur Musik aus unserer beiden Jugend brachte, was – bis auf die anwesende Jugend – allen gefiel. Woran man feststellen kann, welche Altersgruppen solch einen Campingplazt überwiegend frequentieren.
  • Ich glaube, eine Woche im Sommer wird jetzt ein Muss.

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Die große Sandsteintrutzburg. Höhe knapp einen Meter, Bauzeit an die zwei Stunden (ohne Steinsammlung). Aufnahme am dritten Tag der Errichtung. Etwas links der Bildmitte erkennt man hilfreiche Stoppsteine, die auf der rechten Seite komplett fehlen, so dass es da zu Abrutschen kam.

So, bin dann mal weg

Bis die Tage!

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Abkömmlich

Urlaubsvorbereitungen am letzten Tage arten in Stress aus. Daher braucht man Urlaub.

Wenn man jetzt auf Urlaub verzichten würde, würde man dann auch keinen Stress haben?

Egal – auch wenn es heute stressig war (vor allem auch deswegen, weil ich statt 40 Minuten fast 3 Stunden geschlafen habe, da ich soo müde war), ich freu‘ mich auf morgen, wenn wir zur Unzeit im Zug sitzen  (6:38 Uhr) und für mich das der Moment ist: zwei Wochen frei – und ‚frei‘ in mehrfacher Hinsicht.

Und auch wenn ich den Rechner dabei habe – außer Bibelblog werde ich nix damit machen, keine Mails, keine Texte hier, keine … und das ist gut so und es wird niemand weh tun.

Denn: Ich bin abkömmlich.

Unlogisch

Da fährt man 2 Wochen auf einen FKK-Campingplatz – und mit was stopft man die Radtaschen voll? Mit Klamotten!

Bitte teilen!

Da mache ich doch gerne mit, wenn es gegen die unfähige Deutsche Telekom geht.

HIER ist ein Aufruf von Herr und Frau K., die dringend Unterstützung brauchen. Und da ich die beiden kenne und weiß, was die für absolut geile Fotos machen, ist der ausgelobte Gewinn alle mal wert, sich zu engangieren.

P a n i k

Am Freitag geht es in den Urlaub. 16 Tage! Camping am Meer. Nackt. Mit Rad. Und viel Zeit.

Auf meinem E-Reader sind gerade mal sechs Bücher, die ich mir so zusammengeschnorrt habe (und die ich auch lesen will – denn es sind auch noch andere Werke auf dem Reader, aber will ich denn wirklich nun nochmals alles Dramen von Shakespeare?). Sechs Bücher sind ca. 1.800 Seiten – vieeel zu wenig. Und was ist, wenn mir eins der Bücher überhaupt nicht gefällt? Und ich dann am Strand sitze und nichts zu lesen habe? P A N I K!

Aber da ja mein Ausgabestopp noch gilt … nahm ich die Gelegenheit doch gerne wahr, als mein Nachbar fragte, ob ich ihm mein altes Rad verkaufen würde. Aber gerne doch – Bedingung war, das Schloss musste er selber aufflexen. Und von diesem Geld kaufe ich mir ein Sicherheitsbuch (David Forster Wallace: Unendlicher Spaß (1.500 Seiten!) und noch eine kleine Kollektion, so dass ich mit wohl insgesamt an die 6.000 Seiten fahre.

Da fühle ich mich dann doch auf der sicheren Seite.

Und wer wissen will, wie ich das früher gemacht habe, ohne E-Reader. Ganz einfach: Ich hatte mir extra dafür für vorne Satteltaschen gekauft, die ich dann mit Bücher voll stopfte.

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Anton Weyrother

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