Durch die Zeit

Monat: September, 2016

Bis Montag oder so

Denn ich bin ab nacher im Mittelalter bis Sonntag Abend. Und da gab es weder Internet, noch Telefon, noch Tomaten, noch Kartoffeln, noch Deo, noch Badewanne, noch …

Vertrauen

Letztens war A. – nach harter, harter Uni-Prüfungszeit – mal wieder da. Mit Computerproblemen. Ob ich nicht noch irgendwie ne Festplatte hätte, um seine Daten sichern zu können? Es fand sich zwar etwas, aber dafür inkompatibel, und so fragte er, ob er seine Daten komplett auf meinen kleinen Rechner (aus dem Hause Apfel) sichern könne. Bitte gerne, Speicherplatz ist ausreichend vorhanden.

Ich fragte mich, ob ich das auch getan hätte. Denn A. hat mit 100-prozentiger-Sicherheit jetzt nicht nur Daten bei mir gespeichert die sein Studium betreffen. Denn, wenn ich von mir ausgehe, dann sind eine Menge meiner Daten eh ‚unkritisch‘, aber da gibt es Briefe, Tagebücher, persönliche Texte und in meinem Fall natürlich noch ein Haufen von Fotos, die nicht nur andere sonder auch mich mit Ständer zeigen, teilweise in Aktion, teilweise voller Sperma und was sonst. Dinge jedenfalls, die man auch guten Freunden jetzt nicht so mir-nichts-dir-nichts aufs Auge drücken will.

Da ich den kleinen Rechner jetzt nicht wirklich häufig nutze – und die Frage sehr berechtigt ist, warum ich mir den überhaupt angeschafft habe – bin ich über seine Daten nur einmal gestolpert, als ich ein Hörbuch suchte, was dann zwischen irgendwelchen Hirn-Anatomie-Blut-Gerinsel-Fachbegriffen gelandet war.

A. heute wieder da – bei Saltimbocca – und die Nachricht, dass sich das Computerproblem zu Gau ausgeweitet hätte. Jetzt hat er gar keinen Rechner mehr. Ich würde mich tierisch ärgern, weil ich dann meine (wenigen) Mails auf dem Handy schreiben und dauernd die Brille trage müsste und auch hier es mit den Handy nicht so leicht hätte. Aber sonst?

Also hab‘ ich ihm meinen kleinen Rechner angeboten, auf dem der meiste Speicherplatz eh von ihm derzeit belegt wird. Er hat sich zwar geziert – hätte ich mich auch – aber dann doch es angenommen, denn es dauert noch etwas, bis er einen neuen hat.

Jetzt hat er auch also einen Teil meiner Daten bei sich. Und ich gebe zu, dass ich kurz überlegt habe, was denn da drauf ist. Und ich konnte es dann doch nicht unterlassen ihn zu warnen, dass, wenn er auf den Bilderordner geht, er vielleicht mit Fotos konfrontiert wird, die seiner sexuellen Ausprägung nicht entsprechen. Aber es ergab sich, weil er für mich ein Update installierte, dass der Bildschirmschoner ansprang – ich habe meine Warnung dann einfach nur noch darauf beschränkt, dass er ja ohne Frage fähig sein, den auszuschalten oder zu ändern.

By the way: A. hat mich schon ausreichend nackt gesehn. Und A. ist jetzt auch nicht so ein Kind von Traurigkeit, dass er beim Anblick eines Ständer traumatisiert werden würde. Warum musste ich das kommentieren? Davor warnen? Wo er doch weiß, dass ich Männerakte mache?

In einem früheren Blog habe ich mal geschrieben, was ich für einen Terz ich gemacht habe, als A., damals kannte wir uns noch nicht soo gut, zu Besuch war und ich einen Teufel tat, um mein Bildschirmhintergrund, der mich nackt im Bodensee zeigte mit einem recht gut druchbluteten Schwanz (aber kein Ständer!) zu eleminieren. Affig bin ich mir vorgekommen. Später habe ich das Bild einfach gelassen und ihm gesagt, dass mein Schwanz sonst ne andere Größe / Kleinheit hätte. Er grinste, glaub‘ ich nur – und es war OK.

Scham ist schon was komisches!

 

Und dann gehen die Lichter an

Nahezu einhellige Meinung heute beim Dante-Abend: „Mal sehen / hören, was die anderen dazu zu sagen haben. Alleine wäre ich jetzt ausgestiegen.“

Wir waren heute im „Paradies“, Gesänge 7-9.

Paradiesisch ist das echt nicht (mehr) zu lesen, da machte die „Hölle“ durchaus mehr ‚Spaß‘. Denn das ist jetzt ein „theologisches Lehrgedicht“ – und das mit fünf Leuten, die sich vom Glauben weitgehend abgewandt haben (wobei die Bibelkenntnisse von zwei anderen erstaunlich gut sind, weit aus besser als die meinigen, obwohl ich seit Februar täglich die Bibel lese).

Und es entspannen sich spannende Diskussionen die das Ganze umfassen oder sich darin ergehen, dass die eine Übersetzung bei diesem Begriff daneben gegriffen haben muss, denn aus dem Kontext …

Ich find’s halt bemerkenswert. Fünf Leute lesen den gleichen Text, kämpfen mit ihm, haben so gar keine Lust danach, weil der Text irgendwie ‚blöd‘ ist, ‚doof‘, ‚kompliziert‘, ‚unverständlich‘, ‚kryptisch‘, … und dann sagt die eine das, der andere erwidert was anderes, der dritte sieht eine gewisse Lücke … und dann gehen die Lichtern an.

Erkenntnis ist schon was Feines.

Gestern gelernt

  1. Auch ich habe alloiophile Fantasien. (Quelle: Karis Tagebuch, vorletzter Absatz.)
  2. Ich war schon in Trinakrien. (Quelle: Dante: Paradies, VIII, 67)

Wer viel arbeitet …

Wir werden ja recht selten zum Essen eingeladen (mal abgesehen vom „Familienessen“). Das passiert vielleicht zwei Mal, maximal drei Mal im Jahr. Mein Mann meint, das läge darin, dass wir kochtechnisch halt schon etwas vorlegen und die anderen sich dann nicht trauen. Da helfen dann auch Beteuerungen, Nudeln mit roter Soße würden reichen, nicht viel. Aber wenn wir eingeladen werden, dann sind die Essen zumindest gut, wenn nicht sogar sehr gut wenn nicht sogar raffiniert.

Bis auf eins. Auf der Burg. Vor zwei Jahre. Kein ‚richtige‘ Einladung, aber wir wurden – mit ein paar anderen Männern und Frauen – bekocht. Ich werde es bis zu meiner Demenz nicht vergessen, wie der ‚Koch‘ – mit mords Gedöhns den ganzen Tag über – sich bei denn Essgästen entschuldigt, dass der Fisch (ich glaube es war Zander für über 70 Euro) im Topf einach zerfallen sei, das sei ihm noch nie passiert, denn er würde ihn immer so vier bis fünf Stunden kochen, das müsse also am Fisch liegen … Wir spielen ja nur Mittelalter und haben daher keine Schwerter oder Waffen die scharf sind. Das war in dem Moment sein Glück. Boa, war das ein Frass!

Für Freitag bis Sonntag bin ich – kurzfristig – ich dann dran. Der ‚Koch‘ hat das Lager abgesagt und ich hatte großmundig davon gesprochen, dass ich mitkomme, wenn ich etwas zu tun habe. Jetzt habe ich die Soße. Dreimal Mittagessen für jeweils 15 Personen auf einer einfachen Feuerstelle. OK, Gemüsesuppe geht immer, ein paar Würstchen dazu, gut ist. Aber das ist dann nur Tag eins. Für Tag zwei hat man sich Kohlrouladen gewünscht. OKeee … und an Tag drei darf es dann ein Gulasch sein. Dazu halt immer mindestens eine Beilage, an zwei Tagen noch eine Süßspeise für hinterher.

A. wird mir helfen, aber das wird schon allein mit den Mengen ne Menge Arbeit werden.

Und da ich nicht auf der Burg schlafen kann (also, ich könnte, ich meine Platz wäre schon, einmal im großen Saal (nee, ich will schlafen und nicht Schnarchern zuhören) oder bei den Burgherren (aber da bekomme ich immer Panik, weil die ganz oben wohnen und wenn da Feuer unten an der Holztreppe ausbricht …)) quartiere ich mich wieder bei R. ein und seiner geilen, fetten Badewanne.

Auszug

Aus meiner Bücherwunschliste. Nur mal so die aktuelleren Sachen:

  • Giancarlo De Cataldo / Carlo Bonini: Die Nacht von Rom. Folio (Wien), 24 €
  • Silke Scheuermann: Wovon wir lebten. Schöfling & Co (Frankfurt), 24 €
  • Marcel Proust: Briefe 1879-1922. Suhrkamp (Berlin), 2 Bde, 78 €
  • Klaus Volk: Die Wahrheit vor Gericht. Bertelsmann (München), 19,99 € (was für ein alberner Preis!)

#336

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Die einen mit jetzt 17, E. mit 50+

Es gibt – immer öfters übrigens – Momente, wo ich denke, wie langweilig, oder, wie A. sagen würde, „wie öde“, das Leben doch ist. Also meins. E. dagegen hat mal wieder ein weiteres Projekt in Angriff genommen. HIER mal einen Einblick.

Projektvorlauf beendet

Scheinbar sind wir wieder mit der Welt verbunden. Einfach so. Gemacht hat niemand was – außer geschlafen.

Daher, bevor wieder etwas dazwischen kommt, die „Bibliothek der freien Bücher“, wie ich das Projekt jetzt genannt habe, mal in die Cloud geladen. Sind natürlich viele Klassiker dabei, die man eh über das Projekt Gutenberg bekommt, aber unter der Rubrik „Romane“ findet sich dann doch schon mal was.

Einiges habe ich auch einfach so aus dem Netzt – kompett legal übrigens – gezogen, wobei mich schon wundert, dass Musils Gesammelte Werke wirklich für umme angeboten werden.

Wenn E. bestätigt, dass alles funktioniert werde ich einen kleinen Kreis von Menschen auftun, die einerseits von der Bibliothek partizipieren, andererseits sie aber auch füllen. Das Problem dabei ist, ich muss Leute finden, die die Bücher lesen, die ich lese, denn mit Rosamunde braucht man mir nicht kommen. E. und M. habe ich schon mal im Auge, eigentlich müsste ich vor allem R. anhauen, denn der würde die Bibliothek aber so was von bereichern, denn der hat einen lesewütigen Bruder, der schon vor Jahren mit einem ähnlichen Projekt begonnen hat.

*nerv*

Internet funktioniert im Grunde gar nicht – Vodafone zuckt nur fröhlich mit den Achseln und findet nix.

(Das Absetzen dieses Post wird gute 7 Minuten gebraucht haben.)

Gremiendynamik

Wie immer einmal im Monat: Gremium um 17:30. Wie immer: geplant bis 19:00.

Um 18:16 steht nur noch der Tagesordnungspunkt „Bericht aus den Gruppen“ und „Termine“ an, gewöhnlicherweise eine Sache von weniger als fünf Minuten.

Das übliche Aufräumen der Tische fand dann um 19:17 statt!

Der Mensch hört sich halt, sehr, sehr, sehr, sehr und nochmals sehr, sehr gerne reden.

Aus Liebe zum Verbrecher

A., der sich die Woche Malle mehr als verdient hat, fragt an, ob ich nicht was zum lesen für ihn hätte. Also hole ich die Mail von E. aus der Versenkung und studiere, wie denn das so geht wenn man so ein e-book hat und was man machen muss …

Wenn ich ein Buch kaufe, dann kann ich es – beliebig oft – an Freunde und Bekannte verleihen. Ein e-book dagegen nicht, das meist gerade zwei bis drei Euro billiger ist als die Papierform.

Nervig war daran heute das instabile Internet in dieser Wohnung, aber schätzungsweise ist der Link jetzt dann doch angekommen.

Nicht nur die Nase machts

Wußte gar nicht, dass ich so ein Fan von Jack Nickolson bin. Die „Knutschaffäre“ hat mir drei Filme von ihm mitgegeben, weil ich – peinlich, peinlich  – noch nie „Chinatown“ gesehen habe. Heute würde doch kein Schauspieler mit so einen Nasenverband länger als drei Sekunden vor der Kamera stehen.

Küssen kann man nicht alleine

Letztens. Geburtstagsfeier. Kleinerer Kreis, aber ausreichend Alkohol. Nettes Geplaudere über Gott und die Welt – keinerlei Besonderheiten. Recht spät absentiert sich das Geburtstags“kind“ etwas, um konzentrierter Musik zu hören. Ich setze mich einfach mal neben ihn, lege meine Hand auf sein Knie. Normalerweise reagieren da männliche Heten schon recht deutlich und ziehen das Knie weg. Er nicht. Meine Hand rutscht etwas weiter nach unten – aber auch da reagiert er nicht im Geringsten, grinst mich vielmehr an.

Bei der Verabschiedung sind wir für einen Moment alleine. Wir umarmen uns, so wie immer, ich gebe ihm einen flüchtigen Kuss auf den Mund, weil es sich gerade so ergibt. Ich will mich aus der Umarmung lösen, da hält er mich fest und gibt mit zur verstehen, dass das mit den Küssen nun zu wiederholen sein – diesmal aber richtig.

Ich mache ja solche ‚Experimente‘ nicht oft, aber feststellen kann ich dann doch, dass mehr männliche Heten – zugegeben, mit etwas Alk im Blut – durchaus auch gerne mal mit einem anderen Mann knutschen.

Und in meinem internen Ranking, wer am besten knutschen kann, steht ne männliche Hete mit großem Abstand auf Platz eins, dann kommt ne weibliche Hete. Über Platz 3 bis 10 bin ich mir mal so einig, mal so.

rausch ab

Bei der großen Datensicherung rauscht mir Festplatte Nr. 3. ab. Die habe ich nur für meine Musik und die Hörbücher. Immerhin findet sich im Fundus noch eine andere alte Festplatte. Gut, dass A., der letztens hier auch Datensicherung gemacht hat, sie nicht gebraucht hat.

Es dauert Stunden, bis die wohl 50.000 Dateien nochmals gesichert sind. Aber ich würde wochenlang kotzen, würden mir die Daten verloren gehen.

Morgen nochmals mit einem kleinen aber genialem Synchronisationstool überprüfen, ob auch alles vorhanden ist.

Im Grunde warte ich eh nur darauf, dass die Cloud preiswerter wird – dann haben diese Sorgen andere.

Thomas Bernhard, oder: Gar nicht so schlecht!

Die Lesung sollte um 19:30 beginnen. Da nicht nur der Veranstalter sondern auch C. und ich nun nicht wirklich berühmt bzw. bekannt sind (wir machen nur einmal im Jahr so eine Lesung) haben wir, wie jedes Jahr bisher mit 20 Leuten gerechnet. Bestuhlt wird immer für 30.

Um 19:20 waren schon die ersten drei Stühle besetzt, um 19:25 schon derer fünf. Um 19:32 musste H. dann in den Keller, um weitere 10 Stühle zu besorgen. Was mich echt gefreut hat, denn entweder zog Thomas Bernhard oder manche mögen es, wie C. und ich lesen. Wir teilen uns die Texte teilweise nicht nur nach Absätzen oder Sätzen auf, sondern bishin zu einzelnen Wörtern – wenn es passt. Im Grunde ist das – neben der Auswahl – die eigentlich Arbeit, herauszuarbeiten, wie wir die Stimmen verteilen.

Diesmal saß C. noch am Klavier, brachte noch einen weiteren C. mit der bei einem Stück das Cello beinahe zersägte – auf dem Programm standen Bartók, Janácek, Mozart und Skoryk – was sich als eine überraschend runde Sache erwies. (Und C. zu beobachten, wie er auswendig das Klavier an seine absoluten Grenzen bringt – klasse einfach!)

Kurz: Es hat – wie jedes Jahr – richtig Spaß gemacht!

Und: Der Aufwand hat sich wieder gelohnt.

Und: Ich wußte es schon immer – bei Bernhard kann man richtig gut lachen (was das Publikum – an den richtigen Stellen übrigens – auch tat).

Und: Der freiwillige Obolus am Ausgang, vermutlich war es der Musik geschuldet – aber für C. und mich wurde es zum ersten Mal dreistellig. (C. Nr. 2 hatte von sich aus sofort auf ein Beteiligung verzichtet, weil er sich bei seinem Job auch locker leisten kann – fand ich echt hochanständig.)

#335

duo9

Höhere Mathematik

Die Eierfrau hat Sonnenblumen. 70 Cent das Stück. Ich verlange drei, bekomme vier und zahle zwei Euro.

Wieder unter den Lebenden

Kopf zwar noch etwas dicke, Nase und Ohren auch noch etwas zu, die Stimme nun noch leicht belegt aber das Fieber hat sich immerhin verflüchtigt und heute war ich schon mal den halben Tag auf.

Meine Herrn! Drei Tage am Stück im Bett gelegen. Das hat es echt noch nie gegeben. Hin und wieder bekomme ich schon mal eine Erkältung, aber dass sind immer so Turbo-Sachen, nach 24 Stunden oder so ist es durch. Aber das hier?

Am Montag war ich ja irgendwie noch zuversichtlich, am Dienstag habe ich dann glücklicherweise bis auf drei Termine alles komplett abgesagt, ohne Rücksicht auf irgendwelche Verluste.

Der eine Termin war dann heute morgen noch beim Neurologen, auf den ich jetzt an die vier Monate gewartet habe wegen den Händen. Immerhin, ich muss zugeben, Herr Dr. K. hat sich wirklich Mühe gemacht, mich nicht nur der Apparatemedzin unterworfen – ist das eklig, wenn auf einmal die Finger zucken, weil die Arzthelferin etwas Strom an den Arm legt – sondern sich nach allen Regeln der Kunst den Händen gewidmet. Dass die nicht die kräftigsten sind ist ja eh bekannt – was will man von einem schwulen Querflötenspieler schon in der Hinsicht anderes erwarten – aber dass man meine gespreizten Finger mit so wenig Druck schließen kann … jedenfalls ein paar unwichtige Nebenbefunde, was die Schmerzen betrifft … bekanntes Schulterzucken.

Mich dann noch für die Generalprobe für Samstag zu C. geschleppt – das war’s dann für heute aber sicher. Morgen darf ich noch zu Hause bleiben und bis auf Markt keine weiteren Aktionen.

Hey, ist das schon das Alter???

AU

Das letzte Mal, dass ich bei gut 31 Grad gefroren habe, dürfte einige Jahrzehnte zurückliegen, als ich als Knabe zu lange im Wasser gewesen bin.

Jetzt lässt mich diese Sommergrippe einerseits frieren wie schwitzen … als hätte ich da gerade noch gebraucht.

Und minütlich grüßt …

Kind begrüßen.

Passendes Haltung / Ausdruck überlegen.

Auf der Kinder-Chaiselongues bzw. dem Kinder-Sessel darpieren, d.h., Körperhaltung vorgeben, Arm- und Handhaltung vorgeben, Klamotten und Hüte richten, ggf. Schwert und Keule inszenieren, Knie- und Beinstellung vorgeben.

4-5 Meter zurück, auf den Boden knien, Foto

Aufstehen, zurück zum Kind, Haarsträhne wegstreichen oder sonst was …

Wieder zurück, wieder auf den Boden,

4-5 Fotos, derweil Anweisungen für Kopfhaltung und Mimik, ggf. weitere Korrekturen,

Aufstehen, Kind loben, Speicherkarte aus der Kamera nehmen, sie meinem Mann geben, Wechselspeicherkarte nehmen, Bilder löschen.

Schluck Wasser oder Kaffee trinken, Nase putzen

Kind begrüßen

auf der Kinder ….

 

5 Stunden. Ohne Pause. Zwei Becher Kaffee. 3 Flaschen Wasser. 2 kleine Tramezzini. An die 100 werden es wieder gewesen sein.

Jetzt Dusche, dann Powernickerchen, dann Aspirin oder sonstwas, dann C. wegen Lesung, geplant haben wir um die 4 Stunden.

Tempo (Nachtrag)

Scheint eine veritable Sommererkältung zu sein.

Aber kneifen ist heute nicht, Dutzende von Kinder (letztes Jahr waren es an die 100) warten auf mich, vielmehr: warten darauf, sich verkleiden zu dürfen und dann fotogarfiert zu werden (von mir – aber wichtiger sind natürlich die Kostüme des Theaters).

Aspirin hilf!

(Notfalls halt Ibo 600 – heute zu geizen wäre falsch.)

Tempo

Entweder ist das ein veritabler Schnupfen oder eine veritable Allergie auf-was-weiß-ich-denn-für-Zeug.

Gerade das sechte Päckchen Tempo für heute angebrochen.

#334

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Dann so

Was ein Tag Ruhe mit viel Schlaf und ein paar Tabletten alles bewirken können.

Krankmeldung

Fiese Kopfschmerzen. Keine Ahnung woher.

Hände tun auch mal wieder richtig weh.

Morgen bleibe ich zu Hause.

WMDEDGT 09/16

Mach‘ ich mal mit. Frau Brüllen fordert wie jeden Monat auf, den 5. eines Monats zu protokollieren: „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“

6:20 – M. gibt mir einen Guten-Morgen-Kuss. Ich döse weiter.
6:45 – Erstes Klingeln.
6:51 – Zweites Klingeln, aufstehen, Bad, Hemd anziehen.
7:08 – Brote machen. Während das Teewasser kocht, Kurzssprint zum Briefkasten, Zeitung holen, danach Tee und Lektüre.
7:21 – Klamotten anziehen, Sachen packen, Wohnung abschließen.
7:23 – Rad aufschließen (frisch aus der Reperatur) und die knapp vier Kilometer in Angriff genommen.
7:41 – Ankunft.
7:43 – Öffen Büro, Rechner hochfahren, Kanne Tee kochen.
7:50 – Mailprogramm öffnen: Keine Mails! D.h.: Wie fülle ich die Langeweile bis 12 Uhr aus. Daher scanne ich 15 Alt-Vorgänge und lege sie in der Datenstruktur ab, lese im Internet Zeitung, esse meine Brote, verändere weitere 200 Dateititel von „in ARCHIVnummer“ in „Archiv-Nr“ per STRG+V, schaue aus dem Fenster, kratze mich am Sack, spreche drei Sätze mit dem Abteilungsleiter, der ein eigenes Telefon verspricht, schaue aus dem Fenster, schaue auf die Uhr, … .
12:08 – Aufbruch nach Hause.
12:30 – Ankunft zu Hause. Klamotten aus, T-Shirt an. Anschließend Geschirr spülen und gleichzeitig eine Portion Bratkartoffeln machen.
12:55 – Bratkartoffeln nebst erneuter Zeitungslektüre.
14:00 – Hochfaren des Rechners, Mails checken (auch keine), Blog checken (zwei Klicks, nicht mehr), Flickr checken (Stillstand), Tumblr checken (gefühlt 200 neue Bilder von denen ich gefühlt 180 schon gesehen habe).
14:15 – Mittagsschlaf mit Autoerotik.
15:00 – Die nächste Tasse Tee wird gekocht. Anschließend Bibel-Lektüre (Blog-Projekt dazu HIER).
15:25 – Klamotten anziehen, Bernhard-Bücher schnappen, Kopien machen gehen.
15:50 – Festlegen, wer welche Stelle liest, nur kurz von M. unterbrochen.
18:10 – Während M. Brot backt, döppe ich die Bohnen, koche sie, mache Spätzleteig, presse den, lass eine große Portion Butter flüssig werden, trinke derweil einen Amaro, ne, zwei.
18:45 – Festliches Abendessen.
19:15 – Ich falle ins Fresskoma vor dem Fernsehen, bekomme aber inhaltich eigentlich nichts mit.
20:15 – Rufe P. an, um mit ihr einen Biertermin auszumachen.
20:28 – C. steht vor der Tür, etwas Geplaudere, dann erste Leseprobe.
22:40 – C. macht sich wieder auf den Heimweg, ich schimmel noch etwas vor dem Fernseher.
23:25 – Überraschend früh suche ich da Bett auf.

 

Voll entsetzt!

Heute auf in der NZZ einen Artikel gelesen, in dem es um die MackPomm-Wahlen und Frau Merkel ging. Kein wirklich bemerkenswerter Artikel, der HIER zu lesen ist.

Dann habe ich mal paar Kommentare gelesen –  und mir ist richtig angst geworden. Das sind dumpfeste Vorurteile, Fehlinformationen und Niederträchtigkeiten, die ich so nicht erwartet hätte.

Nur ein Beispiel:

Und mir ist es auch ein Rätsel, wie immer noch 70% die Altparteien wählen konnten – falls die Wahlen nicht wieder manipuliert waren wie zuvor in Bremen und in Ostdeutschland.

Aber wenn sie die Berichterstattung in Deutschland sehen, Propaganda gegen die AfD und AfD-Wähler aufs übelste, von einer gleichgeschalteten deutschen Medienlandschaft sekundiert, Anschläge auf AfD-Politiker und Parteiverantaltungen, Listen mit Aufrufen zu Gewaltaten von linksextremen, z.t. direkt finanziell unterstützt durch die Regierung, dann ist die Lösung des Rätsels nicht mehr so schwierig…

Anforderung an die Realität!

Ich möchte mehr Menschen um  mich haben wie C.!

Sofort!

Oder ab nächster Woche!

Spätestens!

Egal, aber ich will mehr von denen haben. Komplex aber nicht unnötig kompliziert. Kritisch aber nicht engstrinig. Kreativ, aber nicht dominierend.

Ich weiß nicht, aber mit C. läuft es. Wenn er nicht mit meinen Ideen einverstanden ist, dann sagt er es auf eine Art und Weise, die mich nicht verletzt. Wenn er meine Idee nicht schlecht findet, dann hat er immer noch Vorschläge, wie man es optimieren könnte. Wenn er meine Idee gut findet, dann findet er sie gut.

Und umgekehrt funktioniert das auch.

Alleine heute die Terminabsprache für die nächsten zwei Proben. Ich respektiere seinen Montagtermin, er meinen Dienstagtermin, beiden passt der Sonntag irgendwie gar nicht – also treffen wir uns für die große Probe am Sonntag.

mit und ohne

Auch wenn das Wetter heute eher mies war – die Wohnung war warm genug. Also nur ein T-Shirt.

Jetzt kommen gleich Gäste, also doch ne dünne Hose an. Gott, was ich schwitze!

Ist schon spannend zu erleben, wie der Körper auf ein bisschen Stoff reagiert.

Kaleidoskop eines Alltags

Es gibt immer eine Geschichte hinter der Geschichte.

Anton Weyrother

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