Und dann gehen die Lichter an

von Bert

Nahezu einhellige Meinung heute beim Dante-Abend: „Mal sehen / hören, was die anderen dazu zu sagen haben. Alleine wäre ich jetzt ausgestiegen.“

Wir waren heute im „Paradies“, Gesänge 7-9.

Paradiesisch ist das echt nicht (mehr) zu lesen, da machte die „Hölle“ durchaus mehr ‚Spaß‘. Denn das ist jetzt ein „theologisches Lehrgedicht“ – und das mit fünf Leuten, die sich vom Glauben weitgehend abgewandt haben (wobei die Bibelkenntnisse von zwei anderen erstaunlich gut sind, weit aus besser als die meinigen, obwohl ich seit Februar täglich die Bibel lese).

Und es entspannen sich spannende Diskussionen die das Ganze umfassen oder sich darin ergehen, dass die eine Übersetzung bei diesem Begriff daneben gegriffen haben muss, denn aus dem Kontext …

Ich find’s halt bemerkenswert. Fünf Leute lesen den gleichen Text, kämpfen mit ihm, haben so gar keine Lust danach, weil der Text irgendwie ‚blöd‘ ist, ‚doof‘, ‚kompliziert‘, ‚unverständlich‘, ‚kryptisch‘, … und dann sagt die eine das, der andere erwidert was anderes, der dritte sieht eine gewisse Lücke … und dann gehen die Lichtern an.

Erkenntnis ist schon was Feines.