Nur so ein Gefühl?

von Bert

Es ist nur ein Bauchgefühl – aber ich lerne seit einiger Zeit, auf das genau zu hören und es enrst zu nehmen. Mir scheint, man zahlt mir meine Zeche heim – um das mal so richtig krass auszudrücken. Denn seit drei Jahren? vier Jahren? verkrieche ich mich immer mehr vor der Welt, denn so als Arbeitsloser oder jetzt mit einem kompletten Deppenjob will man nicht so gesehen werden. Hier in Deutschland ist es halt nach wie vor eine ‚Schmach‘ ein ‚eigenes Versagen‘, in anderen Ländern, wie Griechenland (da weiß ich es von Gesprächen aus dem letzten Jahr) ist man dagegen Opfer einer verfehlten Politik – was einem ein ganz anderes Standing bescheert.

Ich hab‘ echt nicht viele Kontakte und meinte aber, die gut zu pflegen. Scheint nicht so zu sein. Denn ich beobachte in den vergangen Monaten, dass das Mail-Fach überwiegend leer bleibt, manche Leute sich seit Monaten nicht mehr gemeldet haben oder meine Mails unerwidert bleiben.

Irgendwie alles komisch.

Liegt wohl auch etwas an der ‚Einseitigkeit‘. Da ich wenig bis nix zu erzählen habe – OK, über Literatur könnte ich schwadronieren, aber wen interessiert das schon? – höre ich halt eher zu, was dem Gegenüber überwiegend bis meist gefällt. Und wenn ich dann noch nachfrage …

Das „Gönn dem anderen auch mal ein Wort“ wird von mir so verstanden, dass ich dem / der Andrem / Andreren Raum gebe, Worte zu sprechen, während mein Mann es genau umgekehrt definiert.

Ich find’s gerade irgendwie kritisch.