Aus der Laberrunde – oder: format c

von Bert

Dieser Tage mal wieder monatliche Laberrunde. Wenig Lust. Aber bei der nächsten bin ich nicht dabei und da wollte ich dieses Jahr schon noch mal hin.

Schweres Thema danna auch gleich – Tod und Vergänglichkeit – weil es bei zweien aus der Gruppe gerade anlag. Gegen Ende verengt sich die Debatte etwas auf das Thema Haushalt auflösen bzw. ein Leben auflösen. Wie anstrengend es sei, eine ganze Wohnung oder vielmehr noch ein ganzes Haus leer zu räumen.

Und ich denke so mir: Ich mach’s meinen nicht vorhandenen Kindern ja echt leicht. Die 1.200 Bücher sind super schnell im Papiermüll veschwunden , und die Gegenseite mit meinen ganzen ‚Papieren‘ noch schneller. Dann noch etwas Sperrholz und das Zimmer ist so gut wie leer. Schlafzimmer noch einfach. Ein Schrank Klamotten, ein Bett, ein paar Cockrings und mein Bär. Also wenn man sich ranhält, ist das an einem Tag erledigt.

Denn ‚mein Leben‘ findet sich dann doch eher auf der Festplatte. Dort liegen alle meine Fotos, all‘ meine Texte, die ganze Auseinandersetzung mit der Literatur, auch bspw. pdfs meiner beiden alten Blogs (das eine hat über 1.000 Seiten), fast alle Briefe der letzten zwei Jahrzehnte … .

Und auch wenn das alles auf drei externe Platten gesichert ist – das ist schneller gelöscht als alle Bücher auf die Straße gebracht.

Ich hoffe ja immer noch, dass es mit der Cloud weitergeht, denn dann würde ich alles dahin verlagen und ein paar Leuten Zugriff geben, damit sie, wenn ich denn mal nicht mehr bin, sich einfach umgucken können, was es dann da so gibt. Was sie dann damit machen … ist dann die Entscheidung der Lebenden.