Eine Lüge ist eine Lüge ist eine Lüge

von Bert

Das Schlimme an der Wahl von Trump ist nicht, dass es Trump geworden ist, sondern das es jemand geworden ist, der im Wahlkampf (und danach) ungestraft weitere Lügen verbreiten kann. Das Gefährliche ist, dass nicht mehr Argumente und Fakten zählen, sondern Meinungen und Stimmungen. Mir könnte das ja eigentlich egal sein, Amerika ist weit weg (und soll es auch bleiben), aber das gleiche Muster findet sich auch in Deutschland (siehe AfD), in Ungarn, in Österreich, in den Niederlanden, in Frankreich, in … es ist scheinbar ein ‚demokratisches Phänomen‘.

In der SZ stand in der Samstag-Ausgabe ein wirklich guter Artikel von Evelyn Roll dazu (hier kostenpflichtig zu lesen), dessen einfache Zusammenfassung sich dann so liest:

Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung, aber niemand hat das Recht auf eigene Fakten. Es wird überlebenswichtig sein für die Demokratie, eine Lüge wieder eine Lüge zu nennen. Wenn jemand behauptet, die Erde ist eine Scheibe, darf die Schlagzeile eben nicht sein: „Streit über die Form der Erde“.

SZ, Nr. 268, 19./20 November 2016, S. 49