Durch die Zeit

Monat: Dezember, 2016

Wünsche ein buntes 2017!

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Wenn

Wenn ich mir für 2017 was wünschen dürfte, dann wäre es, dass ich einmal die Woche, ach was, einmal im Monat so schlafen wie in der Nacht auf heute: Richtig friedlich und erholt aufgewacht mit der Lust auf’s Aufstehen.

Dazwischen

Immerhin, heute, also gestern, gab es drei, vier Stunden, die ich echt genossen habe. In den letzten Jahre waren es auch schon mal Tage – aber man wird bescheiden.

Das ist dann diese besondere Stimmung ‚zwischen den Jahren‘, wo ich begreife, dass alte Jahr ist durch, da gibt es nicht mehr zu tun und das neue ist noch etwas weg, dass es da auch noch nichts zu tun gibt. Und diese Zwischenzeit ist für mich echt die schönste. Denn es ist eine freie Zeit, eine, die keine Ansprüche stellt.

Es schickt

34 Sylvesterkarten müssen dieses Jahr reichen. Zwar gäbe es noch ein paar Adressen, aber irgendwie fühlt sich das nicht stimmig an, wenn ich denen was schicke.

#370 – Für die Kunst

E. ist wohl die einzige Hete, bei der ich ohne jegliche sexuelle Absicht nen Ständer produzieren kann. Für das Neujahrsfoto heute einiges versucht, darunter auch Portrait im farbigen Wasser. Und wenn  man schon dabei ist, dann ist Halbständer im farbigen Wasser auch nich so übel. Wenn morgen Zeit ist, dann wiederholen wir das.

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!!!

Kalte selbstgemachte Spätzle mit den Fingern aus der Schüssel so um 22 Uhr – göttlich!

Fremdkochen

Es war von H. und R. eher eine Notidee, mich und meinen Mann zu fragen, ob wir heute für sie und die vier Gäste kochen könnten. Sie hätten sich sonst das Hauptgericht liefern lassen müssen und dann eben noch irgendwie eine Salat beigesteuert. Aufgrund der Wohnsituation mussten sie uns dann eben auch noch an den Tisch bitten, auch wenn ich von H. weiß, dass mehr als sechs Gäste sie aus kommunikativer Sicht doof finden (was ich meist verstehen kann).

Ausgemacht war, wir kochen, sie zahlen die Einkäufe und legen das drauf, was sie meinen. Aber um das ging es auch nicht, denn würde man wirklich für Geld fremdkochend, dann wird die Klientel extrem klein. Wer zahlt denn schon den Mindestlohn für einen Koch, der für ein viergängiges Abendessen schon mal an die zehn Stunden braucht.

Das Amuse Geul haben wir als Weihnachtsgeschenk beigesteuert (Taubenterrine mit einer Cranberrymarmelade) und für so halt zwei Brote mit Salzbutter (Maldonsalz – da lass ich mich nicht lumpen *lach*). Dann gab es Feldsalat mit Orangendressing, Pastinakensuppe mit Ouzo und Roter Beete, Lammgulasch mit Rosenkohl und Serviertenknödel und schließlich Gelato al Café mit nem Orangenplätzchen.

Zugegeben, wir haben schon gestern damit angefangen, heute habe ich alleine sechs Mal den Feldsalat gewaschen … also es war schon Aufwand ohne jede Frage, aber auch deswegen, weil ich weiß, dass die Küche bei H. extrem klein und extrem schlecht ausgerüstet ist, so dass wir im Grunde alles vorbereitet hatten und nur noch Kleinigkeiten dort machen mussten. Alles andere war in zwei großen Taschen und einem Rucksack verstaut. Das fing beim Schneidebrett an, ging über die Messer bis hin zu den Handschuhen und endete in der kleinen Box mit den Keksen.

Das schönste Kompliment war dann, dass wir es so vollkommen unhektisch gemacht haben, so im Nebenbei eben, dass den Leuten bspw. dann erst am Schluss irgendwie aufgefallen ist, dass sie das Meiste vom selben Teller gegessen hatten, den wir halt zwischen den Gängen abgespült haben. Das hat mich / uns echt gefreut – denn ich habe schon immer den ’stillen Service‘ bewundert.

Ganz klar: Finanziell lohnt sich das definitiv nicht, das ist eine reine Freundschaftssache. Und klar ist: Für jede/n mache/n ich/wir das definitiv nicht. Aber R. hat schon mal für Ostern angefragt … und der hat ne richtig schöne Küche.

 

Familienessen

Seit ich meinen Mann kenne bzw. seit wir zusammen sind – das werden dann bald auch schon mal 20 Jahre! – gibt es das ‚Familienessen‘: drei Paare, sechs Schwule und jeder ist mit jemanden zusammen oder ist dessen Ex. Anfänglich haben wir jeden Sonntag zusammen reihum gegessen, wobei das gemeinsame Gespräch immer höher gewertet wurde als das, was auf den Tisch kam. Heute ist es nach wie vor nicht anders, auch wenn wir uns seltener sehen, vielleicht nun nur noch alle sechs bis acht Wochen.

Heute hatten L.+U. eingeladen  – Feldsalat mit Schmanddressing (was für ein Verbrechen, aber das ist hier üblich), Kürbissuppe (überraschend gut, da mal nicht so dick, sondern quasi ‚klar‘), Rinderbraten mit Rosenkohl und Spätzle (OK, da haben sie sich übernommen), Vanilleeis mit heißen Himbeeren (nun, richtig viel falsch kann man da ja nicht machen); insgesamt dennoch ein überdurchschnittliches Essen – E.+M. brachten Weihnachtsgebäck als Geschenke mit, wir steuerten ein Stück Stollen als Geschenk bei.

Gegen Ende des Essen wurde der Papst Thema, dann die katholische  Kirche an sich – und wie das so an solchen Essen ist, ein Thema gibt das andere. Jedenfalls habe ich dann irgendwann kurz angeschnitten, wie es mit meinem „Begehren“ mir so erging und fragte dann auch die anderen, wie es bei ihnen war.

Und plötzlich haben sechs Männer einfach mal die Hosen runter gelassen und erzählt, welche Probleme oder auch nicht sie hatten auf dem Weg zu kapieren, dass sie nicht der ’sexuellen Norm‘ entsprechen. Und es war eine überaus spannende Erkundung, was wen wie beeinflusst oder auch nicht hat. Echt reichhaltiger Stoff, viele Differenzen, viele Fragen, viel Kopfschütteln.

Wir waren schon immer ein offener Kreis – da wurde zur Lasagne auch gerne mal wortreich und plastische die Erfahrungen mit Geschlechtskrankheiten ausgetauscht – aber ich fand das heute echt besonders, weil keiner eine ‚Gesprächshoheit‘ beanspruchte.

Und es tut sichtbar nicht nur mir sondern auch anderen gut, wenn man das Kind, das Thema, den Schwanz und den Orgasmus beim Namen nennt. Ansonsten hätte ich nicht letzte Woche folgende Rückmeldung bekommen, die mich einfach wohl auch heute bestärkt hat, es  mal anzuspielen: „Ich fand’s sehr toll und finde es großartig, endlich jemanden zu haben, mit dem ich über das, was wir fast so oft wie Zähneputzen betreiben auch wie über das Zähneputzen reden kann.“

 

8

Ab in die Nacht. J. fährt mich hoch. Um sieben mache ich, wie immer, Schluss. Bin gespannt.

Jetzt noch nen doppelten Espresso.

Wäre die Weihnachtsmusik nicht im Radio, dann wäre es einfach ein schöner Abend bisher gewesen. So ist es eben ein schöner Abend mit Weihnachstsmusik gewesen.

Gestohlen

So fern war ‚Weihnachten‘ noch nie wie dieses Jahr. Morgen kommt meine Patentochter mit Mutter, Bruder und ihrem Freund zum Abendessen. Wir werden zusammen essen. Aber das würden wir auch an jedem anderen Tag tun, wenn es sich ergibt. Ein netter Abend eben. Und das wird es dann auch gewesen sein.

Zugegeben, drei Geschenke warten auf mich, das ist jetzt nicht jedes Wochenende so. Von zweien weiß ich aber schon, was es ist. Und da frage ich mich durchaus: Was soll das? Das hat doch mit ‚Liebe‘ und ‚Zuneigung‘ gar nix zu tun, dass ist nix anderes als ein gesellschaftlicher Reflex.

Ich komme immer mehr dazu zu fordern, dass die, die brav über das Jahr in die Glaubensstätte gehen und dort ihre Dinge feiern, die sollen an Weihnachten und sonstigen christlichen / moslemischen / jüdischen / hinudistischen / buddhistischen / … Feiertagen frei haben … der Rest soll arbeiten gehen und bekommt von staatlicher Seite halt drei Urlaubstage oder so.

Mir können dieses zum Konsumterror verkommenen Tage wirklich gestohlen bleiben.

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