Gestohlen

von Bert

So fern war ‚Weihnachten‘ noch nie wie dieses Jahr. Morgen kommt meine Patentochter mit Mutter, Bruder und ihrem Freund zum Abendessen. Wir werden zusammen essen. Aber das würden wir auch an jedem anderen Tag tun, wenn es sich ergibt. Ein netter Abend eben. Und das wird es dann auch gewesen sein.

Zugegeben, drei Geschenke warten auf mich, das ist jetzt nicht jedes Wochenende so. Von zweien weiß ich aber schon, was es ist. Und da frage ich mich durchaus: Was soll das? Das hat doch mit ‚Liebe‘ und ‚Zuneigung‘ gar nix zu tun, dass ist nix anderes als ein gesellschaftlicher Reflex.

Ich komme immer mehr dazu zu fordern, dass die, die brav über das Jahr in die Glaubensstätte gehen und dort ihre Dinge feiern, die sollen an Weihnachten und sonstigen christlichen / moslemischen / jüdischen / hinudistischen / buddhistischen / … Feiertagen frei haben … der Rest soll arbeiten gehen und bekommt von staatlicher Seite halt drei Urlaubstage oder so.

Mir können dieses zum Konsumterror verkommenen Tage wirklich gestohlen bleiben.