Nix zum gratulieren! (Und am Vortag bringt eh Unglück.)

von Bert

Letztes Jahr schrieb ich an meinem Geburtstag hier u.a.:

Die einzige Frage, die ich mir täglich mindestens 83. mal stelle: Wie soll das weiter gehen? Was kann / muss / soll ich tun, dass ich in Lohn und Brot komme? Wie weit muss ich mich prostituieren? Wo sind noch weitere Abstriche zu machen? Außer Nahrungsmittel kaufe ich eh nichts mehr (außer ich bekomme irgendwo her mal etwas Geld, was ich dann in Bücher investiere). Wie viel mehr muss ich mich noch reduzieren?

Ich bin nicht wirklich schlecht ausgebildet. Über all die Jahre in all den Jobs habe ich mir rechts und links noch das ein oder andere angeeignet. OK, ich bin in nichts 110-prozentig, aber in verdammt vielen 90-prozentig.

Und vor zwei Jahren las sich die Bilanz äußerst ähnlich:

Wenn ich mich so in meiner Altersklasse umschaue, dann habe ich, was das Materielle angeht, auf alle Fälle geloost. Weder Auto noch Eigenheim, weder dicke(re)s Bankkonto noch Ferienwohnung, weder nen Job noch ne anständige Rentenerwartung. Das nagt – zugegeben – mehr als gedacht. Dafür immerhin eine einigermaßen stabile Beziehung und ein paar wenige (und verstreute) Freunde. Gesundheitlich ist auch alles soweit in Ordnung – ganz katastrophal ist es also nicht, aber richtig gut fühlt sich das derzeit wahrlich nicht an.

Für die morgen fällige Bilanz habe ich dem nichts hinzuzufügen, außer, dass mein Abteilungsleiter heute signalisierte, dass es mit einer Entfristung meiner Stelle wohl nix wird, eine Verlängerung der Befristung auch nicht im Raum steht. Und meine Hoffnung, dass da noch was ausgeschrieben wird, worauf ich mich intern bewerben kann, ist in der Zwischenzeit nur noch sehr gering.

Ab Juli wird es also echt kritisch. Was soll da werden? Was soll da kommen?

Scheiße gelaufen, würde ich mal konstatieren.