Durch die Zeit

Monat: Februar, 2017

Excel sei Dank!

Über die Bibellektüre habe ich mich echt daran gewohnt, jeden Tag ca. ne halbe Stunden konzentriert (und abgeschieden) zu lesen. Derzeit sitze ich an der Luther Biographie von Lyndal Roper und im Kopf fanden sich schnell noch ein paar mehr Bücher dieser Art (Bossong: Rotlicht; Schilling: Luther (bei Roper vermisse ich das Kirchenhistorische bzw. Theologische doch sehr); Tadié: Proust; Knowlson: Beckett). Bis auf Bossong alles dicke Dinger.

Heute fragte ich mich, wie lange ich denn wohl brauchen werde, die durchzulesen. Und siehe da, das ist dieses Jahr wirklich noch zu schaffen. Bei dem jetzigen Lesetempo wäre ich  am 5. September d.J. fertig, lese ich täglich genau 10 Seiten, schaffe ich es noch bis zum 27. Dezember.

10,6 km

Eigentlich wollte ich nur einen kurzen Spaziergang machen, um einen Turm zu fotografieren, dann habe ich mich aber verlaufen und aus den ca. vier Kilometern wurden es über zehn. Und als ich dann endlich am Turm war, weigerte sich die Kamera Fotos zu machen, ihr war es anscheinend zu kalt. Also musste die Handykamera daran glauben – morgen gibt es dann hier (ab 17 Uhr) davon zu sehen.

Auch wenn ich jetzt seit 37 Tagen durchschnittlich 7,05 Kilometer gehe – habe ich schon mal erwähnt, dass ich Excel liebe und nie genug Statistiken basteln kann? – merke ich die zehn Kilometer gerade in den Beinen.

Und dann fällt mir ein, dass ich zu meinen besten Laufzeiten, meine Laufschuhe für so eine läppische Distanz nicht einmal angezogen hätte. Unter 15 Kilometer bin ich damals nie was gelaufen und mit meiner schwulen Laufgruppe donnerten wir in K. zwei mal in der Woche nen Halbmarathon zu Trainigszwecken runter.

Auch wenn ich es echt und echt und echt nicht wahr haben will: Aber ich werde / bin alt.

92 Euro später

Die WLAN-Karte ist ausgebaut und dient nun als Fotoobjekt, dafür klemmt jetzt so ein Extra-Ding am Kasten, das CD-Fach funktioniert auch wieder, das Innere ist ausgepustet … es wäre schön, wenn der Rechner jetzt mal ne Zeitlang nicht mucken würde.

Wem kann der gut sein?

Ich steh‘ ja wirklich nicht auf diese Besinnungstexte und so Zeugs wie „Jede Zelle meines Körpers …“. Und mit Bäumen umarmen habe ich es auch nicht (auch wenn ich es sogar ein bisschen ‚gelernt‘ habe, zwangsweise). Und mit diesen ‚klugen‘ Sprüchen – „Ratschläge sind auch Schläge“ – kann man mich meilenweit jagen. Aber das hier, vom guten alten Bernhard von Clairvaux (1090-1153), das lasse ich mal ungeschränkt gelten (und versuche es mir hinter die Ohren zu schreiben).

Wenn du ganz und gar für alle da sein willst, lobe ich deine Menschlichkeit – aber nur, wenn sie voll und echt ist. Wie kannst du aber voll und echt sein, wenn du dich selber verloren hast? Auch du bist ein Mensch. Damit deine Menschlichkeit allumfassend und vollkommen sein kann, musst du also nicht nur für alle anderen, sondern auch für dich selbst ein aufmerksames Herz haben. Denn was würde es dir sonst nützen, wenn du alle gewinnen, aber als Einzigen dich selbst verlieren würdest? Wenn also alle Menschen dich besitzen, besitze auch du dich selbst. Warum solltest nur du von dir selbst nichts haben? Wie lange noch bist du ein Geist, der auszieht und nie wieder heimkehrt? Bist du dir selbst ein Fremder? Wem wärst du dann nicht fremd, wenn du dir selber fremd bist? Ja, wer mit sich selbst leichtfertig ist, wem kann der gut sein? Denke also daran: Gönne dich dir selbst; ich sage nicht: tu das immer: Ich sage nicht: tu das oft. Tu es aber hin und wieder einmal. Freue auch du dich an dir selbst – wenigstens nach allen anderen.

M. oder #381

Überraschenderweise fand ich heute eine Mail von M. in meinem Postfach. Ich war eigentlich davon ausgegangen, von ihm nichts mehr zu hören, brach der Kontak doch schon vor vier Jahren ab, von jetzt auf nachher.

Ist schon einige Jahr her, dass ich M. irgendwo im Netz ‚aufgetan‘ habe, wir uns dann recht bald trafen und recht bald stand er vor der Kamera. Mit C. zusammen mein liebstes Modell. Er hatte damals einen quasi ‚unschuldigen‘ Körper, der aber nur so von sexueller Leidenschaft ’sprach‘ – wenn er nackt vor der Kamera stand (was man hier ja nicht zeigen kann). Mich hat das damals sehr gereizt – dass er mich auch gerzeit hat, muss nicht extra hinzugefügt werden.

akt02_21

[Das Foto ist noch aus dem allerersten Shooting, als er noch seine Männlichkeit versteckte.]

Später hatte er auch Lust mit mir zusammen vor der Kamera zu stehen – und da sind ein paar Reihen / Serien enstanden, die wirklich zu den besseren Fotos von mir gehören.

Aber auch so hatten wir einiges miteinader zu tun. Er gerade mit der Schule fertig in einer Findungsphase in vielerlei Hinsicht und ich hatte halt offene Ohren, die ein oder andere Frage, das ein odere andere schiefe Grinsen, wenn er meinte, mir mal wieder ein U für ein X vormachen zu können oder vielmehr sich … war wirklich sehr lebendig das.

Und dann ist er zu seinem (ersten) Freund ab nach H. und ward nicht mehr gesehen, gehört, gelesen. Das hatte mir schon weh getan, denn ich hatte wirlich gedacht, dass da etwas mehr ist, dass es da bei einem ‚etwas‘ bleibt.

Die Mail muss ihm, wie er schreibt, echt Überwindung gekostet haben, denn da scheint viel Scham zu sein. Gut geht es ihm derzeit wohl auch nicht und was ich da zwischen den Zeilen zu lesen meine, lässt jetzt nicht gerade Himmel-hoch-jauchzend erahnen.

Geantwortet habe ich noch nicht.

Wechsel

Der Sachbearbeiter, dem ich ja zuarbeite und der a) in der freien Wirtschaft keine Woche im Job überleben würde und b) im Vorfeld meiner Einstellung Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hat, dass ich nicht eingstellt werde, ließ heute verlauten, dass es einer Katastrophe gleich käme, wenn mein Vertrag nicht verlängert würde.

Dass ich aus der Ecke einen Fürsprecher gewinnen würde, hätte ich mir nie vorstellen können. Ob’s helfen wird?

Belanglos

Keine Ahnung, was genau ist. Ich funktioniere, mache den Job, laufe die paar Kilometer mit dem Hörbuch auf den Ohren nach Hause, esse eine Kleinigkeiten, schlafen eine Kleinigkeit, widme mich der Luther-Biographie und den Proust-Briefen, mache das, was eben dann noch anfällt, u.a. auch Haushalt und Einkaufen und Waschen (wobei ich heute den Griff etwas ruiniet habe), koche Abendessen und … und halt all das, was man so am Tag macht. Unspektakulär, Alltag eben.

Und trotzdem bin ich irgendwie nicht richtig dabei. Nicht, dass ich neben mir stehen würde – aber ich finde das alles gerade weitgehend vollkommen belanglos. Es interessiert mich so gut wie nicht.

Ich lese und höre und schaue Nachrichten und in gewisser Weise regen sie mich auch auf – aber in gewisser Weise lese ich Artikel gar nicht zu Ende, weil ich eh meine zu wissen was drin steht und wenn im Fernsehen was über den amerikanschen Präsidenten kommt, schalte ich innerlich eh gleich ab, denn welches vernunftbegabtes Wese hofft noch, dass der sich ändern wird?

Ich gehöre gerade irgendwie nicht dazu. Ist mir auch gestern Abend aufgefallen, als J. und H. da waren. Zusammen mit meinem Mann haben sie sich prächtig unterhalten, ich saß überwiegend dabei und schwieg. Mich hat das alles einfach nicht interessiert und mir war es auch komplett egal, ob ich jetzt da zu Wort komme oder nicht.

Ich glaube, so richtig gut geht es mir irgendwie derzeit nicht.

Nun ist es so

Gestern A. und Z. auf Wein  und Käse bei uns. Wir schaffen dass alle 6-8 Wochen. Im Sommer sind wir dann bei ihnen im Garten.

Üblicherweise endet der Abend spätestens um 23 Uhr. Ist einfach so.

Hätte mir gestern auch gelegen – aber, warum auch immer – es dauerte bis kurz nach eins, bis die beiden beschlossen, sich auf den kurzen Heimweg zu machen.

Bei der Verabschiedung war es plötzlich vollkommen klar, dass Z. und ich uns küssen.

Eigentlich auch nachmittags schon

Kalte Pfannekuchen schmecken fast so gut wie kalte Spätzle.

Proust läuft

Es wird zwar jetzt nicht so wahnsinnig viele interessieren hier, aber scheinbar gibt es erste (!) bewegte (!) Aufnahmen (!) von Marcel Proust (!): https://www.nytimes.com/2017/02/16/books/marcel-proust-film-movie.html?_r=0

Mit Danke an B.!

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