Durch die Zeit

Monat: April, 2017

Vor- & Nachteile

Vor
Keine Tomaten im Salat

Nach
Ich brauche externe Hilfe, um die Socken zusammenzulegen, weil ich es einfach  nicht sehe(n kann), welche zusammengehören.

(Wird fortgesetzt.)

Vom Strohwitwertum

Eine ‚Strohwitwerin‘ schrieb mir vor ein paar Tagen, als mein Mann zur Kur fuhr:

Ist das Vermissen nicht eine viel größere Wertschätzung des Partners als eine seichte Liebeserklärung? Und warum muss einem das Fehlen viel stärker auffallen als die Freude am „Besitzen“?

Find ich einen echt guten Gedanken.

# 419

2017-04-28 13.18.22-2

Schwupps

Heute morgen, da ich erst später zur Arbeit musste (und dafür länger bleiben durfte, um weitere Überstunden durch lesen anzuhäufen), endlich die Bewerbung von vor zwei Tagen fertig gemacht. Will heißen, ich hab‘ sie einfach neu geschrieben. Schwupps. Obwohl geübt, war das bisher jedesmal so eine kleine Quälerei. Und jetzt, wo der Vertrag entfristet ist, schreibt sich das Zeugs von wie von selbst.

Leer ist nicht gleich leer

Es ist ja nun wirklich nicht das erste Mal, dass ich für ein paar Tage alleine hier in der Wohnung bin und der Mann abwest. Aber es ist schon doch gerade irgendwie ‚anders‘. Gestern und heute habe ich noch etwas aufgeräumt und merkte, wie ich verschiedene Dinge einfach in den Schrank stelle, weil klar ist, solange mein Mann nicht hier ist, wird das Kännchen nicht gebraucht. (Und ich fragte mich, wie es all denen geht, die so was auch machen müssen, weil sie wissen, dass der / die PartnerIn gerade gestorben ist.)

Mein sorgenvollster Blick gilt dem Kühlschrank, denn der ist voll – und leider auch voll mit Dingen, die ich nicht so mag, aber er. Jetzt bin ich zwar tapfer dabei, die Vorräte aufzuessen – und ich kann nur hoffen, dass E. am WE kommt und mir dabei hilft.

Den Wäscheständer habe ich auch schon aus dem Flur in sein Zimmer verbannt, im Bad hängt an der Heizung nur noch ein großes Handtuch … so was halt.

Und die ‚Leere‘ in der Wohnung fühlt sich ‚länger‘ an.

Was mir zum ersten Mal auffällt, ist, dass mein ‚Fremdeln‘ wohl ein Ausdruck meines ‚inneren Gleichgewichtes‘, meines ‚inneren Zustandes‘ sein könnte. Denn mit und durch die Nachricht von gestern, müsste ich ja eigentlich auf Wolke 7 tanzen, aber heute im Vorstand von Verein 1 (und auch gestern) hab‘ ich fast so gefremdelt, wie damals, als ich bei der ersten Vorstandssitzung teilnahm.

Jetzt üben wir uns halt in SMS und Skype ein (was wir bisher nur in Ausnahmefällen nutzen), ich werde ihn natürlich auch besuchen. Nun, so eine Kur scheint nicht nur rosig zu sein, das Essen jedenfalls ist schon mal arg bedenklich und die Einrichtung des Zimmers eine kleine Zeitreise. Aber er machte heute eine ganz fidelen Eindruck, hat sogar begonnen, ein Tagebuch zu schreiben … will für mich heißen, er lässt sich darauf ein. Diskussionen wird es aber dennoch geben.

 

e – n – t

Ich möchte nicht wissen, wie viele Nerven es gekostet hat und wie genervt bzw. entmutigt ich in manchen Momenten war. Gerade kam die Nachricht, dass mein Vertrag entfristet wurde – während ich über einer Bewerbung auf eine Stelle sitze, die anscheinend für mich gemacht worden ist.

Eigen

Gerade eigenartig. Mein Mann hat sich ins Bett verabschiedet. Morgen um 6:30 werde ich ihn nochmals sehen und dann ist er für min. fünf Wochen in Kur.

Es ist wirklich nicht so, dass wir symbiotisch sind und hin und wieder ist der eine oder der andere auch mal für eine Woche oder etwas länger auch weg – aber gleich fünf Wochen am Stück?

Und auch wenn ich ihn besuchen fahren werde – es wird eine andere Zeit werden.

Einerseits freue ich mich darauf, ohne jegliche Kommentare mal Fischstäbchen essen und / oder mir mal einen unterirdischen Spratzelflim auf RTL ansehen zu können, andererseits wird es am Austausch fehlen und an unserer Küchenroutine, die ich so sehr genieße.

Klar wünsche ich ihm, dass die Zeit ihm gut tut, er da weiter kommt, es ihm hilft – aber mir ist auch klar, dass das ja auch Auswirkungen auf mich hat und ich dazu Stellung nehmen muss.

Kurz: Es wird eine Herausforderunge werden – der ich mich stellen muss.

Blut ist (wohl) nicht dicker

Gestern noch auf einem Filmabend bei Bekannten. Schon wieder vergessen, welche Filme es waren. Waren soweit OK, zudem gab es leckeren Wein und die Hausfrau in I. konnte es sich natürlich nicht lumpen lassen, das ein oder andere auf den Tisch zu stellen.

In beiden Filmen waren die Protagonisten Geschwister. Im ersten drei Brüder, im zweiten zwei Brüder und eine (Adoptiv)Schwester. Beim Sehen ist mir dann so richtig bewußt geworden, dass ich  zu meinen Geschwistern irgendwie kein Verhältnis habe, vielleicht so ein Pflicht-Verhältnis von Geburt aus. Aber ein emotionales, ein irgendwie wirklich zugewandtes nicht.

Irgendwie fand ich das gestern (zum ersten Mal) extrem schade. Ich hätte wirlich nichts dagegen, wäre das Verhältnis enger, geschwisterlicher, vertrauter … aber das ist es nicht und es gibt auch keine Anzeichen, dass das sich ändern wird.

Interessanterweise haben wir (überlebenden) Geschwister in den familären Krisensituationen, von denen es bisher zwei gab, dann doch ohne große Worte zu wechseln oder gar in Auseinandersetzung oder Streit zu geraten, nicht nur am gleichen Strang sondern auch in die gleiche Richtung gezogen.

Ich weiß es nicht

Ich weiß nicht, ich hab wohl echt ein Problem mit der Kommunikation. Heute ganztägige Fortbildung zu „Motivierenden Gesprächsführung“. Mal abgesehen davon, dass der Referent teuer und schlecht war, ist mir partout nicht aufgegangen, was an dieser ‚Methode‘ besonders (neu) sein soll. Andererseits habe ich überhaupt nicht verstanden, was die anderen TeilnehmerInnen meinten anmerken zu müssen. Entweder bin ich einfach strunze doof und kapiere einfach gar nichts, oder die anderen meinen eben jeden Gedankenpfurz erwähnen zu müssen (allen voran zwei Lehrer!).

Kommunikation findet in der Welt statt und Kommunikation ist manchmal nicht nur friedlich. Aber ist das so ein neuer Gedanke, dass man ihn an die zehn Minuten ausführen muss? Ist wirklich neu, dass Gespräche unterschiedlich (!) verlaufen können? Das Gefühle ein Gespräch beeinflussen können, eine Weltneuheit? Und was hat die AFD mit dem Angriff auf die Borussen zu tun (in Hinsicht auf die Gesprächsführung)?

Ich kapier‘ einfach nicht, wie man wichtig über solche – in meine Augen – Allgemeinplätze zum wiederholen Male diskutieren kann.

Keine Ahnung. Vielleicht habe ich zu strenge Maßstäbe oder Wünsche. Vielleicht bin ich aber einfach nur nur strunze, und komme nicht auf den Trichter, was vielleicht im Subtext mitransportiert wird / werden soll.

Ich bin jedenfalls nach der ersten Übung, die einfach nur lächerlich war, gegangen. Viele schauten kritisch, dass ich eine so hochkarätige Veranstaltung vorzeitig verlasse.

Bin ich hochmütig? Sind meine Ansprüche exorbitant? Hab‘ ich ne Klatsche? Ich weiß es einfach nicht.

Nicht mehr alleine

Die, die mich etwas näher kennen, wissen, dass ich bis vor drei Jahren einen unglaublichen Aufwand mit meine Unterwäsche getrieben habe (Siehe auch hier, Punkt drei). Beste Stoffe, exquisite Marken, nur das Beste vom Besten und natürlich alles irre teuer. Gott sei Dank war ich nie so blöd und habe mir ausgerechnet, was so mancher Quadratzentimeter denn umgerechnet gekostet hat, schließlich sind an manchen (dreieckigen) Dingern ja nicht wirklich viel dran.

Mit dieser Leidenschaft stand ich wirklich alleine auf der Welt. Stand! Denn jetzt habe ich immerhin einen gefunden (B.), der genauso begeistert über ein bestimmtes Teil sein kann wie ich.

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