Blut ist (wohl) nicht dicker

von Bert

Gestern noch auf einem Filmabend bei Bekannten. Schon wieder vergessen, welche Filme es waren. Waren soweit OK, zudem gab es leckeren Wein und die Hausfrau in I. konnte es sich natürlich nicht lumpen lassen, das ein oder andere auf den Tisch zu stellen.

In beiden Filmen waren die Protagonisten Geschwister. Im ersten drei Brüder, im zweiten zwei Brüder und eine (Adoptiv)Schwester. Beim Sehen ist mir dann so richtig bewußt geworden, dass ich  zu meinen Geschwistern irgendwie kein Verhältnis habe, vielleicht so ein Pflicht-Verhältnis von Geburt aus. Aber ein emotionales, ein irgendwie wirklich zugewandtes nicht.

Irgendwie fand ich das gestern (zum ersten Mal) extrem schade. Ich hätte wirlich nichts dagegen, wäre das Verhältnis enger, geschwisterlicher, vertrauter … aber das ist es nicht und es gibt auch keine Anzeichen, dass das sich ändern wird.

Interessanterweise haben wir (überlebenden) Geschwister in den familären Krisensituationen, von denen es bisher zwei gab, dann doch ohne große Worte zu wechseln oder gar in Auseinandersetzung oder Streit zu geraten, nicht nur am gleichen Strang sondern auch in die gleiche Richtung gezogen.