Betriebsausflug 1

von Bert

Am Vormittag das berüchtigte „Steh-Meeting“. Die Regeln relativ klar. Jede/r darf genau eine Minute zu einem Thema sprechen. Danach nur noch inhaltliche Nachfragen und gut. Wir sind nur sechs Leute, die vielredende Kollegin G. ist nicht dabei, daher dauert das Meeting auch nur 75 Minuten.

Ab späten Vormittag ‚Betriebsausflug’, um die Team-Bildung zu fördern. Am frühen Abend in einer Brauerei. Kollege R. fragt Kollegin A., ab es beim „Steh-Meeting“ etwas besonderes gegeben hätte. Sie verneint. Es sei langweilig und öde wie immer gewesen. Ich wundere mich über diese deutlichen Worte. Dann fällt ihr Blick auf mich, sich stutz, wendet sich zu Kollege R. und sagt. „Oh, da war doch noch was. Der Vertrag von Herrn B. ist entfristet worden“. Zu meiner allergrößten Überraschung wendet sich der sozial extrem auffällige Kollege zur mir, hebt sein Bierglas und spricht: „Glückwunsch“. Darauf hebt auch Kollegin A. das Bierglas und spricht: „Wenn das so ist, dann sollten wir vielleicht auch zum ‚Du’ übergehen.“ Kollege Q., dem ich ja zuarbeite, schaut derweil demonstrativ in die Luft (wobei seine Erleichterung am Vormittag deutlich anzusehen war, denn meine ‚Nachfolge’ hätte eine hausbekannte Kollegin angetreten, von der man weiß, dass sie mehr krank als anwesend ist und mehr Fragen stellen kann als etwas konkret zu tun).