O.T. und nicht o.T.

von Bert

Ich lese ja nicht gerade wenig und kann mich auch durchaus  zwingen, ein Buch, das „man gelesen haben muss“, auch zu lesen, aber bei paar Werken streike ich bzw. streikte ich. Eins davon war u.a. „Schuld und Sühne“ von Dostojweskij. Allein schon wegen diesem moralinsauren Titel hatte ich mir geschworen, es nie in der Hand zu nehmen, obwohl ich ohne jede Frage ein Dostojewskij-Fan bin. Und so war ich froh, als ich so gut wie alles von ihm durch hatte, doch noch einen dicken Band mit dem Titel „Rodion Raskolnikoff“ zu finden – mit Abstand das beste Werk von Dostojeweskij und eins der besten der Weltliteratur überhaupt, ohne Frage. Das „Rodion Raskolnikoff“ nur die Übersetzung des Originaltitels ist und ansonsten im deutschen mit „Schuld und Sühne“ verlegt wird, fand ich Gott sei Dank erst nach der Lektüre heraus. (Obwohl ich das Buch total verärgert über die Wiese geschmissen habe, als ich mit dem Epilog fertig war. Aber den, das hab ich dann kurz darauf nachgelesen, musste Dostojewskij schreiben, sonst hätte er es nicht veröffentlichen dürfen.)

Ähnlich auch heute: „Oliver Twist“. Nee, bitte, Dickens muss echt nicht sein. Aber auf dem IPOD war sonst an Hörbüchern nicht mehr viel zu finden – und so dachte ich mir: Wenn ich es schon nicht lesen werde, kann ich ja mal reinhören. Bao ist das gut!