Bitter

von Bert

Ich hab‘ es schon zweimal erlebt, dass Chefs mir das Berufsleben so vergällt haben, dass ich gegangen bzw. gegangen worden bin. Und das letztendlich nur, weil meine Nase nicht mehr passte oder ich „zu gut“ war oder … egal, ich möchte das echt nicht mehr aufrühren. Ich hab‘ mir geschworen nie wieder in einem unternehmergeführten Betrieb zu arbeiten. Bin daher froh, quasi im öffentlichen Dienst untergekommen zu sein mit Betriebsrat, Dienstvereinbarungen und all solchen Segnungen.

Mein Mann ist im öffentlichen Dienst – und ihm passiert nun das gleiche wie mir. Der Chef, mit dem er über Jahre gut bis mittelmäßig auskam hat irgendeine Pflaume an oder in den Kopf bekommen – bei dem heutigen Krisengespräch wurde jedenfalls klar, dass der Chef an einer irgendwie gearteten Lösung nicht interessiert ist. Das ist jetzt echt bitter für meinen Mann, der seinen Job da sehr gerne und vor allem sehr, sehr gut gemacht hat. In der Kur hat er verschiedene Szenarien erarbeitet, was er wie anbieten könnte, wo er mitmacht, auf was er bereit ist zu verzichten und und und … aber davon will der Chef nicht auch nur einen Ton wissen – und das, wie gesagt, ohne ersichtlichen rationalen Grund.

Das ist einfach so bitter – vorallem wenn man weiß, dass dieser Chef meinen Mann vor Jahren extra auf diesen Posten geholt hat.

Jetzt mal sehen wie er gut da ‚raus‘ kommt, eine gute Alternative findet / entwickelt / sich aufstellt / einstellt …