Focus

von Bert

Das Schöne, nee, besser: Das Interessante nach einer nüchtern (!) durchwachten Nacht ist ja der sich einstellende Tunnelblick. Seit mehreren Tagen suche ich bspw. schon eine bestimmte Programm-CD – und finde sie einfach nicht. Heute morgen beim Mail-checken fällt mein Blick auf den Papierkorb und ruht dort einfach. Ist schon interessant, wie sich da die verschiedenen Papiere biegen, welche Kanten sie falten, welche Schattierungen sie aufweisen, wie elegant das Tempo über der Kante hängt, wie … bis mir eben ins Bewußtsein kommt, dass die Verpackung der gesuchten CD da auch rumliegt – leer natürlich. Ha – und somit kann die CD also nur an zwei Stellen sein. Da ich die eine schon längst mehrfach durchgraben habe bleibt nur die zweite: So ist es, die CD liegt seit Tagen 40 cm von meiner linken Hand entfernt.

Einkaufen ist auch ganz ’schön‘, denn ohne Zettel bin zumindest ich aufgeschmissen, weil ich mich dann nicht entscheiden kann. An der Fleischthekeh würde ich jetzt noch stehen, hätte ich nicht schon gestern Abend den Eintrag meines Mannes von „Fleisch“ in „Lende“ umgearbeitet. Irgendwelche Spontaneinkäufe finden eben nicht statt – und ich habe die Ruhe weg, wie sonst nie, den Betrag passend zu zahlen und in meinem Portmonai nach den richtigen Münzen zu suchen, wie sonst nur alte Opis und Omis. Was solls.