Ich bin ein ‚Indiffi‘

von Bert

A. heute auf Besuch. Wir haben uns nahezu exakt 14 Jahre nicht gesehen. Im letzten halben Jahr gab es da eine Annäherung von ihr aus – ich war / bin nicht ganz so scharf drauf, weil die Freundschaft damals auseinander ging, weil sie meinte … egal. Immerhin sie hat es jetzt schon zweimal angemerkt, das ihr Verhalten damals … wie gesagt … egal.

Einerseits war es interessant von ihr zu hören, was so die letzten 14 Jahren sehr grob los war. Andererseits: Von mir weiß sie jetzt nur mehr, wie unsere Küche aussieht.

Ich bin da ‚herrlich‘ indifferent. Eigentlich habe ich gar keine Lust, von mir und über mich zu reden – andererseits möchte ich dann doch gefragt werden, denn das ist ja auch eine Art von Wahrnehmung.

Bin aber gerade wohl an sich sehr dünnhäutig und in anderen Dingen indifferent. Früher Nachmittag eine kurze, nun ja, 90-minütige Besprechung mit Verein 1 zur baldigen Jubiläumsveranstaltung. Ich gehöre da zum ‚Orga-Team‘ – aber merkte dann schon recht bald, dass von der Geschäftsführung (GF) in der Zwischenzeit schon die ein oder andere Entscheidung getroffen wurde, mit der ich nur (sehr) bedingt einverstanden bin (und dem eigentlichen Konzept auch entgegenlaufen). Hatte aber überhaupt keine Lust da jetzt in ‚den Kampf‘ zu gehen, sondern mich still (leidend) dem Schicksal ergeben. Dann wiederum denke ich mir – hey, ich helfe da nur und die GF ist für alles am Schluss verantwortlich, ich könnte ja froh sein, dass ich da nicht in die Haftung genommen werde.

Mag aber auch daran liegen, dass ich festgestellt habe, dass meine ganzen Aktivitäten in Verein 1 eben doch nicht als Ersatz dienen können und sowohl Verein 1 wie Aktivitäten an Wertigkeit verlieren (obgleich, das hier nur zu Protokoll, die eigentliche Arbeit, wie ich gestern mal wieder erfahren konnte / musste, einfach nur gut und wertvoll ist).