Deutsches Vereinswesen – Die Soap

von Bert

Heute gemeinsame Vorstandssitzung von Verein 1 (V1) und unserem Förderverein (FV). Wir danken ihm für die finanzielle Unterstützung der letzten Jahre – und ich als Schatzmeister erläuterte, was wir alles nur durch den FV ermöglichen konnten und wie wichtig es für unseren auf Kante genähten 180.000-Euro-Haushalt ist, notfalls auch auf ein paar Tausender zurückgreifen zu können. Man nimmt es mit huldvollem Nicken entgegen.

Dann purzeln aus dem Mund des Vorstandes vom FV Begriffe wie „Doppelstruktur aufheben“, „Synergieeffekte schaffen“, „einheitliches Auftreten“, „Konzentration von Man-Power“ und weiteres mehr aus dieser Begriffswolke. Mit der Zeit stellt sich heraus, dass der FV gerne mit uns fusionieren würde, würde aber die Arbeit dann selbstverständlich unter unserem Dach natürlich fortführen. Warum aber betont der Vorsitzende FV aber die ganze Zeit von „Luft raus“, „nur noch rudimentäre Aktivitäten“, „Nachwuchssorgen“?

Und so ergibt sich das Bild: FV will fusionieren, möchte ein paar Vorstandsposten besetzen, um noch mitreden zu können, möchte aber nicht mehr aktiv mitarbeiten.

Ich bin richtig sauer geworden, dass sie uns für dumm verkaufen wollen – als würden wir das nicht merken. Also gab es zumindest von mir heftigen Gegenwind und die Wortgefechte mit dem ehemaligen Staatsanwalt waren echt nicht übel – immerhin habe ich es mit ihm zu einem Patt geschafft.

Ich werde gegen ein paar Ideen von FV, wie die Fusionierung sein könnte, mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln vorgehen, denn sich nur die Rosinen vom Brot zu nehmen ist einfach nicht drin. Denn der Vorwurf, wir hätten zu wenig Geld von ihnen abgenommen und daher hätten sie ihre Aktivitäten herunterfahren müssen, ist Humbug. Wir hätten ohne Probleme das Mehrfache gerne genommen, um endlich eine notwendige halbe Stelle zu schaffen – aber so …