Etappe 1 – 25.000 – # 443

von Bert

Da das linke Knie doof macht, den ‚Anlauf‚ um knapp fünf Kilometer verkürzt. Aber diese Strecke kenne ich eh schon in- und auswendig – und das kann ich immer und immer wieder gehen. Blieben für heute also nur noch 15 Kilometer, von denen die ersten zehn auch nicht neu waren – aber es ging wieder auf meinen Lieblings’berg‘ und der ist, egal welches Wetter, einfach beeindruckend. Zwar nur knapp 600 Meter hoch, aber ohne Bäume sondern nur Gras und drei aufragende Felsen, die einfach etwas Mystisches an sich haben. Eine Art ‚Hochebene‘, die man erklimmen muss, dann aber auf hügeligem Niveau über der Landschaft schwebt. Zu allem Überfluss dann noch das Geläut von Glocken und ich mit mir in heftiger Diskussion über Gott oder Nicht-Gott bzw. Möchte-gern-Gott und möglichen Schöpfergeist.

Ein Kaffee für 2,40 und auf dem nächsten Kilometer das Brötchen mit Lyoner. Ab da auch für mich dann auch neues Gelände.

Als ich das aller erste Mal mit dem Zug hier her gefahren bin als junger Mensch war mir schon klar, dass die Umgebung dieser Stadt toll ist – aber da ohne Auto lerne ich sie erst jetzt, Klammer auf, Jahrzehnte später, Klammer zu, kennen.

Kurz vor dem Endpunkt ein Parkplatz. Und wie das so ist. Mir war vollkommen klar, dass ich da schon war und das mein (damals zukünftiger) Mann vom Rande ein Buchenzögling ausgegraben hat, der heute auf dem Balkon also Bonsai ‚wächst‘. Aber warum wir da waren, wie und überhaupt … Null Ahnung. 300 Meter weiter war es klar: Vor Jahren waren hier mal mit Bekannten schwimmen (ein eher nerviges Unterfangen). Und wenn ich suchen würde, gäbe es auch Bilder von mir da im Wasser – aber wer will das schon sehen? Daher die akuelle Aufnahme mit dem Handy (weil Foto ist ja nicht, wegen Akku, siehe erste Link):

2017-09-17 11.57.04

Wer genau hinschaut, sieht gegenüber zwei Personen stehen. Die habe ich erstmal nicht weiter beachtet, bis es plumps machte. Das ca. Siebenzehnjährige hat doch tatsächlich ein Bad im See genommen und zwar – wie später zu sehen war – nackt! So kurz vor dem Ende einen Knackarsch zu sichten, derweil Tee schlürfend und die Sonne genießen … hat was.

Morgen dann die ultimative Belastungsprobe: 24 Kilometer – aber notfalls gibt es genügend Ausstiegspunkte, um mit der Bahn / Bus zurückzukommen und A. ist zufällig auch im Lande, der sich vorhin angeboten hat, Rettung zu spielen, wenn ich ihn anrufe.