Etappe 4 – 32.000 – # 445

von Bert

Den ersten Teil der Etappe kannte ich ja schon und hab‘ die ersten fünf Kilometer auch richtig Tempo gemacht, weil ich mich erinnerte, dass das ja so eine Flachstrecke ist, auf der man Tempo machen kann. Ja, stimmte – für die ersten fünf Kilometer. Die restlichen 14 waren dan ein beständiges auf und ab. Auch wenn ich am Sonntag ja so richtig einen Berg hoch bin, mehr Höhenmeter wie heute habe ich in den letzten Tagen nicht gemacht. Und das steckte mich am Schluss (und auch jetzt noch) etwas in den Beinen. Morgen muss ich das echt langsamer angehen, denn da liegen 25 Kilometer vor mir.

Wettertechnisch ist es bis heute immer schlechter geworden – zwar für ein, zwei Kilometer Sonnen wie hier …

2017-09-20 09.33.59

… aber das blieb die Ausnahme. Immerhin nicht richtig nass geworden – aber gemütlich ist das Wetter echt  nicht. Gut, morgen soll es ja dann mal was werden.

Reich an Anekdoten heute die Strecke, da durch einen (ehemaligen) Naturpark mit ehemaligen Affenhaus, Mausoleum, Freundesstein und sonstigen Absonderlichkeiten. Im Reiseführer aber nur kurz bei der Rast überflogen – ich kann es mir dann eh nie merken und so eine Heimatpatriot bin ich einfach nicht.

In der Zwischenzeit mehrfach gefragt worden, ob ich das wegen der inneren Stille oder als Meditation oder … mache. Nein! Ich wandere einfach, höre derweil „Das Kartell“ von Don Winslow, lass, wenn ich nicht höre meine Gedanken schweifen – aber das ist wie schon früher beim Sport: Nix tiefgründiges, weltbedenkendes oder gar erkenntnisreiches. Man (und ich) kann einfach ganz doof durch die Natur stapfen.