Etappe 4,5 – 19.000

von Bert

Nach dem Aufwachen ein Blick aus dem Fenster: Nebel. Nach dem Aufstehen eine kleine Revolte des Köpres. Achillissehne, Knie und Aduktoren melden sich zu Wort, etwas später Bein- und Rückenmuskulatur. Dennoch, um viertel nach neun bin ich wieder auf der Strecke – und schleppe mich durch den Nebel so dahin. Ich bin einfach, einfach müde.

Anfänglich ist der Weg recht schön, dann geht es lange durch einen Tannenwald – im Nebel noch trostloster. Meine Stimmung ist weder gut noch schlecht – aber Spaß ist etwas anderes. Muß ich mir das unbedingt geben? Was habe ich davon? Worin besteht ggf. eine Notwendigkeit?

Wäre ich wie E. damals auf dem Jakobsweg unterwegs, dann hätten sich die Fragen leicht anders gestellt – aber auch da hätte ich wohl die Etappe dann auch etwas verkürzt. Ich weiß noch gut genug, wie schmerzhaft und vor allem wie langwierig so eine Achillessehnenentzündung sein kann. Daher – und auch wegen der allgemeinen Konsitution – höre ich schon nach 11 Kilometer auf. Damit werde ich bis Samstag die Reststrecke nicht mehr schaffen – aber wen juckts? Mich so ein kleinwenig, zugegeben, wäre schon schön gewesen zu sagen, dass es geklappt hat – aber die 20 Kilometer, die dann fehlen werden, sind echt zu verschmerzen.

Also die nächsten beiden Tagen zwei Mal 15 Kilometer und wenn das Wetter dann mal so ist, wie heute Nachmittag, dann werde ich auch anständige Pausen machen können, da Rumgehocke im Nebel irgendwie nicht mein Ding ist.