Etappe 5,25 – 33.000 – # 446f

von Bert

Wie gestern: Der erste Blicka aus dem Fenster: dichter Nebel. Wie gestern: verschiedene Partien das Körpers sind unlustig, sehr unlustig. Ich auch – und irgendwie denke ich mir: Morgen, morgen läufste dann halt nicht.

Die Verlagerung des Starts um eine weitere Stunde nach hinten zeigt Wirkung – auf dem ersten Kilometer. Dann das altbekannte Bild:

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Aber die kleine Pause gestern hat gut getan, es läuft sich recht gut, was auch daran liegt, dass Steigungen eigentlich keine wirklich zu verzeichnen sind. Dafür ein Reiher, ein Stück gesperrter Weg, den ich intuitiv dadurch umgehe, indem ich mich davor verlaufe und, man will es nicht glauben, wieder keine Wanderer sondern nur Hundebesitzerinnen.

Die verordente Pause nach 12 Kilometer fällt wieder recht kurz aus – macht kein Spaß in der Suppe rumzusitzen. Außerdem wirds mir dann doch kalt und zugig, also nur schnell ein Brötchen, etwas Tee, etwas Schokolade und dann in gemächlichem Tempo weiter. Dann das nicht mehr Erwartete: Sonne!

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Ich komme sogar über meine Lieblingsbrücke und hab auf den letzten Kilometer die dicke Jacke aus. Ist schon unglaublich, wie die Stimmung mit der Sonne steigt. Und kurz überlege ich mir, vielleicht doch 25 zu laufen, aber da ich morgen jetzt doch noch laufen will, bin ich – selten genug in meinem Leben – vernünftig und belasse es bei den 22.

Bis auf den Schluss ein eher unspektakulärer Weg meist am Waldrand entlang, in der Ferne immer mal wieder das Wahrzeichen, bei dem ich gestartet bin und es ist schwer zu glauben, dass es bis dort nur noch 40 Kilometer sein sollen. Sieht immer viel weiter und dann wieder viel näher aus.

Zurück fahre ich mit der Linie, mit der ich auch am ersten Tag zurück gekommen bin, bloß halt die andere Richtung. Schon lustig zu beobachten, mit welchen Linien ich quasi sternförmig weg- und zurückgefahren bin.

Zu Hause noch weitere Sonne auf dem Balkon – statt Erholungsschlaf dann doch lieber nackt noch die Tageslektüre bevor ich mir ein Muskelerholungsbad gönne.