Tageslektüre

von Bert

Letztes Jahr habe ich – aus reinem Interesse und nicht aus irgendwelchen religiösen Anwandlungen – die Bibel gelesen. (Einen Blog dazu gibt es auch – verwaist, den Text würde ich auch als pdf zur Verfügung stellen, falls es interessieren würde.) Von Freunden bekam ich die „Jahresbibel“ geschenkt, die die gesamte Bibel über 365 Tage in Häppchen aufteilt. Das war der Garant, dass ich da auch durchgekommen bin.

Ganz bald nach Ende der Bibellektüre ist mir aufgefallen, dass mir das tägliche, feste Lesen fehlt. Also hab‘ ich, auch etwas durch Zufall bedingt, begonnen die Briefe von Proust zu lesen und zugleich auch eine Biograhie zu Luther.

Jetzt ist es so, dass ich in einem Fachbuch pro Tag zehn Seiten und in einem philosophischen oder lyrischem Werk drei Seiten lese. Und zu meiner Überraschung – es funktioniert richtig gut. Wenn ich dann zudem noch auf die Liste schaue, was man dan so weg liest … Respekt.

Es gibt dann immer Tage, an denen ich mir Sorgen mache, was ich denn danach lesen soll, kann, will, … . Und hin und wieder werde ich richtig nervös. Aber das brauche ich echt nicht, denn es ergibt sich. Bis heute las ich eine neue Papstgeschichte, vor zehn Tage stieß ich auf Biogrpahie zu Karl Marx, mit der ich dann morgen beginne. Noch lese ich eine Lyriksammlung, danach kommt Nietzsche und dann, wie mir vor einer Stunde im Internet so vor die Füße fiel, die Sonette von Shakespeare.

Krude Mischung – aber das machts aus.