K. & Förderverein & Tod

von Bert

Treffen mit K. Ziel: Ich möchte ihn als Mitarbeiter für den Förderverein von Verein 1 gewinnen. Es gibt echt schwerere Aufgaben. Er sagt nicht zu, aber hat eine Reihe von Ideen, die nur gut sind und die vorallem ihn auch interessieren. In welcher Form auch immer: Den haben wir.

Ich kenne ihn kaum, seine Frau nur ein kleinwenig besser, zusammen habe ich sie zweimal kurz erlebt – und das war ein Fest. Dennoch gestaltet sich das Gespräch mit ihm irgendwie schwer, die Pausen werden lang.

Als wir uns verabschieden sind gefühlt gut vier Stunden vergangen – der Blick auf die Uhr zeigt: 93 Minuten.

Nach dem ofiziellem Teil sind wir über in paar Umwege zur eigenen Biographie gekommen und plötzlich beginnt er über Dinge zu erzählen – grausame Dinge – von denen gerade noch seine Frau und der Therapeut weiß. Irgendwann hat er auch Tränen in den Augen – und ich merke, dass ich mit meinen Fragenn / Anmerkungen / … im Zentrum bin.

Auf der einen Seite ein Vertrauensbeweis – auf der anderen bin ich (mal wieder) die Müll-/ Schutthalde.

Aber – fällt mir gerade ein: Meine erste Freundin hat mich damal mal als „Müll- UND Problemkind“ bezeichnet. So genau habe ich es nie verstanden, wo da der Unterschied bestand (besteht?), für sie war ich damals jedenfalls das erste Exemplar, dass beide Kriterien erfüllte.

Für mich das Fazit: K. hat – warum und wie auch immer – Vertrauen zu mir. Seien Frau hat es ebenfalls schon ausgetestet. Wir sind in ‚Verhandlungen‘ wann es endlich mal einen Termin gibt, wo sie zum Essen kommen.