Reingefallen!

von Bert

Als Schüler habe ich, ich würde nach wie vor schwören, dass es bei Satre war, den Satz gefunden: Nulla dies sine linea. Und als einer der letzten Menschen, die noch das große (!!!) Latinum haben – wer mich fragt, mit welcher Note, bekommt mit Sicherheit keine Antwort, zu peinich das – habe ich das natürlich formvollendet übersetzt mit: Keinen Tag ohne Zeile. Und mit Zeile war die Buchzeile gemeint. Worüber ich schon etwas unklar war, ob jetzt damit gemeint war, die Zeile zu schreiben oder zu lesen. Ich entschloss, dass ‚lesen‘ eine gerechtfertigte Interpretation ist (Satre hat wohl ’schreiben‘ gelesen) und macht das Motto zu einem meiner Lebensmotti.

Gestern finde ich hier das:

Der Satz „Nulla dies sine linea“, den angeblich Plinius dem berühmten griechischen Maler Apelles in den Mund gelegt hat, der aber in Wirklichkeit so formuliert erst aus dem frühen 16. Jahrhundert stammt, gehört zusammen mit der „Line of beauty“ von William Hogarth (1753) zu den immer wieder beschworenen Charakteristika der Zeichenkunst.

Hä? Zeichen-Kunst?