Durch die Zeit

Monat: November, 2017

Ich will unter die Decke! Sofort!

Aus dem Rathaus raus. Warten an der Haltestelle. Dann beginnt es. Erst unscheinbar. Dann irritiert mich etwas. Es braucht, bis ich es fassen kann. Ja, da ist eine. Und da auch eine und, kein Zweifel, noch eine … und … und … es werden immer mehr, immer und immer mehr und mehr und ja, es ist: Schneefall!

War ja irgendwie klar

Da habe ich bei meinem Job im Grunde ja nix zu tun. Durchschnittlich sind es gerade mal 16 Prozent meiner Arbeitszeit, in der ich das tue, für was ich eingestellt bin. Der Rest ist mal hier und da eine Kleinigkeit aushelfen, ansonsten lesen und in die Luft gucken.

Heute habe ich mir Arbeit mitgenommen, weil ich morgen den Haushalt in Verein 1 präsentieren muss, ich aber jetzt gleich bis morgen Nachmittag in HD bin.

Und was war? Klar: Keine freie Minute, weil auch jedes, was zwei Beinen hatte, heute in meinem Zimmer stand und fragte, ob ich nicht …

Mehr als genug

Einfach zu müde, um über die drei Sitzungen heute abzulästern. Aber ich stellte mal wieder fest: Es gibt einfach zu viel Worte in der Welt.

FB und Onanie

Meine Aktivitäten bei FB sind sehr, sehr beschränkt. Ich mag es einfach nicht. Der Grund liegt in erster Linie daran, dass niemand mehr was von sich postet, sondern irgendwelche Dinge repostet und es mir wie eine große Waschmaschine vorkommt. Profilloser geht es selbst bei tumblr nicht.

Dennoch: Auf meine äußerst wenigen Post bekomme ich im Durchschnitt 1,3 bis 1,4 Reaktionen.

Auf den von „Die Zeit“ regepostete Beitrag, ob (männliche) Onanie zum Weltfrieden beitragen könnte, halte sich alle ‚Freunde‘ respektive ‚Freundinnen‘ sehr zurückhaltend. Die Reaktionsquote liegt nach wie vor bei 0,0.

 

Zugegeben, der Beitrag ist ein bisschen arg gewollt und hat Neues leider nicht zu bieten – aber gucken reicht wohl.

Leider kann ich den dagegen supergutentittenaffengeilen Artikel aus dem SZ-Magazin von diesem Wochenende nicht verlinken. Unter dem Titel „Splitternackt“ berichtet ein nicht näher genannter Autor (meines Alters) von einem Tantra-Seminar … ein wirklich gutes Zeugnis, wie verklemmt wir (oder zumindest die meisten von uns) nach wie vor beim Thema Sexualität sind. Gebe gerne zu, dass ich während der Lektüre mir nicht sicher war, ob ich das auch mit machen würde … aber je länger ich darüber nachdenke … der Reiz ist groß.

 

OITNB

Die neuentdeckte Serienguckerei treibt nette Blüten. Statt Mittagsschlaf gucke ich ne halbe oder ganze Folge, statt abendlicher Bettlektüre, ziehe ich mir gerne auch mal gleich zwei Folgen rein mit der Begründung, dass ich ja schon im Bett liege (und daher es zum Einschlafen nicht mehr weit habe. Der Mensch – er will betrogen werden!)

Wenn ich erzähle, dass ich Serie gucke, wird natürlich gleich gefragt, welche. Wenn ich antworte, winkt zwar niemand ab, aber bisher kam immer  ein: „Kenn‘ ich schon“. Doch verraten tut keiner was, jede/r ist bemüht rauszubekommen, wo ich gerade bin. Die Empfehlungen, was ich noch schauen sollte / muss sind zahlreich, aber ich denke es sollte was mit Mafia sein.

 

# 463

2017-11-25 13.52.40

rund mal eckig

Gestern gar nicht dazu gekommen, hier zu schreiben. Aber mich wundert das nicht, denn gestern lief alles irgendwie, nur nicht glatt. Hat schon damit begonnen, das ich meine Brille nicht gefunden habe und ohne aus dem Haus muss. Das geht schon, auch wenn ich dann eben halt richtig unsicher werde. Und statt überpünktlich Schluss zu machen, musste ich etwas länger bleiben, verpasste die Straßenbahn … und und und. Abends hatten wir Gäste. Erst während des Kochens fiel uns auf, dass wir bei Vorspeise und Hauptgericht jeweils Reis auf dem Plan hatten.

Jetzt hoffe ich mal, dass es heute wieder runder läuft. Müssen auch gleich los, der Schwiegervater feiert Geburtstag, die Bahn hat schon etwas Verspätung.

ak 2017

Immerhin dieses Jahr nicht auf den letzten Drücker damit angefangen – aber es macht jedes Jahr doch immer wieder mehr Arbeit als gedacht.

Vor vor 20 Jahren

23.11.1997

Ein Wochenende mit F. Er kam Freitag am späten Nachmittag, ist bis vor einer Stunde geblieben. Freitag uns lange unterhalten, gegen Mitternacht zusammen in die Badewanne, zuvor das ein und das andere rasiert, dann ins Bett, aber heftig. Samstag eher spät auf, gefrühstückt. Er fuhr nach Hause, holte seine Nähmaschine, ich setzte mich hinter den Schreibtisch. Abends dann Unterhosenproduktion. Er machte eine, ich machte – unter seiner Anleitung – eine. Gegen Mitternacht noch ins C., dann nächtliche Fotosession … und anschließend heftige Liebe. Bis heute um vier uns noch unterhalten. Gegen zwölf auf, im Grunde den Tag nur gefrühstückt. Gegen fünf wollte er dann gehen – wurden wieder triebhaft.

Fröhliches altern Rob!

OK mein Lieber, ich bin 1:52 zu spät. Ich hoffe, Du magst mir das verzeihen, aber mein Tag war nun echt leicht anders geplant gewesen, nun fehlten plötzlich ein paar Stunden und so komme ich erst jetzt dazu: Herzlichen Glückwunsch, Du bekannter Unbekannter zu Deinem 50.!

Ich hoffe, Du wirst heute irgendwann aufwachen, die zertrümmerten Möbel sehen, die kaputten Flaschen, die Flecken auf Boden und Wänden und denken: Geile Fete, dafür hat sich alles gelohnt! (Woher beschleicht mich das Gefühl, dass bis auf ein bisschen Glasbruch nichts passiert sein wird?) Wie auch immer – man möge Dich ausreichend und gebührend gefeiert haben.

Es ist einfach nach wie vor spannend, Dich über Dein Blog kennen zu lernen. Zu merken, wo Du Ecken und Kanten hast, zu merken, wo Deine Haut mal etwas dünner, mal etwas dicker ist, zu merken, wo ich Dich konservativ dann mal total progressiv finde, zu merken, wo wir beide ähnlich oder gleicher Meinung sind und wo eben so überhaupt nicht.

Ja, ich mag Dich in der Zwischenzeit und Du bist auch einer geworden, von dem ich gerne mal erzähle. Bist eben nicht nur im Reader einer von manchen, sondern einer, der es immerhin schon gesprächsweise an unseren Esstisch gebracht hat. (Und es gibt nur eine, die es dann, vor Jahren, sogar live dahin gebracht hat.)

Ich weiß, wie vergänglich (erst recht) virtuelle Bekanntschaften sind – aber ich genieße einfach die Zeit, die wir bisher hatten und haben werden.

Fühl Dich einfach mal virtuell gedrückt!

B.

Fünf Minuten für die Ewigkeit

So, jetzt habe ich es also auch geschafft. Fünf Minuten im Fernsehen! OK, zwar erst ab Freitag und dann nur hier regional – aber so wie das ist, wird das im sogenannten offenen Kanal x-mal wiederholt und es gibt sogar eine Plattform, auf der das Video dann ebenfalls zu sehen sein wird. Gut, man wird die Seite wissen müssen, dann wir man wissen müssen, wann die Aufzeichnung war und dann, dann muss man noch 80 Minuten warten (oder vorspulen) bis man meine geniale Frage hört, die dann von den Experten einigermaßen beantwort wurde.

Ich find’s immer gut zu wissen, dass es Therapien für das und jenes und selles gibt, ich find’s auch meist interessant, wie die jeweiligen Ansätze sind und wie die Therapie funktioniert (bzw. funktionieren soll) – aber was mich beschäftigt ist vielmehr: Wie bekommt man Menschen, die solche professionelle Unterstützung brauchen, dahin?

Thema heute war „Selbstverletztendes Verhalten“ … und gut zu wissen jetzt ist, dass man ab 14 ohne Zustimmung der Eltern Ärzte (also auch Therapeuten) aufsuchen kann, dass ich ein klein wenig ein bessers Verständnis für das Verhalten habe und mir in der Zwischenzeit ein guter Vergleich eingefallen ist. Wer Zahnschmerzen hat, kann eine Tablette nehmen. Das hilft – für ein paar Stunden. Oder geht zum Zahnarzt. Das dauert en Stunde, tut ggf. auch weh, hält aber bedeutend länger.

Und nichts als die Wahrheit

Die POK G. hielt sich sehr bedeckt. Was ich weiß ist nur, dass ein Bekannter von mir wohl ein Verfahren wegen Sexuellm Mißbrauchs von (wohl) Jugendlichen (und wohl nicht von Kindern) an der Backe hat. Die Polizei hat anscheinend sein Handy beschlagnahmt und lässt nun alle (!) Kontakte bundesweit antanzen. Was sie damit bezwecken wollte, wollte mir POK G. nicht erläutern. Höflich und freundlich war sie – aber wahrlich nicht auskunftsfreudig.

Von vor 10 Jahren

montag am meer

Kategorie: diverso

11/19/2007 08:42:00 PM

die zugfahrt war lang, das wetter verbesserungsdürftig, die verköstigung bescheiden – aber egal: das war einfach nur gut, so einen tag am meer!

hätte zwar fast verschlafen, aber schaffte es dann doch noch pünktlich auf den zug (selten so knapp gekommen!). nicht eine minute, wie sonst, geschlafen. hatte drei bücher mit, nicht in eins hineingeschaut, sondern beständig aus dem fenster, derweil den ipod auf den ohren, mit musik, die hier nur wenigen gefallen dürften: händel-opern, etwas monteverdi, dazwischen orgel von bach. in hamburg-harburg das erstemal ausgestiegen, sonst immer nur durchgefahren, dort in den zug nach cuxhaven. alleine im waggon, ruhe, musik, vorbeiziehende landschaft.

in cuxhaven relativ schnell das ‚meer‘ gefunden: a) ist cuxhaven doch größer, als es der stadtplan glauben machen wollte und b) war gerade ebbe, d.h., ich ahnte nur das meer, hörte keine wellen – aber das reichte.

knapp drei stunden einfach nur am strand entlang, wieder mit händel (der pefekt passte) und monteverdi. einfach so gegangen, hin und wieder ein paar >bilder<. alleine mit mir, mit dem wind. und irgendwie war es so, wie ich es mir erhoffte, der wind pustete mich durch, in ein paar dingen (die hier nie zur sprache kommen werden) bin ich mir klarer geworden.

eine stadtbesichtigung hab ich mir geschenkt – keine lust auf irgendwelchen rummel. wieder zug, wieder ohne viel menschen, dann im ice im speisewagen locker mal gutscheine im wert von 25 euro verballert.

war ne gute idee von mir (*lob-mich-selbst*).

13 x 9 / 2

Oh Wunder! Seit schon fünf Jahren lese ich mit C. einmal im Jahr einen ‚großen‘ Autor. Dieses Jahr eben Robert Musil. Wie immer mit verteilten Rollen, wie immer teilen wir uns nicht nur Abschnitte, sondern auch einzelne Sätze. Und auch wenn heute nur dreizehn ZuhörerInnen da waren – es macht einfach Spaß. Und Spaß macht auch die Vorbereitung, das Lesen in der Küche, das Chaos, wenn man sich die Sätze falsch notiert hat und beide anfangen zu lesen oder eben keiner. Und gut tut es eben, wenn als Rückmeldung kommt, dass man es genießen konnte, dass man die Angst vor dem „Mann ohne Eigenschaften“ etwas verloren hat, dass man Lust auf die Lektüre bekommen hat, dass … .

Was mich besonders freut ist, dass meine Auswahl funktioniert hat.

Und in der Hutkasse lag dann übrigens genauso viel wie letztes Jahr, als gut 30 Leute da waren. (Und wir waren letztes Jahr definitiv nicht schlechter, aber H., der Organisator, hat dieses Jahr den Spendendruck etwas erhöht – und somit habe ich zwei Bücher wieder finanziert.)

Amazon

So wie Vodafone kann sich auch Amazon einen einfach komplett unterirdischen Support leisten. Der Mailwechsel mit denen ist gerade an Absurdität nicht zu überbieten – und nur, weil ich das Konto bei denen löschen will.

Wo der Hammer hängt

Vorgezogenes Abteilungsweihnachtsessen. Laute Kneipe, langer Tisch. Die BeraterInnen sitzten auf der einen Seite, der Chef grenzt die andere Seite mit den SekretärInnen ab, zu denen ich ja gehöre. Selbstverständlich oder vielmehr ’naturgemäßg‘ versucht keinEr der BeraterInnen auch nur im Ansatz ein Gespräch mit der niederen Charge zu beginnen, geschweige denn, mit einem Glas zuzuprosten (was sie untereinander ausgiebig tun).

Aber blöd schauen, wenn die die SekretärInnen nach zwei Stunden ’schon‘ gehen.

300 in 10

Vor Wochen mal um die 300 Bücher ‚ausgemistet‘, die dann lange auf dem Fußboden lagen, weil ich nicht wußte wohin. Seit letztem Sonntag konsequent immer ein paar in einer Schachtel entweder in den Hausflur bzw. auf die Straße gestellt. Nachher stelle ich die letzte raus.

Vorladung

Aufgrund eines „Ermittlungsersuchen der PI XY wegen Sexuellem Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen“ habe ich mich nächste Woche in der Kriminaldirektion des hiesigen Polizeipräsidiums einzufinden. Als Zeuge!

Ich werde kein guter Zeuge sein – denn ich habe keinen blassen Schimmer was ich wann wo wie mitbekommen haben soll.

Angefixt

So ein kleinwenig versuche ich ja ‚mit der Zeit‘ zu gehen. Will heißen, ich möchte schon gern soweit im Bilde sein, was in der Welt grob passiert und was grob angesagt ist. OK, da gibt es Ausnahmen. Mode und und Jugendmusik geht mir am Arsch vorbei und bei Computerspielen bin ich (leider) auch schon seit Jahren komplett abgehängt. Aber wie geschrieben: Ich ‚versuche‘. Es gelingt von Jahr zu Jahr weniger.

In letzter Zeit begann es mich zu nerven, dass ich immer mehr über Serien las, die eben nicht bei ARD, ZDF oder ARTE laufen – sondern irgendwo im Netz. Andererseits, wenn ich dann genauer hinschaute, schwirrte mir der Kopf von den verschiedenen Serien – und mir war klar, alleine werde ich mich nie da zurecht finden.

Letzte Woche mal C. gefragt, ob er mir – rein theoretisch (!) – eine Serie empfehlen könne, also eine für mich altersgerechte ohne Horror und Fantasy. Wie aus der Pistole geschossen kam von ihm: „Orange is the new Black“  – eine Frauenknastserie?!?!

Gestern am späten Nachmittag, bei dem miesen Wetter, dann mal den Probemonat einesr wohl maktführenden Streamingdienstes begonnen.

Die ersten fünf Folgen habe ich hinter mir, die sechste kommt heute noch mit Sicherheit.

# 462

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Ex-Lehrer halt

Sonntag. Kurz nach 8 Uhr (!). Das Telefon (!) klingelt. Es ist W. von Verein 1. Er will nur schnell ausrichten, dass er S. vom Problem unterrichtet hat und ich daher nicht gebraucht werde.

Raubzug, frustiger

Eigentlich wollte ich ja nur … und damit ist die Geschichte ja schon erzählt, denn, wenn ein Text so anfängt, dann kann man mit dem Gegenteil rechnen.

Also ich heute in die Stadt, Bücher und Hörbücher in Bibliotheken zurückbringen, ein paar Hörbücher und Musik-CDs wieder ausleihen. Und weil in der SZ heute irgendetwas über Schnecken stand, bin ich dann noch ein Stück weiter und hab‘ für uns heute Abend eineinhalb Dutzend gekauft. Luxus pur und eine Ausgabe, die sonst echt nicht drin ist. Egal. Dann gleich noch mit mir vereinbart, dass ich mir aus dem sauer angesparten Büchergeld einen Zwanziger abzwingen darf, um mir neue Hörstöpsel für den Ipod zu kaufen – höre damit ja auch meist Hörbücher. Gesagt – getan. Das Ergebnis: Nicht die alten Hörstöpsel sind kaputt, sondern der Ipod, er spielt nur noch auf einem Kanal.

Auf dem Wege noch bei einem ungeliebten Sportladen vorbei der aufgibt und Prozente einräumt. Für den wöchtenlichen Sport brauche ich echt noch eine ‚anständige‘ kurze Sporthose, denn bisher hatte ich im Schrank nur ein ultrakurzes Laufhöschen gefunden, was so ganz zur Statur nicht mehr passen will. Schnell was altersgerechtes gefunden. Auf dem Weg zur Kasse Handschuhe! Mein Mann lag mir schon seit Wochen in den Ohren ich hätte gar keine gescheiten – dabei hatte ich überhaupt keine. Und weil links dann noch so Outdoor-Jacken hingen und meine nach sechs oder sieben Jahren doch etwas aus dem Leim gegangen ist … erstmal meinen Mann angerufen, ob er sie mir zwischenfinanzieren kann … also … ich würde heute freiwillig nochmal vor die Tür.

ICD 10 F 32.0

Mich hat der Montag echt aus der Bahn geworfen. So mies drauf über mehrere Tage war ich echt lange nicht mehr. Das fühlt sich richtig depressiv an – und man muss mir nur ein klein wenig komisch kommen: Entweder bin ich innerlich am Ausrasten oder kämpfe mit den Tränen. Und es fällt mir gerade verdammt schwer, irgendetwas positiv bzw. nicht als ganz so schlecht zu sehen.

Immerhin bekommt mein Mann nun massive Unterstützung von der Pesonalchefin bei seinem beruflichen Querelen, die uns beide seit einem Jahr belasten. Diese Kuh ist zwar noch nicht vom Eis, aber immerhin kann er Land sehen.

Immerhin reiche ich – wenn auch wohl deutlich verklärt – noch für eine Wichsphantasie.

Immerhin bin ich ernsthaft am überlegen, den Nachtdienst heute einfach Nachdienst sein zu lassen.

 

Vor vor 30 Jahren

9. November 1987

E. am Abend bei mir in der Küche. Hatten nicht soviel zu erzählen, war unklar, was wir machen wollen. Dann wollte er Bilder sehen. Zeigte ihm zwei, drei, die total unverfänglich sind. Er wollte mehr und mehr, ich aber nicht. Lies mich dann „erweichen“. Ist komisch. Einerseits würde ich gerne die Bilder zeigen, andererseits ist es mir total peinlich – egal wem gegenüber. Also zeigte ich ihm ein Badewannen-Bild. Er wollte wissen, wer“s gemacht hat. Ich erklärte, alle Stativ und Selbstauslöser und ohne Blitze und die ganzen Schwierigkeiten, die sich da ergeben. Er kam darauf kurz und bündig mit dem Angebot, von mir Badewannen-Bilder zu machen. Da hätte er keine Schwierigkeit. Ich innerlich: Oh Ja! – und dann sofort auch: Mein Gott, ist das peinlich!

Werd“ mir jetzt wohl „n Aspirin reinwerfen, etwas die Badewanne bevölkern – ohne Foto und ohne E. – mich dann an den Artikel setzen.

Gegenläufiges Unterwasser

E. sprach früher von „Oberwasser“ haben, später hieß es dann „einen Lauf haben“. Egal wie man da Kind nennt – beides habe ich gerade nicht.

K. zum Abendessen da – the first time. Nach 2 Stunden 15 Minuten war sie wieder weg. Quasi fluchtartig. Ich nun am Grübeln, was falsch war, was vielleicht nicht passte, was … .

Wie so oft. Die Spirale muss jetzt noch soweit nach unten gehen, bis es mir einfach nur scheiß egal ist, dann werde ich wieder entspannter und sehe die Dinge auch mit einem positiven Auge.

Aber heute ist das so eine Stimmung, dass ich befürchten muss, mir beim wichsen das Handgelenk zu brechen oder sonstigen Unbill zu erleiden.

Von vor 10 Jahren

happy birthday b.!

Kategorie: diverso

11/07/2007 08:50:00 AM

heute hat b. geburtstag, der einzige mensch, den ich persönlich kenne, der auch meinen vornamen trägt. ich bezeichne ihn immer als einen großcousin von mir (was es aber wohl gar nicht gibt). jedenfalls ist er der sohn eine cousine meiner mutter (oder so).

bisher haben wir uns nur dreimal gesehen, einmal als wir noch kinder waren und dann in den letzten jahren einmal bei ihm in s. und dann bei mir in k.

als er kurz nach dem tod meines vaters telefonisch kontakt mit mir aufnahm, war das extrem komisch. ich hatte irgendwie nicht mehr mit seinem anruf gerechnet.

ich meldete mich mit „b.“ und er ebenfalls mit „b.“. worauf ich hin „ja“ sagte und er nochmals „b.“ da fühlte ich mich dann doch schon leicht verarscht und meinte: „ja, so heiße ich“. darauf lachte er und meinte: „ich ja auch“.

lag dann auf dem bett und telefonierten ewig. er und christian brückner sind die menschen, dir mir auch eine telefonbuch vorlesen können und ich wäre sowas von gespannt und aufmerksam.

herzlichen glückwunsch b., und komm endlich mal wieder rüber!

Kauf Dir was davon!

Wie vermutet. Man wird meine Bewerbung nicht berücksichtigen. Personalrat hat zwar gleich interveniert, aber zusammen ist man mit der Geschäftsführung (HGF) zu der Einigung gekommen, dass ich für die Stelle a) überqualifiziert und b) unterqualifiziert bin.

Wie man jetzt a) und b) verständlich (wenn auch gar nicht mal logisch) zu erklären hätte, entzieht sich dann schon meinen Fähigkeiten. Und dabei habe ich so geübt, Telefonate weiterzuleiten bzw. kurze Memos zu schreiben und kann auch schon A3 Kopien machen, wenn es sein muss sogar in Farbe und Excel kann ich ja auch, also eine Spalte breiter und fetter machen geht allemal, vielleicht sogar auch eine Zeile, müsste ich mal probieren und das mit dem Kaffee, ich meine, wenn man mir mal sagen würde wieviele Löffel, denn bis zwölf kann ich schon ganz ordentlich zählen, auch ohne Taschenrechner … (mir kommen gerade echt die Tränen).

Natürlich kann mir der HGF nichts „versprechen“, stellt mir aber in Aussicht, dass es nächstes Jahr noch eine Assistentenstelle geben könnte, so mit 20 Stunden, vielleicht auch nur 10 und anfänglich auch nur mit 7, das müsste man natürlich dann mit dem Personalrat … aber dafür hätte er mich dann auf alle Fälle im Auge, aber, wie gesagt, „versprechen“, das ginge halt nicht.

WSMDEGT 11/16

Wie schon auch letzten Monat fragt Frau Brüllen: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag.

0:00 – Die letzten beiden Tage waren sehr anstrengend, dennoch süffel ich lieber noch an einem Wein rum und zappe so durch die Sender.
1:35 – Doch mal schlafen gehen.
9:50 – Der Blick aus dem Fenster verrät: Heute bleibe ich zu Hause. Quäle mich aus dem Bett, sizte in einer schicken Unterhose beim Frühstück und gönne mir ein Brot.
10:55 – Ist doch etwas kühl, also ein paar Wohlfühlklamotten über, als ich aus dem Bad komme.
10:59 – Die Tageslektüre die letzten Tage vernachlässigt, also hole ich nach und lese ein paar Sonette mehr von Shakespeare und auch ein paar Seiten mehr in der Marx-Biogrpahie von Neffe. Davor kurz Internet checken und eine Einladung zu einem Geburtstag annehmen (der etwas schräg werden wird).
12:53 – Eigentlich wollte ich nur was nachschauen, aber dann räume ich etwas die Festplatten auf und mache doppelte Datensicherung, während ich Musik höre. Zwischenzeitlich linze ich immer mal wieder bei Tumblr rein.
14:50 – Klassische Uhrzeit für einen Nachmittagsschlaf, der aktiv beginnt.
16:15 – Ostfriesentee und Lektüre von „Der große Rote Sohn“ von David Forster Wallce – enttäuschend.
17:39 – Der Sonntagabend wird eingeläutet, will heißen, wir bereiten mal langsam das Abendessen vor und süffeln an einem Glas Tuntenbrause rum.
18:20 – Rösti, Lachs, Salat und Tuntenbrause, dazu „Bericht aus Berlin“, „Lindenstraße“ und „Weltspiegel“.
18:45 – Der wöchentliche Anruf meiner Mutter.
20:15 – Sonntagsritual.
22:55 – Überraschenderweise schon im Bett – aber lesend.

Für die Wolkenbeobachterin

Ein ‚offizielles‘ Rezept habe ich nicht, aber ich kann es kurz beschreiben.

  • Gekauften Blätterteig ausrollen und längs teilen (wer faul ist: quer teilen).
  • Etwas Tomatenmark mit Pfeffer, Salz, ggf. Knoblauch, Oregano und etwas Olivenöl aromatisieren und es auf zwei Drittel jeder Bahn dünn bis nicht so dünn verstreichen.
  • Sehr dünn (!) geschnittene Champignons darauf verteilen.
  • Gelbe Paprikawürfel (Kantenlänge max. 3 mm) darauf verteilen.
  • Wer mag feine (!) Scheiben gekochten Schinkens oder feine (!) Scheiben einer scharfen Salami verteilen.
  • Geriebenen Emmentaler darauf.
  • Wer mag kann auch feine (!!!) Mozarellewürfel zusätzlich darauf verteilen.
  • Die freie Fläche vom Blätterteig mit Wasser bepinseln.
  • Nun so aufrollen, dass frau / man die Rolle mit der freien Fläche ‚verkleben‘ kann.
  • Von der Rolle Scheiben in der Dicke zwischen ein und zwei Zentimter abschneiden. Mit der Schnittfläche auf ein mit Backpapier belegtes Bleck legen (ein bisschen Abstand lassen, aber nicht wirklich viel).
  • Das Ganze dann für ca. 13 Minuten bei 180 Grad in den Ofen (aber lieber immer mal schauen) und so lange backen, bis man selber damit zufrieden ist – das ist meist etwas vor ganz schwarz.

Aus einem Blätterteig bekommt man ca. 40 Stück. Ich bringe die gerne mal für Feten mit oder wenn bei einem Meeting keine Zeit für’s Essen ist aber man nicht nur dauernd Kekse futtern will. Kann mir gut vorstellen, auch Olivenstücke oder Peperonistücke mitzuverarbeiten, wichtig ist, dass sie halt wirklich klein geschnitten sind sonst bekommt man das Ganze nicht wirklich gerollt.

Ins Unreine

Ich glaub‘, ich bin halt einfach komisch. Ich will das eine, das andere sicher nicht. Und wenn ich das andere nicht bekomme, weil ich es ja nicht will, bin ich trotzdem dann doch (irgendwie) enttäuscht. (Ich bleib jetzt einfach mal so theoretisch – nach dem Tag einfach keine Lust mehr, das an dem Beispiel zu erläutern, weil zu aufwändig und letztendlich dann doch wieder zu missverständlich.)

Ich vermute zudem immer stärker, dass meine ‚Befindlichkeiten‘ in dieser Hinsicht auch viel komplexer sind, da ich keinen echten Ort habe, an dem ich mich wirklich zeigen / beweisen kann. Es gibt zwar immer mal Gelegenheiten – aber auf die muss ich warten / hoffen und diese habe auch keine ‚Beständigkeit‘. Deswegen oft das Gefühl, dass ich mich vordränge, mich in den Vordergrund spiele, ‚das Wort führe‘, mich dann aber bewusst wieder zurücknehme (was manchmal echt schwer fällt und manchmal auch leider nicht klappt) …

Von heute, nach all den Vorbereitungen, die neben viel Zeit auch einigen Hirnschmalz und Überzeugungsarbeit gekostet haben, bleibt ein schaler, unzufriedener Geschmack.

Ich weiß, das ist jetzt alles irgendwie kryptisch, unklar, vielleicht auch widersprüchlich … aber das wird das Blog und die Leser*innen schon aushalten. Irgendjemand aus meinem Kreis sagte früher auch immer gerne: „Das ist jetzt mal ins Unreine gesprochen“.

 

 

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